Nach obenZur Suche

Liebe Journalisten, wer gehört werden will, muss sein Gegenüber kennen. Wir verstehen uns als Kommunikations-Manager. Mitglieder erwarten von uns andere Informationen als Kollegen oder Medienvertreter. Daher schreiben wir zielgruppengerecht in „Auf den Punkt“, für die interne Kommunikation oder für Tageszeitungen und andere Medien.

Petra Bendrich,
Kommunikation,
stellv. Pressesprecherin

KVH|Sammelkorb aufrufen  Sammelkorb für Downloads:

Ihre gesammelten Downloads können Sie jetzt komfortabel mit einem Klick herunterladen.

Sie haben noch keine Downloads gesammelt.

Pressemeldungen 2018

Palliativversorgung in Hessen: Sterbende brauchen eine bessere Kooperation von Hausärzten und Hospizdiensten

24.10.2018

Frankfurt – Unheilbar kranke Menschen sind in ihrer letzten Lebensphase auf eine intensive medizinische, pflegerische und psychosoziale Versorgung angewiesen. Damit die Palliativversorgung bestmöglich zum Wohle des Patienten gelingen kann, braucht es eine enge Kooperation von niedergelassenen Hausärzten, ambulanten Hospizdiensten oder stationären Hospizen.

Um diese interdisziplinäre Zusammenarbeit in Hessen weiter zu stärken, trafen sich in dieser Woche niedergelassene Hausärzte sowie Vertreter von Hospizdiensten und stationären Hospizen in Frankfurt am Main zu einer Informations- und Netzwerkveranstaltung. Dazu eingeladen hatten der Hospiz- und PalliativVerband Hessen e. V. und die Kassenärztliche Vereinigung Hessen.


Ziel der Veranstaltung war es zum einen, die teilnehmenden Hausärzte über die Rahmenbedingungen der palliativmedizinischen Versorgung sowie über die Unterstützungsmöglichkeiten ambulanter Hospizdienste bei der Versorgung von Palliativpatienten zu Hause oder in Pflegeeinrichtungen zu informieren. Zum anderen sollte mit dem Treffen eine intensivere Zusammenarbeit von Ärzten, Hospizdiensten und Hospizen bei der Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen angestoßen werden.


Ein Beispiel für eine bereits gelungene Zusammenarbeit ist das Evangelische Hospiz im Stadtzentrum von Frankfurt. Dort wird seit vielen Jahren interdisziplinär zusammengearbeitet, um die Versorgung unheilbar Kranker so würdevoll wie möglich zu gestalten. Das Hospiz kooperiert mit sechs niedergelassenen Hausärzten, die bei Bedarf die stationär betreuten Patienten palliativmedizinisch versorgen.


„Wir haben für unser Hospiz eine sehr gut funktionierende Organisationsform gefunden, die durchaus auch als Vorbild für andere Einrichtungen in Hessen dienen kann“, sagt Dr. Dagmar Müller, Geschäftsführerin des Evangelischen Hospizes Frankfurt und Vorstandsmitglied des Hospiz- und PalliativVerbandes Hessen e. V.


Für Hausärzte ist immer noch die vermeintlich drohende Regressgefahr ein Hemmnis, um in der palliativen ambulanten Versorgung oder der Versorgung im Hospiz stärker tätig zu werden. Dr. Eckhard Starke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen und selbst Palliativmediziner, bekräftigt, dass er sich bei der Neuverhandlung der hessischen Prüfvereinbarung mit den Krankenkassen für bessere Arbeitsbedingungen, auch in der Palliativversorgung, einsetzen wird:


„Wir konnten uns schon jetzt mit den Krankenkassen darauf einigen, dass bei laufenden Verfahren zu Haus- und Heimbesuchen kein Regress mehr droht. Damit haben wir ein erstes, wichtiges Etappenziel erreicht. Bei den bevorstehenden Verhandlungen werde ich mich weiterhin für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die niedergelassenen Ärzte in Hessen einsetzen“, erklärte der stellvertretende KV-Vorsitzende.


Mit der Aufnahme neuer Leistungen in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) im vergangenen Jahr konnte die palliativmedizinische Versorgung im ambulanten Bereich bereits weiter ausgebaut und verbessert werden. In Hessen haben Kassenärztliche Vereinigung Hessen und AOK Hessen zum 1. April 2018 zudem eine Vertragsergänzung getroffen, in der die Rufbereitschaft bei der Versorgung stationär betreuter Patienten in Hospizen gesondert geregelt wird.


In Frankfurt warb Dr. Starke abschließend bei den anwesenden Ärzten für die Versorgung von Schwerstkranken als eine urärztliche, wichtige und dankbare Aufgabe: „Als Hausarzt begleitet man seine Patienten mitunter ein Leben lang. Dazu gehört selbstverständlich auch die letzte Lebensphase, in der die Linderung von Beschwerden und die Verbesserung der Lebensqualität im Vordergrund stehen. Dies ist eine außerordentlich dankbare Aufgabe“, so Dr. Eckhard Starke.

Hinweis an die Redaktionen:

Bei Fragen und Interviewwünschen wenden Sie sich an die Abteilung Kommunikation der KV Hessen, Karl Matthias Roth, Telefon 069 24741-6995, Petra Bendrich, Telefon 069 24741-6988, Telefax 069 24741-68818, E-Mail: presse(at)kvhessen.de.


einen Moment bitte