Coronavirus: FAQ für die Praxis

Alle häufig gestellten Fragen rund um den Umgang mit dem Coronavirus in der Praxis beantwortet die KVH für ihre Mitglieder auf dieser Seite.

Lesen Sie alles oder springen Sie direkt zu Fragen und Antworten rund um: 

  1. Abrechnung
  2. ÄBD Hessen
  3. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU)
  4. Meldepflicht
  5. Praxisschließung
  6. Psychotherapie
  7. Schutz
  8. Testung & Proben
  9. Sonstige

Abrechnung

Ja, die Schlüsselnummer

  • U07.1! verwenden Ärzte für COVID-19-Fälle, bei denen das Virus SARS-CoV-2 durch Labortest nachgewiesen wurde.
  • U07.2! geben sie an für COVID-19-Fälle, bei denen SARS-CoV-2 nicht durch Labortest nachgewiesen, sondern die Infektion klinisch-epidemiologisch bestätigt wurde.

So lassen sich durch Labortest gesicherte COVID-19-Infektionen von klinisch-epidemiologisch diagnostizierten abgrenzen. Bitte für die Kriterien der klinisch-epidemiologischen Bestätigung unbedingt die Falldefinition des RKI beachten, die ständig angepasst wird. Da es sich um eine Ausrufezeichenschlüsselnummer handelt, darf die Schlüsselnummer nicht alleine verwendet werden, sondern nur zusätzlich zu einem Primärkode.

Beispiele für die Verwendung in der Abrechnung und bei der AU

Ärzte kennzeichnen die im Zusammenhang mit dem klinischen Verdacht beziehungsweise der nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus erforderlichen Fälle unbedingt mit „88240“.

Neu seit 1. April 2020: Ärzte dokumentieren die Kennzeichnung 88240 an allen Tagen, an denen sie Patienten wegen des klinischen Verdachts oder einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) behandeln.

Diese Kennzeichnung wird wie eine GOP in der Abrechnung angegeben und wird benötigt, um den im Zusammenhang mit dem Coronavirus anfallenden, zusätzlichen Behandlungsbedarf zu dokumentieren und gegenüber den Krankenkassen in Rechnung stellen zu können. Sowohl die veranlassenden Ärzte als auch die Laborärzte geben bitte unbedingt die 88240 in ihrer Abrechnung an. Veranlassende Ärzte auch dann, wenn die Terminservicestelle (Patientenservice 116117) die Patienten vermittelt oder die Patienten über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (ÄBD) versorgt werden.

Weitere Informationen

Veranlassende Ärzte geben die Kennnummer 32006 –  Erkrankungen oder Verdacht auf Erkrankungen, bei denen eine gesetzliche Meldepflicht besteht oder Mukoviszidose –  wie eine GOP an, wenn sie die RT-PCR Untersuchung in Auftrag geben. Über Kennnummern werden bestimmte Laborleistungen von der Anrechnung auf die Kosten der erbrachten, bezogenen und veranlassten Laboruntersuchungen befreit. Der Wirtschaftlichkeitsbonus (WiBo) auf diesen Fällen bleibt erhalten.

Nur Fachärzte für Laboratoriumsmedizin oder für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie, die über eine Genehmigung verfügen, können die neue GOP 32816 – Nukleinsäurenachweis des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) mittels RT-PCR einschließlich eines Bestätigungstestes bei Reaktivität im Suchtest (Befundmitteilung innerhalb von 24 Stunden nach Materialeinsendung) – abrechnen. Wenn die genannten Fachgruppen bereits eine Genehmigung für Speziallabor besitzen, können sie die GOP 32816 automatisch abrechnen.

Die Leistung wird zunächst extrabudgetär vergütet und ist mit 59 Euro bewertet.

Ärzte und Psychotherapeuten können ihre Patienten ab dem 1. April 2020 bis auf weiteres ohne Mengenbegrenzungen per Video versorgen. Die Mengenbegrenzung auf 20 Prozent bei einzelnen Leistungen als auch bei Fällen mit reinem Videokontakt ist vorübergehend aufgehoben (für Leistungen, die im zweiten Quartal 2020 erbracht werden). Das bedeutet: Ärzte können ihre Patienten ab dem 1. April bei allen Indikationen per Video versorgen, auch wenn der Patient zuvor noch nie in der Praxis war.

Psychotherapeuten beachten bitte, dass ein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt zur Eingangsdiagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung vorangehen muss. Sie dürfen dann bestimmte Leistungen per Video durchführen.

