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Liebe Mitglieder, wer gehört werden will, muss sein Gegenüber kennen. Wir verstehen uns als Kommunikations-Manager. Mitglieder erwarten von uns andere Informationen als Kollegen oder Journalisten. Daher schreiben wir zielgruppengerecht in „Auf den Punkt“, für die interne Kommunikation oder für Tageszeitungen und andere Medien.

Petra Bendrich,
Kommunikation,
stellv. Pressesprecherin

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Rundschreiben 2017

Hier finden Sie die Rundschreiben der KV Hessen 2017.

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Rundschreiben 2016

Hier finden Sie die Rundschreiben der KV Hessen aus dem Jahr 2016.

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Rundschreiben der KV Hessen 2018

Keine Regresse mehr für Hausbesuche in Hessen!

31.08.2018

Rundschreiben an alle Mitglieder der KV Hessen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

in Hessen wird es bis auf weiteres keine Regresse mehr wegen Überschreitungen bei Hausbesuchen geben! Auf diese erfreulich kurze Formel lässt sich das bringen, was wir in zähen Gesprächen mit den hessischen Krankenkassen gegen deren ausdrückliche Bedenken für die hessischen Praxen erreichen konnten. Dazu war viel Energie und Überzeugungsarbeit notwendig um den Kassen über diese für sie hohe Hürde zu helfen. Warum dieser Weg für die Kassen so schwer war, erschließt sich uns nicht, denn es geht bei diesen Verfahren nicht darum, dass sie die Kassen mehr oder weniger Honorar kosten oder gar Geld einbringen. Wieder einmal dokumentieren die hessischen Krankenkassen vielmehr mit diesem Verhalten, wie viel Interesse sie einerseits an einer vernünftigen ambulanten Versorgung ihrer Versicherten haben, andererseits sich aber immer dann quer stellen, wenn es darum geht, für die Ärztinnen und Ärzte die dafür notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen.

Wie aberwitzig die Diskussion um die Hausbesuche eigentlich ist, lässt sich schon daran ablesen, dass Hausbesuche andererseits von Kassen und KV als besonders förderungswürdig angesehen werden und entsprechend mehr Honorar fließt. Das passt nicht zusammen! Wir als Vorstand sind deshalb froh, dass wir diesen unhaltbaren Zustand nun mit einer formalen Vereinbarung „heilen“ konnten und dies, bevor eine neue Prüfvereinbarung steht.

Was bedeutet dies nun konkret für Sie? Für alle laufenden und noch nicht abgeschlossenen Verfahren, in denen es um Auffälligkeiten bei Haus- und Heimbesuchen geht, wird anstelle eines etwaigen Regresses eine Beratung durch die Prüfungsstelle der Ärzte und Krankenkassen in Hessen erfolgen. Diese Regelung ist seit Unterzeichnung der Vereinbarung am 9. August gültig und gilt bis auf weiteres. Unser Ziel in den nun anstehenden Verhandlungen zu einer neuen Prüfvereinbarung wird es selbstverständlich sein, dies auch für die Zukunft festzuschreiben.

Die getroffene Vereinbarung bezieht sich auf die GOP 01410, 01411, 01413 und 01415 EBM, also den Besuch eines Kranken, den Besuch eines weiteren Kranken, z.B. in derselben Familie oder in derselben Einrichtung, sowie den dringenden Besuch in einer Einrichtung.

Wir sind uns im Klaren darüber, dass das Thema „Wirtschaftlichkeitsprüfung“ bei vielen von Ihnen zu allergischen Reaktionen führen dürfte. Doch wir müssen pragmatisch vorgehen. Das, was wir vielleicht nicht in einem Aufschlag abschaffen können, sollten wir zumindest Schritt für Schritt zu verbessern versuchen. Und dies ist der Weg, für den wir uns als Vorstand entschieden haben.

Durch die medial sehr stark befeuerte Diskussion der vergangenen Wochen und Monate ist in unserer Wahrnehmung öffentlich das Bewusstsein dafür gewachsen, dass im ambulanten System das eine oder andere so gar nicht mehr zusammen passt. Zahlreiche Gespräche mit Landespolitikern in der letzten Zeit belegen ebenfalls, dass dort langsam etwas in Bewegung kommt. Dieses Momentum wollen wir nun für die weiteren Gespräche und Verhandlungen nutzen.

Mit besten kollegialen Grüßen, Ihre

 

Frank Dastych                      Dr. Eckhard Starke
Vorstandsvorsitzender             stv. Vorstandsvorsitzender


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