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Liebe Mitglieder, wer gehört werden will, muss sein Gegenüber kennen. Wir verstehen uns als Kommunikations-Manager. Mitglieder erwarten von uns andere Informationen als Kollegen oder Journalisten. Daher schreiben wir zielgruppengerecht in „Auf den Punkt“, für die interne Kommunikation oder für Tageszeitungen und andere Medien.

Petra Bendrich,
Kommunikation,
stellv. Pressesprecherin

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Rundschreiben 2017

Hier finden Sie die Rundschreiben der KV Hessen 2017.

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Rundschreiben 2016

Hier finden Sie die Rundschreiben der KV Hessen aus dem Jahr 2016.

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Rundschreiben der KV Hessen 2018

Rundschreiben zur Telematikinfrastruktur

16.02.2018

Rundschreiben vom 15. Februar 2018 an alle Mitglieder der KV Hessen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

mit Ihnen darüber zu sprechen, wie verworren die Situation rund um die digitale Anbindung unserer Praxen nach wie vor ist, hieße wohl die berühmten Eulen nach Athen zu tragen. Trotzdem drängt langsam die Zeit und viele von Ihnen fragen sich mit allem Recht: Was sollen wir jetzt tun und was empfiehlt uns die KV? Klar ist, dass auch in Hessen bereits erste Praxen den Versichertenstammdatenabgleich durchgeführt haben. Die peripheren Komponenten, die Anbindung an die Praxisverwaltungssoftware und die zentrale Infrastruktur scheinen also zu funktionieren.

Unverändert gilt aber auch, dass die Kassenärztliche Bundesvereinigung eher zum Abwarten rät. Über zahlreiche Zuschriften von Ärzten haben wir erfahren, dass hier offenbar gehäuft Schreiben seitens bestimmter Anbieter eingehen, in denen der Erwerb der peripheren Komponenten forciert wird. Zum aktuellen Zeitpunkt haben sich gegenüber 2017 auf dem Markt für periphere Komponenten noch keine wirklichen Änderungen ergeben. Bisher wurde nach unserem Kenntnisstand nur der Konnektor der KoCo Connector GmbH zugelassen. Weitere zugelassene Konnektoren gibt es zurzeit nicht (Stand:14.02.2018). Jedoch befinden sich weitere Konnektoren bereits in der Zertifizierung. Es ist deshalb davon auszugehen, dass diese im zweiten Quartal 2018 zur Verfügung stehen werden. Informationen über den aktuellen Stand finden Sie übrigens im Fachportal der gematik (siehe untenstehenden Link). Da die Anbindung an die Praxissoftware erfolgen muss, wird es wohl unausweichlich sein, den Konnektor, der vom eigenen PVS-Hersteller empfohlen wird, zu nehmen.

Damit kommen wir auch zur Kostenfrage. Naturgemäß können wir dazu wenig sagen. Es ist ein Markt, auf dem die Kassenärztlichen Vereinigungen nicht aktiv werden dürfen. Kritisch sehen wir, dass einem Teil der Kunden von PVS-Herstellern immer wieder damit gedroht wird, dass sie auf den Kosten sitzen bleiben werden, wenn sie nicht sofort bestellen würden. Ein anderer Teil der Kunden wird wahrscheinlich in den nächsten Tagen     Angebote erhalten, die sich mit einer Finanzierungsvereinbarung am zweiten Quartal orientieren werden.

Letztendlich müssen Sie selber entscheiden, wann Sie bestellen. Aber aus Sicht der KV Hessen spricht zumindest technisch jetzt nichts mehr gegen eine Anbindung Ihrer Praxis an die Telematikinfrastruktur. Natürlich haben wir in den letzten Wochen auch von den technischen Problemen gehört, die der Konnektor in einzelnen Praxen verursacht haben soll. Näheres ist uns hierzu allerdings nicht bekannt. Sollten Sie noch weitere technische Fragen haben, dann können Sie sich gerne an Ihren PVS-Hersteller wenden.

Immer wieder werden wir gefragt, ob ein Konnektor aus einer anderen „PVS-Welt“ genommen werden soll. Hierzu können wir nur das sagen, was man offenbar Kunden vermittelt hat, denen der Erwerb des einzigen erhältlichen Konnektors „ans Herz gelegt wurde“: Man stelle sich vor, Montagmorgen, die Praxis öffnet, und das Versichertenstammdatenmanagement funktioniert nicht und man fragt sich, liegt das an der Praxisverwaltungssoftware, an der Anbindung, am Konnektor, am Zugangsdienst oder an der zentralen Infrastruktur. Dann telefonieren Sie mal schön herum.

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Auswirkung auf unser KV-SafeNet und unsere KV-SafeNet-Box. Fakt ist, in der gematik geht zurzeit so gut wie nichts aus der KV-SafeNet-Welt. Auch wenn Vereinbarungen zum Versichertenstammdatenmanagement, zum elektronischen Medikationsplan und zum Notfalldatenmanagement getroffen wurden, benötigen Sie für alle anderen Anwendungen, Abrechnungen, e-Arztbriefe, e-Dokumente, ÄBD-Dienstpläne, etc. nach wie vor und wohl auch noch für längere Zeit einen Zugang zum KV-SafeNet. Und hier müssen Sie für sich überprüfen, was für Sie günstiger ist, ein Parallelbetrieb des Routers oder eine integrierte Lösung mit dem Konnektor.

Wie geht es nun weiter? Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband sprechen über eine Anpassung der Finanzierungsvereinbarung. Niemand glaubt realistisch daran, dass der Rollout bis Ende 2018 abgeschlossen ist. Insofern wird es auch eine Lösung für 2019 und 2020 geben müssen. Ob und inwieweit die Folgen, für die der Gesetzgeber gleich vorsorglich mit festgelegten Strafzahlungen von 1 % des Honorars gesorgt hat, eintreten werden, bleibt abzuwarten.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen, Ihre
                                                                                                                                                                                                                                
Frank Dastych                    Dr. Eckhard Starke
Vorstandsvorsitzender        stv. Vorstandsvorsitzender


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