Coronavirus in 3D gerendert

Impfstoffe

Bestellungen für vertragsärztliche Praxen

Coronavirus: Impfen in den Praxen

Seit April 2021 impfen auch die vertragsärztlichen Praxen gegen das Coronavirus. Wenn die Impfzentren am 30. September 2021 schließen, können die Zweitimpfungen für dort erstgeimpfte Patientinnen und Patienten in den Praxen erfolgen.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) gibt Hinweise zur Impfstoffbestellung. Details zur Abrechnung der Impfungen hat die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) für Arztpraxen zusammengefasst. Beachten Sie auch die Infos zum digitalen Impfpass in Hessens Praxen. Weitere aktuelle Infos lesen Sie in den PraxisNachrichten der KBV. 

Bestellen: BioNTech/Pfizer, AstraZeneca, Johnson & Johnson und Moderna

Arztpraxen erhalten ab Oktober 2021 Impfstoffe von BioNTech/Pfizer, AstraZeneca und Johnson & Johnson und auch Moderna. Da die Impfzentren ab dem 30. September 2021 schließen, können dann Zweitimpfungen in den Praxen mit Moderna abgeschlossen werden. Die Impfstoffe stehen in ausreichenden Mengen bereit. 

Vertragsärztinnen und -ärzte können somit bereits mit der nächsten Impfstoffbestellung bis Dienstag (21. September),  12 Uhr Spikevax® von Moderna für die Woche vom 4. bis 10. Oktober 2021 ordern. Damit stehen Praxen alle vier in Europa zugelassenen Impfstoffe zur Verfügung.

Auffrischimpfung und Impfungen für Kinder: Bei der Bestellung können Ärztinnen und Ärzte eventuelle Auffrischimpfungen mit dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer einplanen, die seit 1. September 2021 möglich sind. Die aktualisierte Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) besagt, dass eine COVID-19-Schutzimpfung nun für alle 12- bis 17-Jährigen empfohlen ist.  

Ärzte bestellen Impfstoff bei der Apotheke, bei der sie auch sonst bestellen

  • bis Dienstag, 12 Uhr für die übernächste Woche.
  • es gibt keine maximalen Bestellmengen mehr.
  • Praxen werden wie bisher einmal wöchentlich beliefert: jeweils Montagnachmittag.

Änderungen wird es in Kürze bei der Bestellung und Auslieferung des Impfzubehörs geben. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) plant eine Allgemeinverfügung, nach der das Impfzubehör ab 4. Oktober nicht mehr zusammen mit dem Impfstoff an die Arztpraxen ausgeliefert werden soll. Die Arztpraxen sollen Spritzen, Kanülen sowie gegebenenfalls NaCL-Lösung dann entsprechend ihres Bedarfs und auch in größeren Mengen bestellen können. Die Kosten für das Impfzubehör werden weiterhin vom Bund übernommen.

Die Umstellung soll Anfang Oktober erfolgen, sodass Arztpraxen mit der Impfstofflieferung am 27. September 2021 letztmalig das Zubehör zusammen mit dem Impfstoff geliefert bekommen. Damit müssen Praxen voraussichtlich bereits für die Impfwoche vom 4. bis 10. Oktober das Impfzubehör separat bestellen. Weitere Infos dazu gibt es bei der KBV.

Mit Moderna begonnene Erstimpfungen in Impfzentren können in Vertragsarztpraxen mit einem anderen mRNA-Impfstoff – also mit dem Impfstoff von Biontech – vervollständigt werden. Dies hat das Robert-Koch-Institut (RKI) auf Anfrage der KVH klargestellt. Ab Oktober 2021 können Praxen auch den Impfstoff von Moderna erhalten. Das hat das BMG mitgeteilt.

Bund und Länder haben für die Woche vom 13. bis zum 19. September 2021 eine bundesweite Aktionswoche unter dem Motto „#HierWirdGeimpft“ ausgerufen. Ziel ist die Erhöhung der Impfbereitschaft in der Bevölkerung. Ärztinnen und Ärzte können kurzfristig Impfstoff nachbestellen. Die Rezepte für Nachbestellungen sollen mit „Aktionswoche Impfen“ gekennzeichnet werden. Die Belieferung soll dann innerhalb von drei Werktagen erfolgen.

Durch die geplante Impfwoche kann es zu einer erhöhten Nachfrage nach COVID-19-Impfungen in den Arztpraxen kommen. 

Das BMG wird eigenen Angaben zufolge dem Großhandel ein Sonderkontingent an Impfstoffen für die Impfwoche bereitstellen. Dadurch werde es möglich sein, dass Arztpraxen kurzfristig Dosen nachbestellen können, sollte der regulär georderte Impfstoff nicht ausreichen, teilte das BMG mit. Dieser werde dann innerhalb von drei Werktagen durch die Apotheken ausgeliefert. Hierfür sollten Ärzt:innen diese Rezepte mit „Aktionswoche Impfen“ kennzeichnen.