Ärzte und Psychotherapeuten melden der KVH ihren zertifizierten Videodienstanbieter. Die KVH hat ihren Mitgliedern alles rund um die Videosprechstunde leicht verständlich aufbereitet.

Dies ist möglich, zunächst befristet bis zum 19. April 2020.

Weitere Informationen

Wenn eine Häufung von Hausbesuchen durch Corona bedingt ist, kann dies durch die entsprechende Kennzeichnung der Fälle (88240) begründet werden. Bereits im Vorfeld kann eine Information über die Abweichung und deren Begründung per E-Mail an PLAUSIBILITAETSPRUEFUNG(at)KVHESSEN(.)DE  gemeldet werden.

ÄBD

Bei einem Anruf in der Dispozentrale (116117) entscheidet diese in Zusammenarbeit mit dem Arzt, ob ein Test notwendig ist. Erscheint der Patient persönlich in der Zentrale, entscheidet der ÄBD-Arzt, ob eine Testung des Patienten auf Corona notwendig ist. Bei einem meldepflichtigen Fall (laut RKI) ist das Gesundheitsamt zu kontaktieren und das weitere Vorgehen zu besprechen. Denkbar wäre beispielsweise, dass der Patient unter Quarantäne gestellt wird, bis eine Testung möglich ist. Achtung: Klinisch gesunde Patienten sind nicht meldepflichtig, das Gesundheitsamt wird in diesen Fällen nicht tätig.

Abstriche sollen möglichst nur noch in den hierfür eingerichteten COVID-Koordinierungscentern erfolgen. Am Wochenende und nachts werden klinisch stabile Patienten an die 116117 verwiesen, um sie in die Zentren zu steuern. Klinisch kritische Fälle mit Verdacht gemäß RKI sollen mit dem Gesundheitsamt abgestimmt werden. Bei vorhandener Schutzausrüstung kann im Einzelfall ein Abstrich entnommen werden.

Hier muss vor Ort im Einzelfall eine Entscheidung getroffen werden.

Der veranlassende ÄBD-Arzt ist aufgrund der Dauer der Testung voraussichtlich nicht mehr im Dienst. Ein positiver Befund wird von den Laboren an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet, das dann tätig wird.

In den COVID-Koordinierungscentern wird eine AU für bis zu zwei Tage (bis zum voraussichtlichen Erhalt des Testergebnisses) ausgestellt. Der Patient wird sowohl bei positivem als auch bei negativem Ergebnis durch das Gesundheitsamt informiert.

Die Isolation erfolgt laut Hygienevorschrift.

Schutzausrüstung wurde für den ÄBD zentral bestellt und ausgeliefert.

Die Abstimmung erfolgt zwischen Koordinatoren/Regionalleitern und Obleuten. Das nichtärztliche Praxispersonal wird über den Arbeitgeber, die KVH, informiert.

Im Idealfall erfolgt ein Besuch der Patienten, da die komplette Schutzausrüstung nur zwingend bei der Abstrichentnahme erforderlich ist. Zur anamnestischen Abklärung sind Mundschutz und Handschuhe ausreichend.

Es sind keine besonderen Vorkehrungen zu treffen, kontaminierter Müll kann wie üblich entsorgt werden (wie beispielsweise bei Grippe).

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU)

Die Ausstellung erfolgt nach AU-Richtlinie: Klinisch gesunde, aber positiv getestete Personen erhalten keine AU, sondern werden unter Quarantäne gestellt und erhalten gegebenenfalls ein Tätigkeitsverbot durch das Gesundheitsamt. Arbeitnehmer erhalten weiterhin ihren Lohn/Gehalt, der Ausfall für den Arbeitgeber wird von der öffentlichen Hand übernommen. Dies gilt auch für asymptomatische Personen, die als Kontaktperson identifiziert wurden.

Die COVID-Koordinierungscenter stellen eine AU bis zum Erhalt des Testergebnisses aus (höchstens zwei Tage).

Vertragsärzte dürfen Patienten ab sofort bis zu 14 Tage am Telefon krankschreiben. Voraussetzung ist, dass es sich um eine leichte Erkrankung der oberen Atemwege handelt. In solchen Fällen ist die telefonische AU auch möglich, wenn der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht. Damit können Patienten im Verdachtsfall zu Hause bleiben und müssen nicht wegen der bloßen Attestierung einer Arbeitsunfähigkeit extra in die Praxis kommen. Gleichzeitig soll das Risiko für eine Ausbreitung des Virus' reduziert werden.

