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Liebe Journalisten, wer gehört werden will, muss sein Gegenüber kennen. Wir verstehen uns als Kommunikations-Manager. Mitglieder erwarten von uns andere Informationen als Kollegen oder Medienvertreter. Daher schreiben wir zielgruppengerecht in „Auf den Punkt“, für die interne Kommunikation oder für Tageszeitungen und andere Medien.

Petra Bendrich,
Kommunikation,
stellv. Pressesprecherin

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Titelthema der Ausgabe 3-2017: "Niederlassung? Ja bitte"

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Pressemeldungen 2017

KV Hessen kritisiert Äußerungen zum Bereitschaftsdienst: „Realitätsfremd und interessensgesteuert“

05.05.2017

Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen hat heute in Frankfurt aufs Schärfste die Kritik zurückgewiesen, die der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes im Wetteraukreis, Dr. Reinhold Merbs, gegenüber der Frankfurter Neuen Presse in einem Gespräch mit der FDP Kreistagsfraktion des Wetteraukreises geäußert hatte.

„Dr. Merbs reitet den toten Gaul, der in der Reform des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes in Hessen den Grund für eine steigende Inanspruchnahme des Rettungsdienstes sieht. Das ist falsch. Für diese Behauptung, die nicht neu ist, fehlt jeder Beleg. Vielmehr zeigt ein Blick um uns herum – und auch ins benachbarte Ausland –, dass die Inanspruchnahme von Rettungsdiensten generell ansteigt. Und das seit Jahren. In Hessen, aber auch außerhalb Hessens und sogar im Ausland. Ganz unabhängig davon, ob es eine Versorgungsstruktur wie den Ärztlichen Bereitschaftsdienst überhaupt gibt oder er reformiert wurde“, erklärten dazu heute die Vorstandsvorsitzenden der KV Hessen, Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke.

„Als ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes eines Landkreises müsste er zudem wissen, dass 2013 von der Bundesärztekammer der Indikationskatalog für einen Notarzteinsatz ausgeweitet wurde. Dies führt logischerweise zu mehr Notarzteinsätzen. Und wenn Dr. Merbs weitere Einflussfaktoren wie den demographischen Wandel und eine veränderte Anspruchshaltung der Bevölkerung unerwähnt lässt, macht er dies offensichtlich bewusst. Vielleicht tut er dies, weil es im hessischen Rettungsdienst insgesamt 25 Leitstellen in Trägerschaft der Landkreise gibt. Jede Leitstelle agiert autonom und kocht ihr eigenes Süppchen, die Versorgungsniveaus könnten unterschiedlicher nicht sein. Nötig wären jetzt Bestrebungen, diese anachronistischen Versorgungsstrukturen zu vereinheitlichen und zentral zu organisieren. Mit dem Ärztlichen Bereitschaftsdienst in Hessen gibt es hingegen ein stabil funktionierendes, flächendeckendes Versorgungsangebot für die Bevölkerung, das den Anforderungen an eine Patientenversorgung nach den Vorgaben des Wirtschaftlichkeitsgebotes im Sozialgesetzbuch entspricht. Es ist zudem ein offenes Geheimnis, dass im Rettungsdienst zu einem erheblichen Anteil Fahrten durchgeführt werden, die keinen Rettungseinsatz erfordern. Dr. Merbs sollte seine Energie darauf verwenden, diese teure Fehlallokation zu beheben, anstatt durch Falschmeldungen ein gut funktionierendes System wie den Ärztlichen Bereitschaftsdienst zu diskreditieren.“

Die KV Hessen hatte in den Jahren 2014 und 2015 den Ärztlichen Bereitschaftsdienst reformiert und zukunftsfähig gemacht. Aus einem Versorgungsflickenteppich mit zahlreichen Kleinstbereichen entstand ein neuer Ärztlicher Bereitschaftsdienst mit Präsenzpraxen und einem Hausbesuchsdienst, in dem die Dienstbelastung der Ärzte und die Entfernungen für die Patienten vereinheitlicht wurden. Damit wurde ein Haupthindernis gegen eine Niederlassung im ländlichen Raum, nämlich die oft hohen Dienstbelastungen, beseitigt. Weitere Informationen zum Ärztlichen Bereitschaftsdienst in Hessen sind zu finden unter www.bereitschaftsdienst-hessen.de.

Des Weiteren hat die KV Hessen mit einer App ein Angebot zur schnellen Orientierung im Bereitschaftsdienst geschaffen. Über eine Kartenansicht finden die Nutzer die nächstgelegenen ÄBD-Zentralen mit Anschrift und Öffnungszeiten. Sie können sich dorthin navigieren oder telefonisch mit dem ÄBD verbinden lassen. Auch die nächste Notdienst-Apotheke wird angezeigt. Die kostenlose App ist im AppStore über den Suchbegriff „ÄBD Hessen“ zu finden.

Hinweis an die Redaktionen:

Bei Fragen und Interviewwünschen wenden Sie sich an die Abteilung Kommunikation der KV Hessen, Karl Matthias Roth, Telefon 069 24741-6995, Petra Bendrich, Telefon 069 24741-6988, Telefax 069 24741-68818, E-Mail: presse(at)kvhessen.LÖSCHEN.de.


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