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Liebe Journalisten, wer gehört werden will, muss sein Gegenüber kennen. Wir verstehen uns als Kommunikations-Manager. Mitglieder erwarten von uns andere Informationen als Kollegen oder Medienvertreter. Daher schreiben wir zielgruppengerecht in „Auf den Punkt“, für die interne Kommunikation oder für Tageszeitungen und andere Medien.

Petra Bendrich,
Kommunikation,
stellv. Pressesprecherin

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Pressemeldungen 2018

Beitragssenkungen

18.04.2018

Ein konstruktiver Vorschlag für den Bundesgesundheitsminister: „Erst Budgets abschaffen, dann Wahlgeschenke verteilen“

Frankfurt, 17.04.2018 – Die Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke, sehen die Vorschläge des neuen Bundesgesundheitsministers Jens Spahn, die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung zu senken, kritisch.

In Frankfurt erklärten beide zu den am Wochenende publizierten Gedankenspielen Spahns: „Wir teilen Herrn Spahns Analyse, dass Krankenkassen nicht die Aufgabe haben, Geld zu horten. Aber Herr Spahn sollte wirklich ernsthaft über die richtige Reihenfolge politischer Entscheidungen nachdenken. Denn bevor er – gleich zu Beginn seiner Amtszeit – teure Wahlgeschenke verteilt, sollte er umgehend und endlich die Budgetierung im vertragsärztlichen Bereich abschaffen. Es ist ein absolutes Ärgernis, dass uns Vertragsärzten noch immer zugemutet wird, rund 20 Prozent unserer Leistungen ohne Honorar zu leisten, während die notwendigen Finanzmittel ja nicht nur vorhanden sind, sondern offensichtlich sogar noch reduziert werden sollen. Wir stimmen Herrn Spahn zu, wenn er darauf hinweist, dass es sich bei den Finanzreserven der Krankenkassen um das Geld der Beitragszahler handelt. Aber das Geschenk, das er nun eben diesen Beitragszahlern machen will, bezahlen die Vertragsärzte und -psychotherapeuten. Und damit bekommt diese wunderschön aussehende politische Initiative einen überaus faden Beigeschmack.

Wir appellieren an die Politik, strukturelle Veränderungen anzugehen und nicht populistisch dem zu folgen, was möglicherweise gerade den größten Applaus verspricht. Die derzeit eingeschlagene Strategie des ‘immer mehr, immer billiger’ wird zur Implosion des Gesundheitssystems führen. Wir hoffen nicht, dass unser Gesundheitswesen erst kollabieren muss, bevor das die Politik erkennt.“

Hinweis an die Redaktionen:

Bei Fragen und Interviewwünschen wenden Sie sich an die Abteilung Kommunikation der KV Hessen, Karl Matthias Roth, Telefon 069 24741-6995, Petra Bendrich, Telefon 069 24741-6988, Telefax 069 24741-68818, E-Mail: presse(at)kvhessen.LÖSCHEN.de.


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