Coronavirus in 3D gerendert

Impfstoffe

Bestellungen für vertragsärztliche Praxen

Coronavirus: Impfen in den Praxen

Viele hausärztliche und auch fachärztliche Vertragsarztpraxen in Hessen impfen gegen das Coronavirus. Dort können sich Patientinnen und Patienten Ihre Erst-, Zweit und Boosterimpfungen mit den zugelassenen Impfstoffen gegen COVID-19 geben lassen. Maßgeblich sind die aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) und die Regelungen des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) gibt Hinweise zur Impfstoffbestellung. Details zur Abrechnung der Impfungen hat die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) für Arztpraxen zusammengefasst. Beachten Sie auch die Infos zum digitalen Impfpass in Hessens Praxen. Weitere aktuelle Infos lesen Sie in den PraxisNachrichten der KBV. 

Impfstoff bestellen

Arztpraxen erhalten Impfstoffe von BioNTech/Pfizer, und Johnson & Johnson und Moderna. 

Das Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) hat die Impfstoffmenge von BioNTech/Pfizer bis auf Weiteres kontingentiert.

In der Woche vom 7. bis 13. Februar 2022 steigt Impfstoffmenge von BioNTech/Pfizer weiter, sodass  bis zu 240 Dosen (40 Vials) je Ärztin/Arzt bestellt werden können.

Praxen bestellen Impfstoff bei der Apotheke, bei der sie auch sonst bestellen

  • bis Dienstag, 12 Uhr für die nächste Woche (am 1. Februar 2022 für die Woche vom 7. bis 13. Februar 2022)
  • maximale Bestellmenge für BioNTech/Pfizer sind 40 Vials (240 Dosen) pro Praxis. Für die Impfstoffe von Moderna und Johnson & Johnson bestehen keine Höchstmengen
  • Praxen werden einmal wöchentlichbeliefert: jeweils am Montagnachmittag. 
  • den Kinderimpfstoff von BioNTech/Pfizer ebenfalls wöchentlich dienstags bis 12 Uhr und  unbegrenzt bestellbar

Praxen können Impfstoffe von BioNTech/Pfizer, Johnson & Johnson und Moderna bestellen.

Das BMG appelliert nochmals, nur so viel Impfstoff zu ordern wie in der jeweiligen Woche verimpft werden kann. Es sei auch in den kommenden Wochen ausreichend Impfstoff vorhanden.

Zudem könne in Einzelfällen die verbleibende Haltbarkeitsdauer des aufgetauten Impfstoffes etwas verkürzt sein. Grund hierfür ist, dass für die Woche ab dem 31. Januar 2022 weniger Impfstoff bestellt wurde als bereitsteht. Dadurch kann der Auftauprozess beim Großhandel teilweise schon früher begonnen haben als üblich. Praxen entnehmen die sogenannte Restlaufzeit dem Begleitdokument, das sie von den Apotheken zusammen mit dem Impfstoff erhalten.

Mit der Impfstofflieferung für die Woche vom 7. bis 13. Februar 2022 werden weitere Dosen der neuen Formulierung des BioNTech/Pfizer-Impfstoffs für die Personengruppe ab zwölf Jahre bereitgestellt (graue Kappe). Das Vakzin muss nicht mehr verdünnt werden und ist im Kühlschrank zehn Wochen haltbar.

Für die Bestellung für den Kinderimpfstoff nutzen Praxen dasselbe Rezept, auf dem sie auch den Impfstoff für Jugendliche und Erwachsene ordern. Neu ist lediglich der Zusatz „für Kinder (5 - 11 Jahre)“. Zum Beispiel: „30 Dosen Comirnaty plus Impfzubehör und 20 Dosen Comirnaty für Kinder (5 - 11 Jahre) plus Impfzubehör“.

Nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) vom 10. November 2021 sollen Kinder ab zwölf Jahren sowie Jugendliche und Erwachsene unter 30 nur noch mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft werden. Meldeanalysen zeigten, dass Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen in dieser Altersgruppe nach der Moderna-Impfung (Spikevax) häufiger beobachtet wurden als nach der Biontech-Impfung (Comirnaty). 

Erwachsene über 30 Jahren sollen wegen der kontingentierten Bestellmenge für den Impfstoff von BioNTech/Pfizer vorrangig mit dem Impfstoff von Moderna geimpft werden. Das Vakzin von BioNTech/Pfizer soll in erster Linie für Personen unter 30 sowie für Schwangere bestellt und angewendet werden.

