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Liebe Mitglieder, wer gehört werden will, muss sein Gegenüber kennen. Wir verstehen uns als Kommunikations-Manager. Mitglieder erwarten von uns andere Informationen als Kollegen oder Journalisten. Daher schreiben wir zielgruppengerecht in „Auf den Punkt“, für die interne Kommunikation oder für Tageszeitungen und andere Medien.

Petra Bendrich,
Kommunikation,
stellv. Pressesprecherin

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Rundschreiben 2017

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Rundschreiben der KV Hessen 2018

Telematikinfrastruktur

22.06.2018

Rundschreiben vom 22. Juni 2018 an alle Mitglieder der KV Hessen

Telematikinfrastruktur: Finanzierungsvereinbarung steht, viele Fragen bleiben offen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem Schreiben möchten wir Sie kurz auf den neusten Stand in Sachen Telematikinfrastruktur (TI) bringen. Ausdrücklich verweisen wollen wir auch auf die aktuelle Ausgabe unserer Mitgliederpublikation Auf den PUNKT., die am 18. Juni verschickt wurde. Dort finden Sie ausführlich alle Antworten rund um die TI, soweit – und damit sind wir schon mitten im Thema – man sie derzeit verlässlich geben kann.

Ende Mai haben sich KBV und Spitzenverband der Krankenkassen auf eine Anschlussregelung für die Finanzierung der TI-Komponenten unter Vermittlung eines Schlichters geeinigt. Dass es einer solchen Anschlussregelung überhaupt bedurfte, ist schon schlimm genug. Das ganze Ausmaß dieses politischen Desasters wird jedoch deutlich, wenn man sich vor Augen führt, dass die Krankenkassen nicht von sich aus bereit waren, wie gesetzlich vorgegeben die Kosten für „die erforderlichen, erstmaligen Erstattungskosten (§ 291a Abs. 7(3) SGB V)“ zu übernehmen. Und dass der Gesetzgeber, der diese Missstände komplett zu verantworten hat, daneben steht und erneut Probleme, die er selbst geschaffen hat, auf die Vertragsärzte und
-psychotherapeuten abwälzt. Noch immer haben wir keine wirkliche Auswahl, noch immer gibt es keine Marktsituation und noch immer ist nicht
sicher gestellt, dass wir als Praxisinhaber – je nach Anschlusstermin und gewähltem Anbieter – nicht auf Teilen der Kosten sitzen bleiben. Diesen Zustand kann man nur als skandalös bezeichnen und wir empfehlen Ihnen dringend, sich ein vertragliches Rücktrittsrecht bei der Bestellung der Komponenten für den Fall einräumen zu lassen, dass die Erstattung geringer als der Rechnungspreis ausfallen sollte.

Die Einigung im Detail

Noch immer sind wir weit von einer wirklichen Wettbewerbssituation entfernt. Die Konnektoren kommen bisher ausschließlich von der Compugroup, die anderen Anbieter, die bereits vor einigen Monaten den Markt beleben sollten, sind noch immer nicht zugelassen. Ebenfalls ist nicht seriös zu beurteilen, wie sich die diversen PVS-Systeme in Bezug auf die Kompatibilität im Praxisbetrieb mit dem Konnektor verhalten werden.

Bei den SMC-B-Karten (Security Card Typ B) ist neben der Bundesdruckerei seit wenigen Tagen auch eine Karte der Firma medisign mit der notwendigen TI-Zulassung versehen worden. Hier ist eine quartalsweise Abrechnung möglich, Sie müssen also nicht in Vorleistung treten. Wir empfehlen Ihnen zudem, sich direkt auch mit dem elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) auszustatten. Sie können damit zum Beispiel qualifiziert elektronisch signieren, ein Muss beim elektronischen Arztbrief oder einigen Laborüberweisungen. Auch für den eHBA erhalten Vertragsärzte und -psychotherapeuten eine Förderung, welche die Hälfte der Kosten abdecken soll. Der eHBA kann bei der Landesärzte- bzw. Psychotherapeutenkammer beantragt werden.

Um die Förderung für den Konnektor zu erhalten, ist kein Antrag bei der KV nötig: Sie erhalten den jeweiligen Förderbetrag automatisch sechs Wochen nach Ende des Quartals, in dem Sie zum ersten Mal ein Versichertenstammdatenmanagement durchgeführt haben.

Mit besten kollegialen Grüßen, Ihre

Frank Dastych                      Dr. Eckhard Starke
Vorstandsvorsitzender          stv. Vorstandsvorsitzender

Nach wie vor ist nicht klar, inwieweit die Frist für den Anschluss an die Telematikinfrastruktur zum 31. Dezember 2018 verlängert wird. Die KBV strebt eine Verlängerung um ein halbes Jahr an, die Politik „mauert“ noch. Leider ist es derzeit seriös nicht möglich, Ihnen an dieser Stelle eine verlässliche Prognose zur weiteren Entwicklung zu geben.


Mit besten kollegialen Grüßen, Ihre


Frank Dastych                      Dr. Eckhard Starke
Vorstandsvorsitzender          stv. Vorstandsvorsitzender


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