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Petra Bendrich,
Kommunikation,
stellv. Pressesprecherin

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Pressemeldungen 2017

Gemeinsame Pressemeldung - Hessisches Modellprojekt:

13.10.2017

Versorgung ambulanter und stationärer Notfallpatienten über eine gemeinsame Anmeldung steuern: Schneller und passgenauer

Hessisches Gesundheitsministerium, KV Hessen und Klinikum Frankfurt Höchst starten koordinierte Inanspruchnahme ambulanter und stationärer Notfälle

Frankfurt a.M., 13.10.2017. Patienten aus dem Frankfurter Westen, die dringend einen Arzt außerhalb der geregelten Öffnungszeiten ihrer Arztpraxis benötigen, werden seit dem 1. Oktober im Rahmen eines integrierten Notfallzentrums in einer Zentrale des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes der KV Hessen versorgt, die direkt in das Klinikum Frankfurt Höchst integriert ist. Dies ermöglicht den behandelnden Ärzten eine noch engere Zusammenarbeit und fördert eine bedarfsgerechte sektorübergreifende Behandlung der Patienten mit kurzen Wegen. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration fördert dieses hessenweite Modellprojekt über zwei Jahre. Durch das Pilotprojekt wird die Kooperation insbesondere zwischen den niedergelassenen, im ÄBD-tätigen Vertragsärzten und den vor Ort tätigen angestellten Ärzten des Krankenhauses verbessert. Zur Leitung der Patientenströme in die dem Behandlungsbedarf angemessene Versorgungsstruktur haben die Vertrags­partner eine gemeinsame Anmeldung mit Portalfunktion, eine s.g. Triage, eingerichtet.

Der Hessische Gesundheitsminister, Stefan Grüttner, betont: „Dieses Modell ist deshalb so bedeutsam, weil es helfen wird, die noch bestehenden Grenzen zwischen den verschiedenen Versorgungssektoren im Interesse des Patienten zu überwinden. Schwerwiegende Notfälle können somit unmittelbar vom Klinikarzt versorgt werden, während ‚Tür an Tür‘ der ambulante Bereitschaftsdienst die Behandlung leichterer Erkrankungen wie etwa grippaler Infekte oder Magenverstimmungen übernimmt – und das alles unter einem Dach. Damit soll eine schnellere und passgenauere Behandlung unterschiedlichster Fälle durch eine bessere Zuordnung möglich werden. Ich bin auf die Ergebnisse und Erfahrungen des Modellprojektes gespannt und hoffe, dass wir diese weitergehend nutzbar machen können für Hessens Patientinnen und Patienten.“

Frankfurts Gesundheitsdezernent Stefan Majer betont: „Ich begrüße sehr, dass die Kassenärzte zur besseren Versorgung von Notfallpatienten insgesamt enger mit den Krankenhäusern zusammenarbeiten wollen, und freue mich, dass wir über diesen Weg insbesondere dem Wunsch der Bürgerinnen und Bürger aus den westlichen Stadtteilen für eine wohnortnahe ambulante Notfallversorgung entgegen kommen und gerade am Klinikum Frankfurt Höchst die neue Ära der Einrichtung sektorübergreifender Anlaufstellen für die Notfallversorgung in den Kliniken beginnen kann. Dies ist ein Gewinn für alle Beteiligten, in erster Linie für die Patientinnen und Patienten, aber auch für die an der Notfallversorgung beteiligten Ärztinnen und Ärzte sowie Schwestern und Pfleger“. Der besondere Dank des Stadtrates Majer geht an das Hessische Gesundheitsministerium, dass diese neue Versorgungsform fördert.

