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Liebe Mitglieder, wer gehört werden will, muss sein Gegenüber kennen. Wir verstehen uns als Kommunikations-Manager. Mitglieder erwarten von uns andere Informationen als Kollegen oder Journalisten. Daher schreiben wir zielgruppengerecht in „Auf den Punkt“, für die interne Kommunikation oder für Tageszeitungen und andere Medien.

Petra Bendrich,
Kommunikation,
stellv. Pressesprecherin

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Rundschreiben 2017

Hier finden Sie die Rundschreiben der KV Hessen 2017.

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Rundschreiben 2016

Hier finden Sie die Rundschreiben der KV Hessen aus dem Jahr 2016.

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Rundschreiben der KV Hessen 2018

Terminservicestelle: Ohne Terminmeldung geht es nicht!

28.06.2018

Rundschreiben vom 28. Juni 2018 an alle fachärztlichen Mitglieder

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es ist noch nicht lange her, dass wir Sie im Mai mit einem Rundschreiben über Veränderungen bei der Terminmeldung für die Terminservicestelle informiert haben, die sich unter anderem durch die seit Ende Mai gültige Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ergeben haben.

Seit unserem Rundschreiben haben sich die Dinge leider nicht zum Guten entwickelt. Im Gegenteil: wir verzeichnen gehäuft Anrufe und Faxe, mit denen einzelne Praxen, aber auch große Teile bestimmter Facharztgruppen, gemeldete Termine zurückziehen bzw. mitteilen, keine Termine mehr zu melden. Dies führt zu einer schwierigen Situation. Auch der von dem einen oder anderen angeschlagene aggressive Ton führt nicht zu einer Verbesserung der Lage.

Es gibt zwischen uns und Ihnen keinerlei Dissens, was die Sinnhaftigkeit der Terminservicestelle angeht: sie ist sinnlos und bloße Symbolpolitik, weil die Gesundheitspolitiker Strukturprobleme nicht angehen, sondern zu unseren Lasten lösen wollen. Doch das ändert nichts daran, dass wir uns derzeit mit dieser Art der Problemlösung der Politik auseinandersetzen müssen und dies bedeutet eben, dass die Terminservicestellen nicht nur nicht abgeschafft, sondern wahrscheinlich sogar noch ausgebaut werden sollen. Es nützt also niemandem, sich in diesem Zusammenhang an der KV abzuarbeiten, die Mitarbeiter zu beschimpfen oder die Situation weiter eskalieren zu lassen.

Was aber sehr wohl hilft – und das wissen wir doch eigentlich alle – ist, Terminprobleme interkollegial, über den kurzen Draht und Weg, zu lösen. Wenn Hausärzte tatsächlich einen Patienten dringend für eine fachärztliche Weiterbehandlung überweisen müssen, sollten Sie das nicht über die TSS tun, sondern direkt zum Hörer greifen und die fachärztliche Kollegin/den Kollegen anrufen. Natürlich benötigen Sie dazu mehr als nur die Praxisempfangsnummer, deshalb empfiehlt es sich in diesem Zusammenhang sehr, sich besser zu vernetzen: Informationskanäle, Mobilfunknummern für diesen Zweck einer dringenden Erreichbarkeit auszutauschen und dann auch erreichbar zu sein. Also das, was viele Kolleginnen und Kollegen jetzt schon tun und wir doch eigentlich immer gemacht haben, wenn es einen entsprechenden Bedarf dazu gab. Zum Start der TSS haben wir gesagt, dass wir sie nicht brauchen, weil jeder Patient, der dringend behandelt werden muss, über unsere kollegialen Strukturen vermittelt werden kann. Diese Aussage ist immer noch genauso richtig, nur müssen wir alle unseren Beitrag dazu leisten. Verweigerungshaltungen und Boykotte helfen niemandem.

Deshalb appellieren wir noch einmal an Sie, Ihren überschaubaren Beitrag für die Behandlung der Patienten zu leisten, die über die TSS vermittelt werden und auch weiterhin Termine dafür zur Verfügung zu stellen. Nutzen Sie dazu einfach das Onlineportal e-Terminservice im KV-SafeNet*-Portal! Dort können und sollten Sie Ihre Termine selbst einpflegen und verwalten. Die Datenverwaltung in diesem Programm ist konform mit den Datenschutzauflagen, denn die Terminservicestelle ist lediglich der Vermittler von Terminen. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass der Service, den wir Ihnen aus der Terminservicestelle bisher angeboten haben, aufgrund der neuen Gesetzeslage nicht mehr möglich ist. 

In einzelnen Fachgruppen, wie zum Beispiel bei den Radiologen, laufen wir derzeit in eine Situation, in der wir bald nicht mehr vermeiden können, erste Patienten zur Weiterbehandlung an Kliniken zu vermitteln. Damit ist niemandem gedient, denn die dadurch entstehenden Kosten müssten zu Lasten der Fachgruppe bereinigt werden. Die Honorare der betroffenen Fachgruppen sinken also mit jedem Fall, den wir über die TSS an Kliniken vermitteln müssen.

Keiner von uns, weder Sie noch wir, will am bisher in Hessen funktionierenden Prinzip der Vernunft und Freiwilligkeit im Zusammenhang mit der TSS etwas ändern. Geht die Entwicklung aber so weiter wie in den letzten Wochen, werden wir kaum eine andere Wahl haben, als Sie zur Meldung von Terminen zu verpflichten. Noch einmal: das ist für uns eine ultima ratio, zu der wir nicht greifen wollen. Gründen Sie lokale Netze, um die wichtigen Fälle schnell und ohne TSS vermitteln zu können. Die TSS ist immer nur die zweitbeste Lösung!

Wenn Sie ansonsten sicher, verschlüsselt und zertifiziert mit uns oder Ihren Kolleginnen und Kollegen kommunizieren wollen, beauftragen Sie den Soft-warepartner Ihrer PVS, um KV-Connect freischalten zu lassen und beantragen Sie Ihren persönlichen Zugang bei uns. Nutzen Sie dazu auch unsere Förderung. Wir fördern die Kosten für KV-Connect für das erste Jahr einschl. Freischaltung.
 
Weitere Informationen finden Sie dazu unter:
(siehe externer Link)

 

Mit besten kollegialen Grüßen, Ihre

Frank Dastych                      Dr. Eckhard Starke
Vorstandsvorsitzender          stv. Vorstandsvorsitzender

Externer Link:

KV-Connect (KV Telematik)


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