EBM-Änderung 1. Juli 2019

Therapie: Mehr Zeit für Menschen mit geistiger Behinderung

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Psychotherapie-Richtlinie angepasst. Nun hat der Bewertungsausschuss auch den Einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM)  entsprechend durch einen Beschluss ergänzt. Für die psychotherapeutische Behandlung von Menschen mit einer geistigen Behinderung steht ein höheres Stundenkontingent zur Verfügung. Therapeuten, die Versicherte behandeln, bei denen eine Intelligenzstörung nach den ICD-10-Kodes F70-F79 vorliegt, können sich bei der psychotherapeutischen Sprechstunde, probatorischen Sitzung und Rezidivprophylaxe mehr Zeit nehmen.

Wichtig: Therapeuten geben bei den betroffenen Patienten eine Diagnose nach den ICD-10-Kodes F70-F79 in der Abrechnung an.

Neue Kontingente

Psychotherapeuten können ab dem 1. Juli 2019 bei ihren Patienten mit geistiger Behinderung für die Psychotherapie höhere Kontingente abrechnen:

  • Psychotherapeutische Sprechstunde – Gebührenordnungsposition (GOP) 35151:
    bis zu zehnmal im Krankheitsfall, davon bis zu viermal mit Bezugspersonen ohne Anwesenheit des Patienten
     
  • Probatorische Sitzung – GOP 35150:
    bis zu sechsmal im Krankheitsfall – kann mit Bezugspersonen erfolgen
     
  • Rezidivprophylaxe mit Bezugspersonen:
    Bindet der Psychotherapeut Bezugspersonen mit ein, können bei einer Behandlungsdauer von 40 oder mehr Stunden bis zu zehn Stunden und bei einer Behandlungsdauer von 60 oder mehr Stunden bis zu 20 Stunden genutzt werden.

 

zuletzt aktualisiert am: 28.06.2019

Ansprechpartner

EBM-Hotline

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-7777
ebm-hotline(at)kvhessen(.)de

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