Diese Sonderregelung gilt seit dem 9. März 2020, befristet bis 23. Juni 2020.

Weitere Informationen

Versichertenstammdaten erfassen: Wenn der Patient
  • bereits in dem Quartal in der Praxis war, ist die eGK eingelesen und die Versichertendaten liegen vor.
  • bekannt ist, aber in dem jetzigen Quartal noch nicht in der Praxis war, übernimmt die Praxis die Versichertendaten aus dem letzten Quartal.
  • unbekannt ist, erfragt die Praxis die Versichertendaten über das Telefon und trägt sie händisch ein (analog Ersatzverfahren).
Abrechnung: Bei Patienten, die in dem Quartal
  • bereits in der Praxis oder in der Videosprechstunde waren, rechnen Ärzte ihre Versicherten- oder Grundpauschale und die GOP 40122 für das Porto ab.
  • weder in der Praxis noch in der Videosprechstunde waren, rechnen Ärzte die GOP 01435 (Haus-/Fachärztliche Bereitschaftspauschale) und die GOP 40122 für das Porto ab.

Für Arzneimittelrezepte und andere Verordnungen sowie Überweisungen werden Ärzten ab sofort die Portokosten erstattet (GOP 40122). Diese Regelung ist zeitlich befristet bis zum 30. Juni 2020.

Der Versand per Post ist nur bei bekannten Patienten möglich. Als bekannter Patient gilt derjenige, der im laufenden Quartal oder im Vorquartal in der Arztpraxis persönlich vorstellig war.

Aufgrund des steigenden Bedarfs für nicht persönliche Arzt-Patienten-Kontakte im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie hat der Bewertungsausschuss festgelegt, dass den Ärzten die Portokosten für den Versand mit 0,90 Cent erstattet werden: GOP 40122. Da es sich um bekannte Patienten handelt, gilt für das Einlesen der eGK das übliche Verfahren: Findet in einem Quartal ausschließlich ein telefonischer Kontakt statt, übernehmen Ärzte die Versichertendaten aus der Patientenkartei. Die Vorlage der eGK ist in diesem Fall nicht erforderlich.

Um diese Verordnungen geht es

  1. Verordnung einer Krankenbeförderung (Muster 4)
  2. Überweisungen (Muster 6 und 10)
  3. Folgeverordnungen für
    • Arzneimittel (einschließlich BtM-Rezepte)
    • häusliche Krankenpflege (Muster 12)
    • Heilmittel (Muster 13 Physiotherapie und Podologie, Muster 14 Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie, Muster 18 Ergotherapie und Ernährungstherapie)

Wird ein Kind aufgund des Verdachtes auf Corona unter Quarantäne gestellt, erhält die Betreuungsperson kein ärztliches Attest, sondern ein Tätigkeitsverbot durch das Gesundheitsamt. Weist das Kind Symptome auf und muss aufgrund dessen zuhause betreut werden, ist wie üblich zu verfahren (ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes, Muster 21).

Sonstige

Nur in begründeten Ausnahmefällen. Zum einen ist eine Bevorratung derzeit nicht notwendig. Zum anderen würde sie etwaige Engpässe auslösen beziehungsweise verstärken.

 

Ohne Schutzausrüstung ist keine Testung möglich, aber unter Berücksichtigung gängiger Schutzvorschriften kann die Anamnese erhoben und dann im Einzelfall über das weitere Vorgehen entschieden werden.

Ein Arzt darf seine Angestellten keiner infektiösen Situation aussetzen, wenn er sie nicht schützen kann. Für die eigene Person kann der Arzt nach eigenem Ermessen entscheiden.

Können Ärzte ein Schild an der Praxis anbringen, dass alle Patienten grundsätzlich zunächst anrufen sollen und die Türe abschließen und dann nur gezielt Patienten öffnen, die klingeln und erwartet werden?

Ein Hinweisschild zur Steuerung der Patientenströme ist prinzipiell zulässig, auf diesem darf aber die Behandlung fieberhafter Patienten nicht ausgeschlossen werden. Vom Abschließen der Tür ist dringend abzuraten.

In der Schutzimpfungsrichtlinie des G-BA ist leistungsrechtlich vorgegeben, welche Patienten eine Pneumokokkenimmunisierung als Regel- oder Indikationsimpfung erhalten.

