Coronavirus

Impfstart in den vertragsärztlichen Praxen

Coronavirus: Impfen in den Praxen

Zum 7. April 2021 sind auch die vertragsärztlichen Praxen mit den Impfungen gegen das Coronavirus gestartet. Die KBV gibt Hinweise zur Impfstoffbestellung. Details zur Abrechnung der Impfungen hat die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) für Arztpraxen zusammengefasst.

Bestellmengen für die Wochen vom 17. bis 21 Mai sowie vom 25. bis 30. Mai

Bestellungen für Zweitimpfungen mit BioNTech haben in den letzten zwei Maiwochen Vorrang. 

Ärzte bestellen den Impfstoff immer dienstags bis 12 Uhr bei der Apotheke, bei der sie auch sonst bestellen.

Um sicherzustellen, dass alle Patienten nach sechs Wochen zum zweiten Mal mit BioNTech Pfizer geimpft werden können, wird die Bestellmenge für Zweitimpfungen nicht begrenzt.

Ärzte geben dazu auf dem Zweitimpfstoffrezept für die Woche vom 17. bis 21. Mai möglichst nur die Anzahl der Dosen an, die sie in der Zeit vom 6. bis 11. April verimpft haben. Für die Woche vom 25. bis 30. Mai vermerken sie die Anzahl der Dosen, die sie vom 12. bis 18. April für Erstimpfungen verbraucht haben.

Durch die vorrangige Belieferung der Praxen mit Impfstoff für Zweitimpfungen müssen Ärzte damit rechnen, dass sie in den letzten beiden Maiwochen maximal ein Vial des Herstellers BioNTech/Pfizer für Erstimpfungen erhalten. Welche anderen Impfstoffe in welchen Mengen der Bund zusätzlich bereitstellen wird, steht noch nicht fest. Wir informieren Sie zeitnah, sobald dies der Fall ist. Weitere aktuelle Infos lesen Sie in den PraxisNachrichten der KBV.

Die Bestellung von Impfstoff für Erst- und Zweitimpfungen in Arztpraxen erfolgt künftig auf zwei separaten Rezepten. Damit soll erreicht werden, dass die Belieferung mit Impfstoff für Zweitimpfungen vorrangig erfolgen kann.

Vertragsärzte vermerken auf jeder Verordnung (Muster 16), ob es sich um eine Bestellung für „Erstimpfungen“ oder für „Zweitimpfungen“ handelt. Wie bisher geben sie den Namen des Impfstoffes sowie die Anzahl der Dosen an. 

Für Arztpraxen wird dies – aufgrund der in der Coronavirus-Impfverordnung vorgesehenen Impfabstände – zunächst für Impfungen mit dem Vakzin von BioNTech/Pfizer (Impfabstand sechs Wochen) relevant sein.

In Impfzentren geimpfte Patienten sollen grundsätzlich auch dort die zweite Impfung erhalten. Darauf hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hingewiesen.

Ärzte geben auf dem Rezept (Muster 16) an, ob es sich um eine Bestellung für Erst- oder Zweitimpfungen handelt. Es müssen Impfstoffnamen und die Anzahl der Dosen vermerkt werden.

Die maximale Bestellmenge darf insgesamt nicht überschritten werden. Als Kostenträger das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) mit dem Institutionskennzeichen (IK) 100038825 anzugeben.

Beispiel: Für Erst- und Zweitimpfungen mit dem Vakzin von BioNTech /Pfizer können bei diesem Beispiel insgesamt 36 Dosen je Arzt bestellt werden.

  • Rezept für Erstimpfungen: „Erstimpfungen: 12 Impfstoffdosen Comirnaty® plus erforderliches Impfzubehör und 30 Impfstoffdosen Vaxzevria® plus erforderliches Impfzubehör“
  • Rezept für Zweitimpfungen: „Zweitimpfungen: 24 Impfstoffdosen Comirnaty® plus erforderliches Impfzubehör“

Ärzte geben Sie die Anzahl der Dosen entsprechend der Vial-Größe an: Bei einer zweiten Impfung von 23 Patienten mit dem Impfstoff von BioNTech impfen wollen, geben sie 24 Dosen (vier Vials mit sechs Dosen) an.

Ärzte gehen im Falle von Impfschäden kein Haftungsrisiko ein, wenn sie Personen unter 60 Jahren mit dem Vakzin von AstraZeneca impfen. Dies sieht ein entsprechender Gesetzentwurf vor, der bis zum 9. Mai 2021 den Bundestag und den Bundesrat passieren soll. Weitere Infos dazu lesen Sie in den PraxisNachrichten der KBV.

Ab der Impfstofflieferung am 19. April 2021 erhalten Praxen fertige Klebeetikette für die Dokumentation im Impfausweis ihrer Patienten. Sowohl BioNTech als auch AstraZeneca stellen Aufkleber bereit. Die Auslieferung erfolgt über die Apotheken zusammen mit dem Impfstoff.

Für den Impfstoff von BioNTech gibt es pro Vial einen Bogen mit 18 Etiketten. Auf den Etiketten ist dann auch die Chargennummer aufgedruckt; die Sticker müssen nur noch im Impfausweis oder in der Ersatzbescheinigung aufgeklebt werden.

BioNTech hat bisher vorgefertigte Aufkleber bereitgestellt, die in den Praxen noch mit der jeweiligen Chargennummer des Impfstoffes bedruckt werden mussten. Dies entfällt künftig.  

Auch die Firma AstraZeneca hat angekündigt, mit dem Impfstoff ab dem 19. April Aufkleber bereitzustellen.  

Die Kassenärztliche Bundesvereingung (KBV) hat dazu ein umfangreiches Info-Paket geschnürt, das die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) ihren Mitgliedern auf dieser Seite bereitstellt.

Die Informationen sind in drei Pakete geclustert:

  • Infopaket 1: Bestellung, Lieferung und Verabreichung
  • Infopaket 2: Organisation und Aufklärung
  • Infopaket 3: Abrechnung und Dokumentation

Alle Dateien stehen auf dieser Seite entsprechend nach Paketen zum Download zur Verfügung.

Infos für Patienten

Zusätzlich hat die KVH ein Merkblatt für Patienten erstellt, die mit dem AstraZeneca-Impfstoff geimpft werden.

Dr. med. Harald Herholz,  Referent für Arznei-, Heil- und Hilfsmittel bei der KVH, erklärt in drei Videos zu den Impfstoffen, worauf es ankommt.

AstraZeneca

Der Impfstoff von AstraZeneca kann in Hessen inzwischen ohne Priorisierung verimpft werden.

Biontec Pfizer

Moderna

zuletzt aktualisiert am: 06.05.2021

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