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Petra Bendrich,
Kommunikation,
stellv. Pressesprecherin

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Pressemeldungen 2017

„Lass dich nieder – nur nicht in Hessen!“

21.07.2017

KV Hessen erneuert Kritik an Krankenkassen

Frankfurt, 21.07.2017 – Drei Wochen nach dem Scheitern der Honorarverhandlungen hat der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen seine scharfe Kritik an den Krankenkassen erneuert. In der Tat bestätigt der gerade erschienene Honorarbericht 2/2015 der Kassenärztlichen Bundesvereinigung diese Einschätzung und weist beispielsweise die hessischen Fachärzte mit Platz 17 beim Honorarumsatz auf dem vorletzten Platz der „Bundesliga-Tabelle“ der Länder-KVen aus. Hessen ist in Bezug auf fachärztliches Honorar mit Berlin zusammen Schlusslicht in Deutschland. Zu den Spitzenreitern fehlen fast 40 Prozent.

Dazu erklärten die Vorstandsvorsitzenden der KVH, Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke, heute in Frankfurt: „Wir bekommen in den Beratungsgesprächen zur Niederlassung vermehrt die Frage danach gestellt, warum man sich denn noch in Hessen niederlassen solle? Und tatsächlich gehen uns – zumindest was das Honorar angeht – nun mehr und mehr die Argumente aus.

Während sich der fachärztliche Umsatz insgesamt, wie die KBV-Analyse zeigt, ohnehin schon am Tabellenende einpendelt, sollen die in Hessen seit einigen Jahren zum Glück noch angemessen honorierten Leistungen des ambulanten Operierens, deren Begleitleistungen sowie besonders förderwürdige Leistungen nun ebenfalls dem Rotstift der Krankenkassen zum Opfer fallen. Ohne diese Leistungen wäre Hessen bereits heute weit unterhalb des Berliner Niveaus. Die förderungswürdigen Leistungen bei Haus- und Fachärzten sind bereits von den Kassen vorsorglich gestrichen worden. Insofern hat sich die dramatische Situation von 2015 noch einmal verschärft. Damit sind jetzt gerade grundversorgende Fachärzte verschiedenster Couleur in ihrer Existenz bedroht, vom Neurologen über den Urologen bis zum Augenarzt. Von der Attraktivität einer fachärztlichen Neuniederlassung oder Praxisübernahme ganz zu schweigen.

Finanzmittel, mit denen die KV Hessen helfen könnte, sind nicht vorhanden. Stattdessen liegen Beiträge in Milliardenhöhe bei den Krankenkassen brach herum, für die sich die Kassen im Moment wohl ausdenken, was man sich in allererster Linie selber Gutes damit tun kann.

Doch auch die hausärztliche Ebene wird in Hessen in Sachen Honorar bedroht. Denn die Streichung förderungswürdiger Leistungen, wie Hausbesuche bei Senioren, betrifft Hausärzte in gleichem Maß wie Fachärzte. Und in Zeiten, in denen hausärztliches Honorar wie in Hessen noch immer quotiert wird – also nicht alle abgerechneten Leistungen auch in vollem Umfang bezahlt werden können – entpuppen sich die Planspiele der Kassenseite als das, was sie sind: als unverantwortliche Geisterfahrt in Sachen Versorgung.

Und was bietet Hessen? Die vermeintlich vorbildliche und hochattraktive „Work-Life-Balance“, die Ärzte und Psychotherapeuten nach Hessen strömen lässt und für alle Honorareinbußen entschädigt? Diese wurde kürzlich in einer Antwort im hessischen Landtag hervorgehoben und von einer Regionalzeitung den Lesern sogar als angeblich einzig wahre Motivation, sich niederzulassen, verkauft. Nun, diese Ärzte und Ärztinnen sind jedenfalls weder bei der KV Hessen noch in den ländlichen Regionen Hessens aufgetaucht. Also, weit gefehlt: wenn in anderen Bundesländern mit 30 Prozent weniger Arbeitsaufwand der gleiche Umsatz und damit sogar ein höherer Gewinn erzielt werden kann, spiegeln sich darin wohl die realen Verhältnisse in Bezug auf die Lebensqualität wider. Konkret heißt das, dass da wo ein Arzt in Hessen 42 Stunden arbeiten muss, in anderen Bundesländern 30 Stunden reichen. So sieht Work-Life-Balance aus. Und da helfen auch keine Hochglanzprospekte von der Bergstraße oder vom Edersee. Für Hessen gilt: ‘Viel Work, wenig Balance und noch weniger Life’. Und das ist für die ambulante Versorgung in Hessen eine Katastrophe.“

Hinweis an die Redaktionen:

Bei Fragen und Interviewwünschen wenden Sie sich an die Abteilung Kommunikation der KV Hessen, Karl Matthias Roth, Telefon 069 24741-6995, Petra Bendrich, Telefon 069 24741-6988, Telefax 069 24741-68818, E-Mail: presse(at)kvhessen.LÖSCHEN.de.


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