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Petra Bendrich,
Kommunikation,
stellv. Pressesprecherin

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Titelthema der Ausgabe 6-2017: "Im Dialog mit der KV"

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Pressemeldungen 2017

„Aktionsbündnis für das ländliche Hessen“:

12.12.2017

KV Hessen fordert gemeinsame Anstrengungen der im hessischen Landtag vertretenen Parteien

 

Frankfurt, 12.12.2017 – Mit einem eindringlichen Appell an alle im hessischen Landtag vertretenen Parteien haben die Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke, heute in Frankfurt ihre Ideen für ein „Aktionsbündnis für das ländliche Hessen“ vorgestellt:

„Wir glauben, dass wir längst über den Punkt hinaus sind, an dem eine Institution wie eine Kassenärztliche Vereinigung das Problem der Sicherung der ambulanten medizinischen Versorgung allein bewältigen kann. Dafür sind die Einflussfaktoren zu vielfältig und an vielen Stellen von der KV auch nicht oder nur geringfügig beeinflussbar. Die KV hat zum Beispiel keinen Einfluss auf die Anzahl der Medizinstudenten, sie kann nicht beeinflussen, dass immer mehr Medizinerinnen ‘nur’ in Teilzeit arbeiten wollen oder immer noch viele ärztliche Ressourcen in Kliniken ‘verbrannt’ werden, die schon längst hätten geschlossen werden müssen. Dabei nehmen wir bewusst das ländliche Hessen in den Fokus: Dort, wo kein Metzger, kein Bäcker und keine Bank mehr ist und der Breitbandausbau hinterherhinkt, ist auch die ärztliche Versorgung ein großes Problem. Wir brauchen deshalb dringend über den Hessischen Pakt hinaus ein Forum, in dem wir auf Augenhöhe über die Zusammenhänge und mögliche Lösungswege diskutieren – und sie dann konkret angehen. Schuldzuweisungen und Insellösungen bringen uns nicht mehr weiter, wir müssen das Problem der ambulanten Versorgung als das begreifen, was es ist: ein zentrales Thema der Daseinsvorsorge, das Ärzte, Politik, Kostenträger und viele andere Player mehr nur gemeinsam lösen können.

Das Aktionsbündnis sollte sich aus unserer Sicht vorranging mit den folgenden Schwerpunkten befassen:

  1. Wir fordern das Ende der Zentralisierungen von Behörden und deren gezielte Verlagerung in ländliche Gebiete. Dies führt dazu, dass dort wieder qualifizierte Arbeitsplätze entstehen und Lebenspartner von Ärztinnen oder Ärzten eine Berufsperspektive auch in ländlichen Regionen erhalten.

  2. Wir fordern die Politik auf, eine angemessene und bedarfsgerechte Versorgung im öffentlichen Personennahverkehr sicherzustellen, um so der Bevölkerung den Zugang zu medizinischer Versorgung zu ermöglichen.

  3. Wir fordern einen Vorrang für die ländlichen Regionen bei der Digitalisierung. Land und Kommunen sind aufgefordert, den Breitbandausbau auf dem Land energisch voranzutreiben, um so den Rückstand abzubauen und sinnvolle digitale Anwendungen wie die elektronische Patientenakte endlich flächendeckend über eine standardisierte Telematik-Infrastruktur nutzen zu können.

  4. Wir fordern spürbare Investitionen in die Bildungsinfrastruktur auf dem Land. Ein gutes und vielfältiges Bildungs- und Erziehungsangebot ist ein Schlüsselfaktor für die Attraktivität ländlicher Regionen.

  5. Wir fordern extrabudgetäre Zuschläge für Landärzte und Ärzte in sozial benachteiligten städtischen Regionen, die von der Politik zu verankern und von den Krankenkassen zu zahlen sind.

  6. Wir fordern wirtschaftliche Sicherheit, mindestens für die in der wohnortnahen, haus- und fachärztlichen Grundversorgung tätigen Ärztinnen und Ärzte durch Wegfall der Honorarbudgets, Abschaffung von Wirtschaftlichkeits- und Arzneimittelregressen.

  7. Wir fordern Betriebskostenzuschläge für Ärztinnen und Ärzte, die zwar in urbanen Zentren wohnen, ihre Praxen aber auf dem Land führen. So wird es auch für jüngere Mediziner attraktiv, die Praxis auf dem Land und das Wohnen in der Stadt zu vereinbaren.

  8. Wir fordern, dass ärztliche Leistungen auch in Zukunft weiter von Ärzten erbracht werden. Den Physician Assistant, der derzeit als Hilfsarzt fürs Land etabliert werden soll, lehnen wir ab. Vielmehr gilt es, qualifiziertes Assistenzpersonal und Pflegekräfte, die unter Supervision tätig sind, wie zum Beispiel im erfolgreichen Modell der VERAH (Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis), weiter zu stärken.

  9. Wir fordern, die Versorgungspyramide mit der haus- und der gestuften fachärztlichen Versorgung als Basis und Mittelbau sowie der klinischen Medizin an der Spitze wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen. Krankenhäuser, die Mindesteingriffszahlen nicht erfüllen, sind sowohl finanziell als auch qualitativ nicht mehr tragbar. Vielmehr sind Praxiskliniken die beste Alternative, um eine qualitativ hochwertige ärztliche Versorgung auch zukünftig in ländlichen Regionen sicherstellen zu können.

  10. Wir fordern zur Steuerung von Patienten die Einführung von Zuzahlungen in den Fällen, in denen Patienten ohne vorherigen Kontakt zum ambulanten System oder ohne Indikation als Notfall die Notfallambulanzen der Krankenhäuser aufsuchen.

  11. Wir fordern den Gesetzgeber auf, den Ausbildungseinrichtungen für Mediziner den klaren Arbeitsauftrag zu geben, Medizinerausbildung für die ambulante Versorgung verpflichtend in die Ausbildungsstrukturen aufzunehmen.

  12. Und wir fordern die hessische Landesregierung auf, die im Hessischen Pakt 2.0 vorgesehenen sektorenübergreifenden Versorgungsatlanten erstellen und veröffentlichen zu lassen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil für eine konsistente Analyse und Planung der hessischen Gesundheitsversorgung.“

Hinweis an die Redaktionen:

Bei Fragen und Interviewwünschen wenden Sie sich an die Abteilung Kommunikation der KV Hessen, Karl Matthias Roth, Telefon 069 24741-6995, Petra Bendrich, Telefon 069 24741-6988, Telefax 069 24741-68818, E-Mail: presse(at)kvhessen.LÖSCHEN.de.


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