Sequenzielle Impfungen sind momentan nicht mehr vorgesehen: Pneumokokken-Impfstoffe sind aktuell nur begrenzt lieferbar. Aufgrund des Lieferengpasses beachten Sie bitte die geänderten Handlungsempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO). Demnach empfiehlt die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (RKI), dass zurzeit prioritär Personen geimpft werden sollten, die ein besonders hohes Risiko für Pneumokokken-Erkrankungen haben (siehe Folgende).

Säuglinge und Kleinkinder bis zum Alter von zwei Jahren

Impfung mit Prevenar 13. Der Pneumokokken-Konjugatimpfstoff Prevenar 13 soll ausschließlich für die Grundimmmunisierung im Säuglingsalter bis zu einem Alter von zwei Jahren verwendet werden. Sollte Prevenar 13 nicht verfügbar sein, kann auf Synflorix (10-valenter Pneumokokken-Konjugatimpfstoff) ausgewichen werden.

Personen mit Immundefizienz, Senioren ab 70 Jahren, Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen (wie Asthma oder COPD)

Für diese drei Personengruppen soll prioritär der Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff Pneumovax 23 verwendet werden.

In den sprechzeitenfreien Zeiten werden Hausbesuche durch den Hausbesuchsdienst des ÄBD übernommen, während der Sprechzeiten übernimmt dies der behandelnde Hausarzt.

Ambulante Operationen finden in Hessen bis auf Weiteres nicht mehr statt, soweit sie elektiver Natur sind. Die Anpassungsverordnung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI), erlassen am 20. März 2020, Artikel 5, § 2, ist für uns eindeutig, auch wenn wir wissen, dass es in anderen Bundesländern (noch) andere Regeln gibt. Honorarverluste sollen durch die Neufassung von Paragraph 87, SGBV, der aktuell in der Kabinettsfassung vorliegt, bis auf 90 Prozent ausgeglichen werden.

Ärzte können Kinder-Früherkennungsuntersuchungen ab der U6 jetzt auch durchführen und abrechnen, wenn die vorgegebenen Untersuchungszeiträume und Toleranzzeiten überschritten sind. Diese werden dann nicht in der Abrechnung gestrichen.

Die Regelung gilt bis zum 30. September 2020.

Meldepflicht

Der Verdacht einer Erkrankung, die Erkrankung sowie der Tod in Bezug auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 unterliegen seit dem 1. Februar 2020 der namentlichen Meldepflicht. Ärzte müssen neben den Fällen mit einer nachgewiesenen Infektion/Erkrankung somit auch begründete Verdachtsfälle ohne labordiagnostischen Nachweis namentlich an das örtliche Gesundheitsamt melden (dies entspricht ungeklärten, wahrscheinlichen oder bestätigten Fällen).

Über ein Tool des Robert Koch Instituts (RKI) können Sie Gesundheitsämter nach Postleitzahl oder Ort suchen und finden.

Eine stationäre Einweisung ist grundsätzlich nur gerechtfertigt, wenn der klinische Zustand des Patienten dies erforderlich macht. Es wird empfohlen, dies unbedingt mit dem Gesundheitsamt abzusprechen. Patienten, die keiner stationären Behandlung bedürfen, bitte nicht an die Notaufnahmen der Krankenhäuser verweisen. Dies würde binnen kurzer Zeit dazu führen, dass klinisch kritische Fälle (auch anderer Indikationen) nicht mehr adäquat versorgt werden können.

Die KVH wird die ÄBD-Zentralen zur Verfügung stellen um COVID-Koordinierungscenter einzurichten. Diese werden selbstverständlich mit Schutzausrüstung ausgestattet. Ziel ist es, Infizierte und potenziell Infizierte an den Arztpraxen vorbeizuführen.

Praxisschließung

Praxen können nur dann geschlossen werden, wenn durch das Gesundheitsamt ein schriftlicher Bescheid mit der Anordnung zur Schließung übermittelt wird. Praxen, die aufgrund einer rein mündlichen Empfehlung schließen, können keinen Anspruch auf Entschädigung geltend machen.

Eine generelle Schließung der Praxis ist aufgrund des Sicherstellungsauftrages nicht möglich.

Ja, aufgrund der Eigenfürsorge sowie der Arbeitgeberfürsorge ist dies möglich. Bei einem begründeten Verdacht auf Corona können die Patienten in ein COVID-Koordinierungscenter geschickt werden.

