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Liebe Journalisten, wer gehört werden will, muss sein Gegenüber kennen. Wir verstehen uns als Kommunikations-Manager. Mitglieder erwarten von uns andere Informationen als Kollegen oder Medienvertreter. Daher schreiben wir zielgruppengerecht in „Auf den Punkt“, für die interne Kommunikation oder für Tageszeitungen und andere Medien.

Petra Bendrich,
Kommunikation,
stellv. Pressesprecherin

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Pressemeldungen 2016

KVH-Vorstand zu Klinikeinweisungen

26.10.2016

Hessens KV-Chef Frank Dastych: „Baums Aussagen belegen Realitätsverlust bei der Deutschen Krankenhausgesellschaft“

Frankfurt, 26.10.2016 – Mit klaren Worten haben sich heute Hessens KV-Vorstände Frank Dastych und Dr. Günter Haas in die am Wochenende begonnene Diskussion um überflüssige Einweisungen von Notfallpatienten in Krankenhäusern eingeschaltet. „Mit seiner Behauptung, es gebe in deutschen Krankenhäusern nicht eine überflüssige stationäre Aufnahme, belegt Herr Baum eindrucksvoll nach dem Märchen über die Kosten von sogenannten Notfallbehandlungen, wie dramatisch der Realitätsverlust bei der Deutschen Krankenhausgesellschaft vorangeschritten ist“, so Dastych und Haas heute in Frankfurt.

„Es liegt doch auf der Hand – und wird im Übrigen von zahlreichen Krankenhausärzten und durch das, was Vertragsärzte tagtäglich in ihren Praxen erleben, bestätigt – dass vor allem verunsicherte, ältere Menschen in vielen Fällen von Klinikaufenthalten überzeugt werden, die medizinisch gar nicht nötig sind. Und durch die sattsam bekannten prekären hygienischen Verhältnisse in den deutschen Krankenhäusern droht gerade diesen Patienten höchste Gefahr, sich dort mit einem multiresistenten Erreger anzustecken. Und dies wohlgemerkt auch bei Patienten, die nicht noch zusätzlich „unbedingt erforderliche“ Operationen oder sonstige invasive Eingriffe erdulden müssen. Hier stehen also vor allem wirtschaftliche Belange und vernünftige Finanzergebnisse der Kliniken im Vordergrund, von einer an den medizinischen Bedürfnissen orientierten Versorgung haben sich die Kliniken doch in der Regel bereits verabschiedet.

Herrn Baum geht es offensichtlich vor allem darum, die erwiesener Maßen viel zu hohe Zahl von Krankenhäusern auf Biegen und Brechen und in erster Linie auf Kosten der Patienten zu erhalten – egal wie.

Die Gesundheitspolitik muss hier endlich handeln und die Zahl, Art und insbesondere die Mindestgröße der Krankenhäuser nach sinnvollen medizinischen und ökonomischen Kriterien regeln. Dänemark ist hier definitv ein Vorbild. Wenn man ein Krankenhaus für rund 250.000 Menschen vorhält, dann stimmen dort dann auch die Qualität, die Ausstattung und die Arbeitsbedingungen. Welche Folgen dagegen eine Krankenhauslandschaft mit Hunderten von Minikrankenhäusern in prekärer finanzieller Situation hat, kann man doch täglich der Presse entnehmen. Das sollte Herr Baum endlich einmal zur Kenntnis nehmen. Hygieneprobleme, überflüssige Operationen, unnötige stationäre Behandlungen, Behandlungsfehler, unerträgliche Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte. Als Patient muss man daher im wahrsten Sinne des Wortes kerngesund sein, wenn man so einen Krankenhausaufenthalt überleben will.“

Hinweis an die Redaktion:

Bei Fragen und Interviewwünschen wenden Sie sich an die Abteilung Kommunikation der KV Hessen, Karl Matthias Roth, Telefon 069 24741-6995, Petra Bendrich, Telefon 069 24741-6988, Telefax 069 24741-68818, E-Mail: presse(at)kvhessen.LÖSCHEN.de.


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