Nach obenZur Suche

Liebe Journalisten, wer gehört werden will, muss sein Gegenüber kennen. Wir verstehen uns als Kommunikations-Manager. Mitglieder erwarten von uns andere Informationen als Kollegen oder Medienvertreter. Daher schreiben wir zielgruppengerecht in „Auf den Punkt“, für die interne Kommunikation oder für Tageszeitungen und andere Medien.

Petra Bendrich,
Kommunikation,
stellv. Pressesprecherin

KVH|Sammelkorb aufrufen  Sammelkorb für Downloads:

Ihre gesammelten Downloads können Sie jetzt komfortabel mit einem Klick herunterladen.

Sie haben noch keine Downloads gesammelt.

Pressemeldungen 2018

Mit dem „Medibus“ gegen Versorgungslücken

05.06.2018

Mobile Hausarztpraxis wöchentlich 28 Stunden geöffnet

Gemeinsame Presseinformation KV Hessen und DB Regio.

Um Patienten dort besser zu versorgen, wo sich der Hausarztmangel bereits zeigt, wird ab Juli 2018 der Medibus, die mobile Arztpraxis der KV Hessen, regelmäßig in sechs Gemeinden in Nordhessen halten. Bei einem Tag des „Offenen Medibusses“ stellte ihn der stv. Vorstandsvorsitzende der KV Hessen, Dr. Eckhard Starke, heute in Nentershausen zusammen mit den beteiligten Gemeinden vor.

Dieses innovative Versorgungsprojekt versteht sich als verlässliche Ergänzung zur Hausarztpraxis am Ort. Praktizieren wird in dem Bus der Allgemeinmediziner Dr. Matthias Roth, der von der KV angestellt ist. Dazu Dr. Eckhard Starke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV Hessen: „Die ambulante Versorgung stellt uns vor echte Herausforderungen. Gerade in ländlichen Regionen ist der Ärztemangel stark spürbar. Die Gründe dafür sind vielfältig und von uns nur bedingt beeinflussbar. Umso mehr freuen wir uns, Patienten im Werra-Meissner-Kreis und im Landkreis Hersfeld-Rotenburg mit der mobilen Arztpraxis und mit dem erfahrenen Allgemeinmediziner Dr. Roth eine neue Anlaufstelle anbieten zu können.“ Mit Dr. Roth, der in Osthessen aufgewachsen ist, und der DB Regio hat die KV Hessen gute Partner an der Seite, um so ein komplexes Projekt ins Rollen zu bringen.

Im Medibus können Kinder, Jugendliche, Erwachsene und auch Hochbetagte versorgt werden. Der Medibus ist wie eine hausärztliche Praxis mit einem EKG und einem kleinen Labor ausgestattet. Eine fachärztliche Behandlung findet im Medibus nicht statt. Falls notwendig, kann Dr. Roth den Haus- oder Facharzt seiner Patienten zur Beratung hinzuziehen. Es gibt feste Haltezeiten, zu denen die Patienten eine offene Sprechstunde besuchen können. Ab 1. Juli fährt der Bus von Montag bis Donnerstag pro Tag zwei Standorte an. Er wird zweimal für je dreieinhalb Stunden in Cornberg und in Weißenborn und je einmal für dreieinhalb Stunden in Sontra, Ringgau, Nentershausen und in Herleshausen halten. Seine Route und seine Haltstellen wurden kooperativ mit allen Beteiligten entwickelt. Weitere Infos gibt es unter www.kvhessen.de/medibus.

Sprechzeiten und Haltestellen Medibus (ab 1. Juli 2018)

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag
an: 08.30 Uhr, ab: 12 Uhr Sontra, Burhaver Straße 6A Weißenborn, Halle in der Aue Cornberg, Am Markt 8 Herleshausen, Bahnhofstraße 15
an: 13.30 Uhr, ab: 17 Uhr Cornberg, Am Markt 8 Ringgau, Leipziger Straße 40 Nentershausen, Marktplatz 4 Weißenborn, Halle in der Aue

Drei Vorteile der mobilen Hausarztpraxis

  • Der Medibus kann Gemeinden mit Ärztemangel mehrmals wöchentlich anfahren, um die Patientenversorgung sicherzustellen.
  • Der Medibus unterstützt Hausärzte in ländlichen Regionen Nordhessen. Er entlastet niedergelassene Ärzte, die oft bis an die Grenzen ihrer eigenen Belastbarkeit für ihre Patientinnen und Patienten da sind.
  • Der Medibus als zusätzliche mobile Praxis sorgt für kürzere Wege zu einem Allgemeinmediziner.