Ja, im Einzelfall sind Praxisschließungen möglich,  wenn ein Arzt Patienten mit Kontakt zu einem bestätigten Corona-Fall in seiner Praxis behandelt, sofern das Gesundheitsamt dies für angebracht und verhältnismäßig erachtet.

Ärzte haben Anspruch auf Entschädigung, wenn der Praxisbetrieb aus infektionsschutzrechtlichen Gründen untersagt wird (Paragraf 56 Infektionsschutzgesetz). Anspruch haben sowohl Praxisinhaber als auch angestellte Mitarbeiter. In solchen Fällen, können sich Ärzte an das Gesundheitsamt wenden. 

Schutz

Das RKI hat eine Empfehlung mit Hinweisen zur Wiederverwendung von MNS und FFP-Masken herausgegeben, an der Sie sich orientieren können.

Der Bezug von Schutzkleidung über den Sprechstundebedarf (SSB) ist möglich.

Da vielen Lieferanten die Regelung noch nicht bekannt ist, bitte im Notfall per Rechnung beziehen und diese dann bei der Krankenkasse einreichen.

Von der Verwendung ist abzuraten, da Schutzanzüge für Maler und Lackierer nicht für das sichere Ablegen des außen durch Viren kontaminierten Materials konstruiert sind, einem ganz anderen Schutz- und Einsatzzweck dienen und für den medizinischen Bereich weder geprüft noch zugelassen sind. Auch Atemschutzmasken für Maler und Lackierer sind als persönliche Schutzausrüstung für den medizinischen Bereich nicht geeignet. Diese haben ebenfalls einen anderen Schutz- und Einsatzzweck und sind für den medizinischen Bereich weder geprüft noch zugelassen. Sie vermitteln eine falsche Sicherheit und aus der Bereitstellung solcher Masken für Mitarbeiter oder Patienten kann bei möglichen Zwischenfällen (wie einer Infektion) gegebenenfalls eine Schadensersatzklage resultieren.

Nein. Sollte dies im Rahmen eines Transportes erforderlich sein, wird beides vom RTW gestellt.

Testung

Diese Tests liefern kein zuverlässiges Ergebnis (da sie nicht nach Erregern, sondern nach Antikörpern suchen) und werden auch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. 

Der behandelnde Arzt kann die Entscheidung, ob auf Grundlage der Kombination aus klinischem Befund und anamnestischen Hinweisen ein PCR-Test veranlasst wird, grundsätzlich selbst treffen. Wir empfehlen, bei der Entscheidungsfindung unbedingt die vom RKI herausgegebene Orientierungshilfe zu beachten.

Der Test ist seit dem 1. Februar 2020 von Laborärzten mit entsprechender Genehmigung abrechenbar (nur Fachärzte für Laboratoriumsmedizin oder für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie können die Leistung abrechnen). Der Hausarzt kann den Test nicht durchführen, aber die Laboruntersuchung für Patienten, die nach der Definition des RKI einer Risikogruppe angehören, veranlassen. Die Vorgaben zur Kennzeichnung sind zu beachten.

Labore können die GOP 32816 einmal am Tag abrechnen.

Ärzte veranlassen die Laboruntersuchung wie gewohnt auf Muster 10. 

Der behandelnde Arzt kann die Entscheidung, ob auf Grundlage der Kombination aus klinischem Befund und anamnestischen Hinweisen ein PCR-Test veranlasst wird, grundsätzlich selbst treffen. Wir empfehlen, bei der Entscheidungsfindung unbedingt die vom RKI herausgegebene Orientierungshilfe zu beachten.

Unspezifische Allgemeinsymptome oder akute respiratorische Symptome jeder Schwere plus Kontakt zu einem bestätigten Fall bis maximal 14 Tage vor Erkrankungsbeginn oder akute respiratorische Symptome jeder Schwere mit oder ohne Fieber plus einem Aufenthalt in Risikogebieten bis maximal 14 Tage vor Erkrankungsbeginn.

Weitere Informationen

Nein, diese Tests sollen nicht durchgeführt werden. Weder die Beschaffung des Tests noch die Abrechnung der Durchführung ist zulasten der GKV möglich, auch wenn laut Flussschema des RKI eine Influenza-Diagnostik durchgeführt werden soll.

Ärzte veranlassen den Labortest auf SARS-CoV-2 wie gewohnt mit einer Laborüberweisung (Muster 10) bei ihrem Labor. Dieses leitet die Probe in der Regel weiter an ein Labor für virologische Spezialdiagnostik.