„Basis dieser  integrierten Versorgungsform  sind gemeinsam erarbeitete Empfehlungen, die ermöglichen sollen, schwerkranke Patienten direkt zu erfassen und eine umgehende Behandlung einzuleiten, während weniger schwerwiegende Fälle, die auch ambulant behandelt werden können, zukünftig direkt dem Bereitschaftsdienst am Klinikum zugeleitet werden. In regelmäßig stattfindenden Qualitätszirkeln soll die innerärztliche, sektorübergreifende Zusammenarbeit weiterentwickelt werden“, sagt Dr. med. Dr. Eckhard Starke, stellv. Vorstandsvorsitzender der KV Hessen. Für die Behandlung der ambulanten Notfälle sind separate Behandlungsräume sowie ein gemeinsamer Anmelde- und Wartebereich innerhalb der Zentralen Notaufnahme am Klinikum Frankfurt Höchst eingerichtet. Die erstmalige direkte Integration der Räumlichkeiten einer ÄBD Zentrale in eine Notaufnahme ist eine weitere Maßnahme zur Optimierung der Abläufe im Rahmen einer „koordinierten Inanspruchnahme der Notfallversorgung“. In der ÄBD Zentrale stellen niedergelassene Ärzte aus der Region den ambulanten Bereitschaftsdienst sicher. Die Praxis wird von der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen betrieben.

Die ÄBD-Zentrale und die Notfallaufnahme des Klinikums haben einen gemeinsamen Eingangsbereich mit einer gemeinsamen Patientenanmeldung. "Dort wird der Patient, entsprechend seines Krankheitsbildes, in die für ihn richtige Versorgungsebene gelotst - in die ÄBD-Zentrale oder eben in die Zentrale Notaufnahme des Klinikums. Der ÄBD erhält über diesen Weg aber auch die Möglichkeit, bei Bedarf unmittelbare Unterstützung von Fachärzten des Klinikums zu erhalten“, so Dr. Dorothea Dreizehnter, Geschäftsführerin des Klinikums Frankfurt Höchst. Für die Steuerung der Patienten wurde von den ambulanten Vertragsärzten und den Klinikärzten ein gemeinsamer Leitfaden entwickelt, der dem qualifizierten medizinischen Fachpersonal als verbindlicher Handlungsrahmen dient. Die Kriterien werden nach Bedarf und medizinischer Einschätzung fortlaufend weiterentwickelt.

Die ÄBD-Zentrale am Klinikum Frankfurt Höchst ist montags, dienstags und donnerstags von 19 Uhr bis 0 Uhr besetzt, mittwochs und freitags von 14 Uhr bis 0 Uhr; samstags, sonntags sowie an gesetzlichen Feiertagen von 9 Uhr bis 0 Uhr.

Bisher suchen rund 50.000 Patienten pro Jahr allein die Zentrale Notaufnahme am Klinikum Frankfurt Höchst auf. Für den Bereich der kinderärztlichen Notfallversorgung gibt es bereits eine gemeinsame Versorgung am Klinikum Frankfurt Höchst mit der KV Hessen.

Über die KV Hessen

In jedem Bundesland gibt es eine Kassenärztliche Vereinigung. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen hat ihren Hauptsitz in Frankfurt am Main, regionale BeratungsCenter befinden sich in Darmstadt, Gießen, Kassel und Wiesbaden. In ganz Hessen kümmern sich mehr als 9.500 Haus- und Fachärzte darum, dass es Ihnen so gut wie möglich geht. Hinzu kommen rund 2.000 niedergelassene Psychotherapeuten. Neben einer möglichst gleichmäßigen Verteilung der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten ist die KVH dafür zuständig, die Interessen ihrer Mitglieder gegenüber den Krankenkassen, der Politik und der Öffentlichkeit zu vertreten.

Über das Klinikum Frankfurt Höchst

Das Klinikum Frankfurt Höchst ist ein leistungsstarker Maximalversorger im größten kommunalen Klinikverbund der Region, der Kliniken Frankfurt Main-Taunus GmbH. In den 22 Kliniken, Instituten und Fachabteilungen werden allein am Standort Frankfurt Höchst jährlich über 36.000 stationäre und 80.000 ambulante Patienten versorgt. Über 2.000 Mitarbeiter setzen sich täglich mit modernster Diagnostik und Therapie für die Gesundheit der uns anvertrauten Patienten ein. Fünf Schulen für pflegerische und nichtärztliche medizinische Fachberufe leisten einen wichtigen Beitrag zum Ausbildungsangebot in der Region. Ein Ersatzneubau wird bis 2019 errichtet. Mehr Informationen zu den medizinischen Zentren im Internet unter www.KlinikumFrankfurt.de.


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