Praxen, die zu wenig Impfstoff erhalten, können Lieferausfälle online melden.

Um die Impfkampagne weiter voranzubringen, wurde das Vertragsarztrecht gelockert. Praxen können beispielsweise ohne Genehmigung auch Pensionäre und weitere Ärzte einsetzen oder an Orten außerhalb der Praxisräume impfen. In einem gemeinsamen Schreiben des Bundesgesundheitsministeriums und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) werden die Einzelheiten erläutert.

Ärztinnen und Ärzte erhalten für COVID-19-Impfungen pro Impfung 28 Euro, an Wochenenden 36 Euro. 

Wenn Praxen Chargen des Moderna-Impfstoffes vorrätig haben, die kurz vor dem Ablaufdatum stehen oder im Dezember abgelaufen sind, sollten sie diese in keinem Fall vernichten. Grund hierfür ist, dass Spikevax in nicht aufgetautem Zustand statt bisher sieben Monate mittlerweile neun Monate haltbar ist. Für bereits in Verkehr gebrachte Impfstoffdosen gilt dies ebenfalls. 

Dies bedeutet für Praxen, dass ausgelieferte Impfstoffe mit einem aufgedruckten Haltbarkeitsdatum weiter verwendbar sind. Diese können damit innerhalb des Zeitraums von 30 Tagen, der für die Haltbarkeit des Impfstoffes im Kühlschrank (2 bis 8°C) gilt, verwendet werden.

Die Verlängerung des Verfalldatums betrifft die Vials mit den in der nachstehenden Tabelle genannten aufgedruckten Verfallsdaten:

Aufgedrucktes VerfalldatumAktualisiertes Verfalldatum
Dezember 2021Februar 2022
Januar 2022März 2022
Februar 2022April 2022
März 2022Mai 2022
April 2022Juni 2022
Mai 2022Juli 2022
Juni 2022August 2022
Juli 2022September 2022
August 2022Oktober 2022

 

Die Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) besagt, dass eine COVID-19-Schutzimpfung für alle 12- bis 17-Jährigen empfohlen ist. 

Seit dem 9. November 2021 empfiehlt die STIKO auch COVID-19-Schutzimpfung Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren mit Vorerkrankungen. Weitere Informationen zu den Kinderimpfungen lesen Sie auf der Website der KBV.

Nach Empfehlungen der STIKO vom 30. November 2021 können alle Personen ab 18 Jahren eine Booster-Impfung erhalten. Wegen der Omikron-Variante hat die STIKO ihre Empfehlungen zur COVID-19-Auffrischimpfung am 21. Dezember 2021 aktualisiert. Danach kann bei Personen ab 18 Jahren die Booster-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff bereits nach drei statt wie bisher empfohlen sechs Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung verabreicht werden. Menschen, die als Erstimpfung den Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten haben, wird eine weitere Impfung mit einem mRNA-Impfstoff empfohlen (ab vier Wochen nach der ersten Impfung). Genesene können ebenfalls seit dem 30. November 2021 eine Booster-Impfung erhalten

Impfschema für Boosterimpfungen

Für die Auffrischimpfung soll ein mRNA-Impfstoff verwendet werden, unabhängig davon, welcher Impfstoff bei der vorher erfolgten homologen (Comirnaty, Spikevax, Vaxzevria, COVID-19 Vaccine Janssen) oder heterologen Immunisierung (Vaxzevria/Comirnaty oder Vaxzevria/Spikevax oder COVID-19 Vaccine Janssen/Comirnaty oder COVID-19 Vaccine Janssen/Spikevax) verwendet wurde. Besonderheiten zur Boosterimpfung mit Moderna hat das RKI in einer Tabelle übersichtlich dargestellt.

Im Vergleich zur Dosierung des Impfstoffs für die Grundimmunisierung (100μg) hat Moderna die Ergänzung der Zulassung von Spikevax für eine Auffrischimpfung für Immungesunde mit nur der halben Dosis (50μg) erhalten. 