Das BMG stellt für die Aktionswoche ein digitales Mitmachpaket mit allen wichtigen Informationen zur Verfügung. Mehr dazu gibt es auf der Webseite: www.hierwirdgeimpft.de.

Die Bestellung von Impfstoff für Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen erfolgt auf einem Rezept. Eine Trennung zum Beispiel nach Erst- und Zweitimpfungen oder Auffrischimpfungen ist nicht mehr nötig, siehe Infos der KBV

  1. Sie geben den Namen des Impfstoffes sowie die Anzahl der Dosen an. 
  2. Als Kostenträger ist das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) mit dem ab 1. Juli 2021 neuen Institutionskennzeichen (IK) 103609999 anzugeben. 

Ärzt:innen geben die Anzahl der Dosen entsprechend der Vial-Größe an: Wenn sie bei einer zweiten Impfung 23 Patienten mit dem Impfstoff von BioNTech impfen wollen, geben sie 24 Dosen (vier Vials mit sechs Dosen) plus Impfzubehör an.

Praxen dürfen nicht mehr benötigte COVID-19-Impfstoffe weitergeben. Möglich ist eine Weitergabe an andere Vertragsärzte, an Privat- und Betriebsärzt:innen sowie an Impfzentren und angegliederte mobile Impfteams, wenn diese in der Nähe tätig sind.

Die Regelung ist Teil der am 15. Juli 2021 in Kraft getretenen Allgemeinverfügung des BMG zur Sicherstellung der flächendeckenden Verteilung von Impfstoffen gegen COVID-19. Sie soll verhindern, dass Impfstoffdosen verworfen werden müssen, etwa weil Patient:innen kurzfristig einen Impftermin absagen.

Bei der Weitergabe der Vakzine ist darauf zu achten, dass die Impfstoffe durchgehend zuverlässig und unter Einhaltung der Transportvorgaben, insbesondere für mRNA-Impfstoffe, transportiert werden. Ist ein Impfzentren der Abnehmer, erhält dieses nur den Impfstoff, da die Zentren gesondert mit Spritzen und Kanülen beliefert werden.

Apotheken können restliche Dosen verteilen

Lockerungen gibt es auch bei der Verteilung der Impfstoffe durch die Apotheken: Sie können – nachdem sie alle Bestellungen erfüllt haben – noch vorhandene Impfstoffe Vertrags-, Privat- und Betriebsärzt:innen oder Impfzentren anbieten, die Impfstoffdosen benötigen. Dabei ist es egal, ob die Ärztinnen und Ärzte ihre wöchentliche Impfstoffmenge von dieser oder von einer anderen Apotheke beziehen.

Tagesaktuelle Dokumentation der Impfungen erforderlich

Das BMG hat darauf aufmerksam gemacht, dass möglichst keine Impfstoffvorräte angelegt werden sollen und die Impfungen tagesaktuell dokumentiert werden müssen. Dies sei für die Planung und Bereitstellung des vertragsärztlichen Impfstoffkontingents erforderlich.

Welche besonderen Regelungen gelten, wenn Ärzte Patienten mit überstandener Corona-Infektion impfen, hat die KVH zusammengefasst. 

Ärzte gehen im Falle von Impfschäden kein Haftungsrisiko ein, wenn sie Personen unter 60 Jahren mit dem Vakzin von AstraZeneca impfen. 

Um sechs Dosen aus einem Vial von Comirnaty® entnehmen zu können, ist auf die Verwendung einer geeigneten Kombination aus Spritzen und/oder Nadeln hinsichtlich des Totraumvolumens zu achten. Die Kombination aus Spritze und Nadel sollte ein Totraumvolumen von nicht mehr als 35 Mikrolitern haben.

Sollte zum Aufziehen und Verimpfen einer Dosis nicht dieselbe Kanüle verwendet werden, ist das Totraumvolumen der neuen, leeren Kanüle zu beachten, um Unterdosierung zu vermeiden., da das entsprechende Volumen in der Kanüle verbleibt.

zuletzt aktualisiert am: 16.09.2021

Vertragsärzte: Motor der Impfkampagne

Auf den Seiten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) finden Sie neben Steckbriefen zu den Vakzinen alle wichtigen Hinweise zur Vorbereitung und Verabreichung sowie zur Bestellung der Impfstoffe.

 

Die KBV bietet weitreichende Hinweise zum Impfmanagement - rund um Terminvergabe, Priorisierung und Aufklärung. Außerdem können Sie Infomaterialien herunterladen.

Ansprechpartner

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Mo – Fr: 7 – 17 Uhr

Tel 069 24741-7777
Fax 069 24741-68826
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