Die Kosten für Versand und Verpackung sind in der GOP enthalten und damit Angelegenheit des Labors.

Beispiel: Proben sollten an die niedergelassenen Labore gesendet werden, mit denen bisher zusammengearbeitet wurde. Da die Leiterin der Virologie an der Uni-Klinik Frankfurt, Prof. Dr. Sandra Ciesek, im Rahmen ihrer Ermächtigung über die Genehmigung für EBM Kapitel 32.3 verfügt, würde im Falle einer Beanspruchung über sie abgerechnet werden, analog zu den niedergelassenen Laborärzten.

Aktuell gibt es noch keinen Schnelltest, ergänzend führen auch nur wenige Labore die Testung durch. Deshalb gibt es momentan keine Option, die Testung zu beschleunigen. In der Regel liegt das Ergebnis am Folgetag vor.

Nein, es gibt keine gesetzliche Verpflichtung des Gesundheitsamtes, da dieses keinen Versorgungsauftrag innehat.

Die Testergebnisse sind voraussichtlich am Folgetag, spätestens jedoch am übernächsten Werktag verfügbar.

Die Behandlung positiver Fälle wird aufgrund unseres Sicherstellungsauftrages von dem Hausarzt übernommen. Klinisch gesunde, aber positiv getestete Personen in Quarantäne werden vom zuständigen Gesundheitsamt betreut.

Ja, Ärzte, die nicht Mitglied der KVH sind, aber am ÄBD teilnehmen, können Dienste in den COVID-Koordinierungscentern übernehmen.

Ja, Sicherstellungsassistenten können Dienste in den COVID-Koordinierungscentern übernehmen.

Ja, vorausgesetzt der Patient entscheidet, an welche Apotheke das Rezept geschickt wird. Wenn der Patient in freier Entscheidung den Arzt bittet, das Rezept in die Apotheke seiner Wahl zu senden, ist das möglich. Die Portokosten können nun über die GOP 40122 gegenüber der KVH abgerechnet werden.

Psychotherapie

Psychotherapeutische Sprechstunden und probatorische Sitzungen können (zunächst befristet bis zum 30. Juni 2020) jetzt auch per Video durchgeführt werden. Bitte achten Sie darauf, bei Ihrer Abrechnung die entsprechenden Suffixe anzugeben.

Genehmigte Gruppentherapien können übergangsweise in Einzeltherapien umgewandelt werden ohne gesonderte Antragsstellung bei den Krankenkassen – eine formlose Mitteilung reicht aus.

Dabei gilt: Gruppe 100 Minuten = Einzeltherapie 50 Minuten.

Ärzte und Psychotherapeuten können ihre Patienten ab dem 1. April 2020 bis auf weiteres ohne Mengenbegrenzungen per Video versorgen. Die Mengenbegrenzung auf 20 Prozent bei einzelnen Leistungen als auch bei Fällen mit reinem Videokontakt ist vorübergehend aufgehoben (für Leistungen, die im zweiten Quartal 2020 erbracht werden). Das bedeutet: Ärzte können ihre Patienten ab dem 1. April bei allen Indikationen per Video versorgen, auch wenn der Patient zuvor noch nie in der Praxis war.

Psychotherapeuten beachten bitte, dass ein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt zur Eingangsdiagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung vorangehen muss. Sie dürfen dann bestimmte Leistungen per Video durchführen.

Ärzte und Psychotherapeuten melden der KVH ihren zertifizierten Videodienstanbieter. Die KVH hat ihren Mitgliedern alles rund um die Videosprechstunde leicht verständlich aufbereitet.

Dies ist möglich, zunächst befristet bis zum 19. April 2020.

Weitere Informationen

zuletzt aktualisiert am: 03.04.2020

Tipp: Stichwortsuche

Mit Steuerung F (gleichzeitig Tasten Strg und f drücken) bei Windows und Command F (gleichzeitig Tasten cmd und f drücken) bei Mac können Sie nach Stichworten in Überschriften auf der Seite suchen. In der Regel öffnet sich ein Eingabefeld im Browser, in das Sie den Suchbegriff eingeben können.

PraxisInfo (KBV)

Ansprechpartner

Sollten die Hotline und das Gesundheitsamt nicht ausreichend sein, erreichen KVH-Mitglieder die Corona-Hotline unter 069 24741-7778 sowie unter corona(at)kvhessen(.)de.

Zuständiges Gesundheitsamt finden

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