Eine Frau sitzt vor einem Schreibtisch. Sie telefoniert mit einem Handy während sie Dokumente liest. © kupicoo

Die neue Coronavirus-Testverordnung (TestV) ist am 30. März 2022 in Kraft getreten. Die KVH hat die wichtigsten Informationen für ihre Mitglieder zusammengefasst.

Coronavirus-Testverordnung (TestV) abrechnen

Die Coronavirus-Testverordnung (TestV) beschließt das Bundesgesundheitsministerium (BMG). Die TestV legt fest, wann Ärztinnen und Ärzte PCR-Tests und wann Antigen-Schnelltests – Point-of-Care-Tests (PoC-Test) – bei asymptomatischen Patientinnen und Patienten durchführen können sowie wann weitere Leistungen über die TestV abgerechnet werden können.

Eine neue TestV ist zum 30. März 2022 in Kraft getreten. Ärztinnen und Ärzte können weiterhin Leistungen nach der TestV bis zum 30. Juni 2022 durchführen und abrechnen.

Ärztinnen und Ärzte beachten bitte, dass Personen, die eine Warnung „erhöhtes Risiko“ in der Corona-Warn-APP erhalten haben, seit dem 12. Februar 2022 nicht als Kontaktperson im Sinne der TestV gelten. Sie haben daher nur einen Anspruch auf einen kostenfreien Bürgertest.

Ärztinnen und Ärzte erhielten im Zeitraum vom 1. Dezember bis einschließlich 31. Januar 2022 jeweils einen Euro mehr für Sachkosten (Anpassung TestV im Dezember 2021). Sie erhielten bei den Leistungen mit der Pseudo-GOP 88312 und 88312B daher jeweils 4,50 Euro. In Hessen mussten Praxen hierfür nichts extra angeben, sondern die höhere Vergütung wird von der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) als Service automatisiert zugesetzt.

Wenn Ärztinnen und Ärzte Bürgertests nach § 4a TestV erbringen, müssen sie sowie alle weiteren Leistungserbringer nach der TestV die Zahl der erbrachten Tests und die Zahl der positiven Testergebnisse an die zuständige Stelle des öffentlichen Gesundheitsdiensts (ÖGD) melden. Auf einen kostenlosen PoC-Antigentest (Bürgertest) haben alle Personen mindestens einmal wöchentlich ein Anrecht, unabhängig vom Versichertenstatus.

Ärztinnen beziehungsweise Ärzte rechnen die Leistungen zur TestV nur bei asymptomatischen Patienten ab. Leistungen und Abstriche für Patientinnen und Patienten mit Corona-Symptomen rechnen sie weiterhin wie gewohnt über den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) ab.

zuletzt aktualisiert am: 28.04.2022

Ansprechpartner

EBM-Hotline

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-7777
ebm-hotline(at)kvhessen(.)de

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