Eine Frau sitzt vor einem Schreibtisch. Sie telefoniert mit einem Handy während sie Dokumente liest. © kupicoo

Wegen der Coronakrise können Ärzte die Kinder-Früherkennungsuntersuchungen ab der U6 vorübergehend länger durchführen. Dies gilt auch, wenn die vorgegebenen Untersuchungszeiträume und Toleranzzeiten überschritten sind.

U-Untersuchungen: Zeiträume wegen Corona ausgesetzt

Ärztinnen und Ärzte können Kinder-Früherkennungsuntersuchungen ab der U6 noch bis zum 30 Juni 2022 durchführen und abrechnen, auch wenn die vorgegebenen Untersuchungszeiträume und Toleranzzeiten überschritten sind. Ab dem 1. Juli 2022 läuft die Corona-Sonderregelung aus.

Die auslaufende Regelung betrifft die U6, U7, U7a, U8 und U9. Ab dem 1. Juli 2022 gelten erneut die Zeiträume für die Kinder-Früherkennungsuntersuchungen in der Kinder-Richtlinie und entsprechend im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM). 

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte eine Verlängerung abgelehnt.

Ziel der Corona-Sonderregelung war es, nicht unbedingt notwendige Patientenkontakte in den Praxen zu vermeiden. Dadurch sollen die Praxen entlastet und eine zusätzliche Ausbreitung des COVID-19-Virus über die Wartezimmer der Arztpraxen verhindert werden.

Anpassungen am Gelben Heft beachten

Neben der Aussetzung der Corona-Sonderregelung hat der G-BA auch formale Änderungen im Untersuchungsheft für Kinder (Gelbes Heft) beschlossen. Die Anpassungen betreffen die Ergänzung der Dokumentation um die Patientennummer bei den speziellen Früherkennungsuntersuchungen in der Tabelle „Erweitertes Neugeborenen Screening“ und „Screening auf Mukoviszidose“ und eine Literaturangabe.

 

zuletzt aktualisiert am: 05.05.2022

Ansprechpartner

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Kassenärztliche Vereinigung Hessen

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Tel 069 24741-7777
ebm-hotline(at)kvhessen(.)de

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