Die Auffrischimpfung soll frühestens sechs Monate nach der aus zwei Impfstoffdosen bestehenden Grundimmunisierung verabreicht werden. Ausnahmen gibt es bei Personen mit Immundefizienz sowie bei Er-stimpfung mit dem Impfstoff von Johnson& Johnson (bei J&J Auffrischimpfungen bereits nach vier Wochen mit mRNA-Impfstoff). Mit Janssen geimpfte Personen erhalten zur Optimierung der Grundimmunisierung eine volle Dosis des Impfstoffs von Moderna. Weitere Informationen bieten die Empfehlungen der STIKO.

Auch Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren können eine Auffrischimpfung gegen COVID-19 erhalten. Das hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach am 27.Dezember 2021 klargestellt und darauf hingewiesen, dass im Fall eines Impfschadens ein Versorgungsanspruch bestehe, soweit mit einem für diese Personengruppe „grundsätzlich zugelassenen mRNA-Impfstoff“ (Comirnaty) geimpft werde.

Empfehlung zur COVID-19-Impfung von Personen mit Immundefizienz (ID):

Für Personen ab zwölf Jahren mit starker ID ist Comirnaty als dritte Impfstoffdosis mindestens 28 Tage nach der zweiten Dosis zugelassen. Die Dosierung (30μg) für die Auffrischimpfung ist dieselbe wie für die Grundimmunisierung. Für Spikevax ist seit Anfang Oktober 2021 die Gabe einer dritten Impfstoffdosis für Patientinnen und Patienten mit ID mit dem bisher zugelassenen Impfstoff in einer Dosierung von 100μg in die Fachinformationen aufgenommen worden. 

Spritzen und Kanülen für COVID-19-Schutzimpfungen werden vorerst entgegen der bisherigen Ankündigung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG ) weiter zusammen mit dem Impfstoff an die Arztpraxen ausgeliefert. Der bisherige Bestellprozess soll bis voraussichtlich Ende Oktober verlängert werden. 

Praxen bestellen zunächst weiterhin bis Dienstag, 12 Uhr, bei ihrer Apotheke den Impfstoff inklusive Zubehör, den sie für die übernächste Woche benötigen und erhalten das entsprechende Impfzubehör mitgeliefert. 

 

Die Bestellung von Impfstoff für Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen erfolgt auf einem Rezept. Eine Trennung zum Beispiel nach Erst- und Zweitimpfungen oder Auffrischimpfungen ist nicht mehr nötig, siehe Infos der KBV

  1. Sie geben den Namen des Impfstoffes sowie die Anzahl der Dosen an. 
  2. Als Kostenträger ist das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) mit dem ab 1. Juli 2021 neuen Institutionskennzeichen (IK) 103609999 anzugeben. 

Ärzt:innen geben die Anzahl der Dosen entsprechend der Vial-Größe an: Wenn sie bei einer zweiten Impfung 23 Patienten mit dem Impfstoff von BioNTech impfen wollen, geben sie 24 Dosen (vier Vials mit sechs Dosen) plus Impfzubehör an.

Welche besonderen Regelungen gelten, wenn Ärzte Patienten mit überstandener Corona-Infektion impfen, hat die KVH zusammengefasst. 

Um sechs Dosen aus einem Vial von Comirnaty® entnehmen zu können, ist auf die Verwendung einer geeigneten Kombination aus Spritzen und/oder Nadeln hinsichtlich des Totraumvolumens zu achten. Die Kombination aus Spritze und Nadel sollte ein Totraumvolumen von nicht mehr als 35 Mikrolitern haben.

Sollte zum Aufziehen und Verimpfen einer Dosis nicht dieselbe Kanüle verwendet werden, ist das Totraumvolumen der neuen, leeren Kanüle zu beachten, um Unterdosierung zu vermeiden., da das entsprechende Volumen in der Kanüle verbleibt.

zuletzt aktualisiert am: 28.01.2022

Vertragsärzte: Motor der Impfkampagne

Auf den Seiten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) finden Sie neben Steckbriefen zu den Vakzinen alle wichtigen Hinweise zur Vorbereitung und Verabreichung sowie zur Bestellung der Impfstoffe.

 

Die KBV bietet weitreichende Hinweise zum Impfmanagement - rund um Terminvergabe, Priorisierung und Aufklärung. Außerdem können Sie Infomaterialien herunterladen. Der Hausärzteverband Hessen stellt zudem Praxen ein Formular zur Impfeinwilligung zur Verfügung.

Ansprechpartner

info.line

Mo – Fr: 7 – 17 Uhr

Tel 069 24741-7777
Fax 069 24741-68826
info.line(at)kvhessen(.)de

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