Projektpartner

Projektpartner sind: KV Hessen, DB Regio sowie folgende Gemeinden mit ihren Bürgermeistern Ralf Hilmes (Nentershausen), Achim Großkurth (Cornberg), Thomas Eckhardt (Sontra), Klaus Fissmann (Ringgau), Thomas Mäurer (Weißenborn) und Burkhard Scheld (Herleshausen). Technologiepartner: Cisco Systems

Statements

Klaus Fissmann, Bürgermeister Ringgau:

„Die Behandlung im Medibus ist ein zusätzliches Angebot zur Hausarztbehandlung. Sie entlastet die Hausärzte und ich wünsche mir, dass die Zusammenarbeit gut und reibungslos funktioniert. Zudem erhoffe ich mir für Patienten, dass vereinbarte Termine eingehalten werden und sich eine Vertrauensbasis zwischen Patienten und Arzt aufbaut.“


Rainer Janisch, Erster Beigeordneter Weißenborn (Vertretung für Bürgermeister Thomas Mäurer):

„Die Gemeinde Weißenborn sieht in dem Pilotprojekt Medibus eine sinnvolle Unterstützung der medizinischen Versorgung des ländlichen Raums, insbesondere in Orten wo es keine Arztpraxen mehr gibt. Die Mobilität der Bewohner in Weißenborn und Rambach wird zwar durch ein Bürgermobil – mit dem Versorgungseinrichtungen in angrenzenden Gemeinden erreicht werden können – unterstützt. Durch eine zusätzliche Unterstützung der medizinischen Versorgung durch den Medibus sieht die Gemeinde eine Verbesserung und Erhöhung der Wohnqualität und begrüßt den Start des Pilotprojektes.“


Bürgermeister Thomas Eckhardt, Burkhard Scheld, Ralf Hilmes und Achim Großkurth für die Gemeinden Herleshausen, Nentershausen, Cornberg und Sontra:

„Die medizinische Grundversorgung in unseren Kommunen ist an einem kritischen Punkt angelangt. Herleshausen, Nentershausen, Cornberg und Sontra haben deshalb 2017 eine interkommunale Kooperation zur Stärkung der Gesundheitsversorgung in den vier Kommunen gestartet, um mit Förderung des HMSI und mit Unterstützung des Instituts ASD Concepts den Aufbau neuer vernetzter Strukturen zur langfristigen Sicherung der medizinischen und gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung zu stützen. Da sich insbesondere die Gewinnung von Hausärzten als langwierig darstellt, schafft das zweijährige Modellprojekt Medibus ein flexibles Angebot, um kurzfristig Versorgungslücken zu schließen. In der Zwischenzeit können Strukturen geschaffen werden, die eine nachhaltige Hausarztversorgung absichern. Der Medibus ist eine Chance und kann, wenn dies in Abstimmung mit den bestehenden Hausarztstrukturen erfolgt, dazu beitragen, die aktuelle kritische Situation zu lindern.“


Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter für das Land Hessen der Deutschen Bahn:

„Die Deutsche Bahn fährt den Busverkehr in zahlreichen ländlichen Regionen und kennt aus erster Hand die Herausforderungen des demografischen Wandels und der allgemeinen Entwicklung jenseits der Großstädte. Genau deshalb haben wir den DB Medibus entwickelt: Wir wollen mit unserer mobilen Arztpraxis einen Beitrag leisten, absehbare Probleme bei der ärztlichen Versorgung zu lösen.“

 

Oliver Tuszik, Vice President und Vorsitzender der Geschäftsführung von Cisco Deutschland:

„Cisco vernetzt Menschen und Dinge – der Medibus ist ein hervorragendes Beispiel, wie diese Vernetzung das Leben vieler Menschen verbessert. Die Grundidee stammt aus Hamburg, als Beteiligte der Smart City-Initiative einen Medizincontainer mit Video-Dolmetschertechnik entwickelte, in dem Flüchtlinge behandelt werden konnten. Mit dem Medibus der DB Regio hat diese Idee nun sprichwörtlich Räder bekommen – und macht u.a. seit 2017 im Auftrag der Charité als Impfmobil an Berliner Flüchtlingsunterkünften Station. Das ist aus meiner Sicht erst der Anfang. Auf dieser Basis können wir jetzt eine noch viel größere Herausforderung angehen: eine gute breite medizinische Versorgung auf dem Land. Wir sind stolz darauf, mit unserer Technologie dazu einen Beitrag zu leisten in der mobilen Arztpraxis der KV Hessen.“

Zahlen und Fakten zum Medibus

  • Länge des Busses = 12,7m
  • Größe des Behandlungszimmers = ca. 7,5 qm
  • Größe des Labors = 9 qm
  • Verlegte Meter Kabel = ca. 30 km (alle Kabel)
  • Klimaanlage = Klimaanlage in allen 4 Räumen getrennt einzustellen
  • CO-2 Ausstoß des Busses = der Bus verfügt über die neueste Dieseltechnologie (Euro-6-Norm) und hat somit besonders niedrige Schadstoffemissionen; VDL Busse sind leichter als Busse der Konkurrenz, somit gibt es zudem eine Spritersparnis
  • man braucht 8 Personen inkl. Konstrukteuren, um einen Medibus zu bauen

Hinweis an die Redaktionen:

Bei Fragen und Interviewwünschen wenden Sie sich an die Abteilung Kommunikation der KV Hessen, Karl Matthias Roth, Telefon 069 24741-6995, Petra Bendrich, Telefon 069 24741-6988, Telefax 069 24741-68818, E-Mail: presse(at)kvhessen.LÖSCHEN.de.

Link zu einem Angebot der KV Hessen:

Medibus (Infoseite für Patienten)


einen Moment bitte