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Sanela Scheel,
Abrechnung

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EBM-Änderungen und Beschlüsse 01.04.2017

12.10.2017

Hier informieren wir Sie kurz und kompakt über wichtige aktuelle EBM-Änderungen mit Wirkung zum 1. April 2017. Aktuelle Ergänzungen: Weitere rückwirkende Änderungen zu Psychotherapieleistungen

Psychotherapieleistungen

Neu: Rückwirkende Änderungen zum 1. April 2017:

  • Die vertiefte Exploration (GOP 35141) und der Zuschlag (GOP 35142) dürfen neben den genehmigungspflichtigen Leistungen des Abschnitts 35 abgerechnet werden
  • PT-Sprechstunde und Akutbehandlung werden höher vergütet

  • PT-Sprechstunde zählt nun zu den Leistungen der Grundversorgung und führt nicht mehr zum Ausschluss der PFG

  • Hypnose (GOP 35120) darf wieder neben der Verhaltenstherapie (GOP35220 bis 35225) abgerechnet werden

Zum 1. April 2017 wurden die neu eingeführte psychotherapeutische Sprechstunde und die psychotherapeutische Akutbehandlung inklusive Strukturzuschlag in den EBM aufgenommen. Darüber hinaus erfolgen weitere Anpassungen zu den Leistungen im Kapitel 35 EBM.

Interner Link:

Psychotherapie-Reform

Notfallleistungen

Im Abschnitt 1.2 EBM gibt es für Leistungen im Notfall und im Ärztlichen Bereitschaftsdienst (ÄBD) ab April 2017 neue Regelungen. Neu sind sogenannte Schweregradzuschläge für besonders aufwändige Behandlungsfälle und Abklärungspauschalen für Patienten, die keine Notfallbehandlung benötigen.

Videosprechstunde

Die Videosprechstunde wird als neue telemedizinische Leistung in den EBM aufgenommen. Die Voraussetzung zu Abrechnung finden Sie in der Vereinbarung über die Anforderungen an die technischen Verfahren zur Videosprechstunde (Anlage 31b zum Bundesmantelvertrag-Ärzte).

Stuhltest iFOBT

Ab  dem 01.04.2017 ersetzt der quantitative immunologische Test zum Nachweis von fäkalem occultem Blut im Stuhl (iFOBT) den derzeit verwendeten Guajak-basierten Test (gFOBT) in der Darmkrebsfrüherkennung. Entsprechende Änderungen zur Vergütung, für die Ausgabe und die Durchführung wurden vom Bewertungsausschuss festgelegt. Im kurativen Bereich gilt eine Übergangsfrist für den Guajak-basierten Test (gFOBT) bis zum 01.10.2017.

Anleitung zur Glukosemessung mit Real-Time-Messgeräten

Für insulinpflichtige Diabetiker, die unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf ein Real-Time-Messgerät zur kontinuierlichen interstitiellen Glukosemessung (rtCGM) haben, werden für die Anleitung des Gerätes die GOP 03355, 04590 und 13360 in den EBM aufgenommen. Die Leistungen dürfen von Hausärzten, Kinder- und Jugendmedizinern und Internisten, jeweils mit der Zusatzweiterbildung  „Diabetologie“, „Kinder-Endokrinologie und-Diabetologie“ oder der Qualifikation „Diabetologie Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)“ abgerechnet werden.

Weitere Detailänderungen

Beinhaltet u.a. Funktionskontrolle der Herzschrittmachersysteme

Die Obergrenze der Berechnungsfähigkeit der GOP 04417, 04418, 13552 und 13554 im Krankheitsfall ist für Patienten, bei denen gleichzeitig eine Strahlentherapie durchgeführt wird, aufgehoben. Der ICD-Kode der für die Strahlentherapie maßgeblichen Erkrankung ist bei der Abrechnung anzugeben. Die GOP für die Funktionskontrollen sind in diesen Fällen mit dem Zusatz „J“ zu kennzeichnen. Hintergrund der Änderung sind Vorgaben aktueller Leitlinien, die zusätzliche Funktionsanalysen der Herzschrittmachersysteme nach der Strahlentherapie fordern, da die Geräte durch die Bestrahlung gestört werden können.

Neue Versorgungspauschale Kindernephrologie

Die GOP 04563 wird als neue Versorgungspauschale in den Abschnitt 4.5.4 aufgenommen und kann von Pädiatern mit einem besonderen Versorgungsauftrag für die kindernephrologische Betreuung (gemäß § 3 Abs. 3 Buchstabe e) der Anlage 9.1 BMV-Ä) abgerechnet werden. Sie ist definiert als Zuschlag zur Versichertenpauschale und einmal im Behandlungsfall berechnungsfähig. Die GOP 04563 ist mit 100,04 Euro (950 Punkte) bewertet.

HLA-Typisierung GOP 32937

Die Bewertung der GOP 32937 wird von 150 Euro auf 115 Euro abgesenkt. Damit gleicht sich ihre Bewertung der inhaltlich entsprechenden GOP 32902 an.

Telekonsile zur Befundung von Röntgen- und CT-Aufnahmen

Zur Befundbeurteilung von Röntgen- und CT-Aufnahmen werden ab April 2017 Telekonsile zwischen Ärzten über den EBM vergütet. Für die Abrechnung wurden vier GOP in einem neuen Abschnitt 34.8 in das Kapitel 34 (Diagnostische und interventionelle Radiologie, Computertomographie und Magnetfeld-Resonanz-Tomographie) aufgenommen.

Anpassung Anhang 2 des EBM

Der Anhang 2 des EBM wurde zum 01.04.2017 an den Operationen- und Prozedurenschlüssel (OPS) Version 2017 angepasst. Dazu hat der Bewertungsausschuss die Neuaufnahme sowie die Streichung von OPS-Kodes beschlossen. Zu den wichtigen inhaltlichen Änderungen im OPS 2017 zählen die Überarbeitung der Operationen an der Vulva, des Bereichs Reposition von Frakturen und Luxationen sowie der offen chirurgischen Gelenkoperationen.

ASV

Der ergänzte erweiterte Bewertungsausschuss hat zwei Beschlüsse zur ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) gefasst.  Zum einen wurde die Abbildung der ASV-Leistungen im Bereich VII des EBM neu strukturiert, zum anderen wurden neue Leistungen aufgenommen.


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