Ärzte und Psychotherapeuten dürfen wegen der Coronakrise ihre Patienten temporär im Rahmen einer Telefonsprechstunde versorgen. Die KVH informiert sie, welche Gebührenordnungspositionen sie dafür abrechnen können. 

Telefonsprechstunde wegen Coronavirus ausgeweitet

Temporär können Ärzte und Psychotherapeuten ihre Patienten im Rahmen einer Telefonsprechstunde versorgen. Diese Regelung gilt vorerst vom 18. März bis zum 19. April 2020. Elektronische Gesundheitskarten (eGK) müssen Praxen dafür nicht einlesen. Ärzte und Psychotherapeuten wenden das Ersatzverfahren an.

Für den telefonischen Kontakt rechnen Ärzte und Psychotherapeuten die Gebührenordnungsposition (GOP) 01435 (Haus-/Fachärztliche Bereitschaftspauschale) ab. Aufgrund der momentan besonderen Situation durch die Ausbreitung des Coronavirus können sie die GOP 01435 temporär mehrfach im Behandlungsfall abrechnen.

Ärzte und Psychotherapeuten können zudem im Behandlungsfall neben der GOP 01435 ihre Versicherten-, Grund- und Konsiliarpauschale abrechnen. Um die Pauschalen abzurechnen, müssen sie den Patienten persönlich getroffen haben, zum Beispiel im Januar 2020.

Gesprächsleistungen per Telefon 
03230Problemorientiertes ärztliches Gespräch
04230Problemorientiertes ärztliches Gespräch
04355Sozialpädiatrisch orientierte eingehende Beratung, Erörterung und/oder Abklärung
04430Neuropädiatrisches Gespräch, Behandlung, Beratung, Erörterung und/oder Abklärung (Einzelbehandlung)
14220Kinder- und jugendpsychiatrisches Gespräch, Beratung, Erörterung, Abklärung
14222Anleitung Bezugs- oder Kontaktperson
16220Neurologisches Gespräch Beratung, Erörterung, Abklärung
(Einzelbehandlung)
21220Psychiatrisches Gespräch, Beratung, Erörterung, Abklärung
(Einzelbehandlung)
22220Psychotherapeutisches Gespräch
(Einzelbehandlung)
23220Psychotherapeutisches Gespräch (Einzelbehandlung)

Einzelpsychotherapie

 
35401Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
(Kurzzeittherapie 1, Einzelbehandlung)
35402Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
(Kurzzeittherapie 2, Einzelbehandlung)
35405Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
(Langzeittherapie, Einzelbehandlung)
35411Analytische Psychotherapie
(Kurzzeittherapie 1, Einzelbehandlung)
35412Analytische Psychotherapie
(Kurzzeittherapie 2, Einzelbehandlung)
35415Analytische Psychotherapie
(Langzeittherapie, Einzelbehandlung)
35421Verhaltenstherapie
(Kurzzeittherapie 1, Einzelbehandlung)
35422Verhaltenstherapie
(Kurzzeittherapie 2, Einzelbehandlung)
35425Verhaltenstherapie
(Langzeittherapie, Einzelbehandlung)

 

Ärzte und Psychotherapeuten erheben die Daten auf der Grundlage der Patientenstammdatei, der Informationen auf der eGK oder anhand der Angaben der Patienten:

  • Name, Vorname und Geburtsdatum vom Patienten
  • Bezeichnung der Krankenkasse
  • Versichertenart (Mitglied, familienversichert, Rentnerin/Rentner und ihre Familienangehörigen)
  • Postleitzahl des Wohnortes
  • Krankenversichertennummer

Die Versichertenart und die Postleitzahl des Wohnortes stehen als Informationen nicht auf der eGK und müssen von dem Patienten erfragt werden, wenn keine Übernahme aus der Patientenstammdatei erfolgen kann. Bei bekannten Patienten dürfen die im Praxisverwaltungssystem (PVS) gespeicherten Versichertenstammdaten genutzt werden.

zuletzt aktualisiert am: 24.03.2020

Ansprechpartner

EBM-Hotline

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

ebm-hotline(at)kvhessen(.)de

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