EBM-Änderung 20. Oktober 2020

Notfalldatensatz anlegen: Vergütung verdoppelt

Seit dem 20. Oktober 2020 erhalten Praxen, die einen Notfalldatensatzes auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) anlegen, für die Gebührenordnungsposition (GOP) 01640 die doppelte Vergütung. Diese Änderung im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) ist für ein Jahr befristet und gilt bis zum 19. Oktober 2021. Der Bewertungsausschuss setzt damit eine Vorgabe aus dem Patientendaten-Schutz-Gesetz (PDSG) um.

Die GOP 01640 ist vom 20. Oktober 2020 bis zum 19. Oktober 2021 17,58 Euro wert (160 Punkte). Davor war sie 8,79 Euro wert (80 Punkte); bundeseinheitlicher Punktwert 2020 ist 10,9871 Cent.

Ärzte rechnen die GOP 01640 ab, wenn sie für einen Patienten einen Notfalldatensatz anlegen. Voraussetzung hierfür ist, dass sie die Einwilligung des Patienten einholen und dass der Notfalldatensatz medizinisch notwendig ist. Sie können die GOP 01640 zudem nur dann abrechnen, wenn noch kein Notfalldatensatz auf der eGK vorhanden ist.

Mit dem Notfalldatenmanagement (NFDM) dokumentieren Ärzte Diagnosen, Informationen und die Medikation auf der eGK, die im Notfall für die Versorgung des Patienten wichtig sein können.

Um das NFDM durchzuführen, müssen Praxen an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen sein. Sie benötigen ein Update auf dem sogenannten E-Health-Konnektor sowie die Ärzte einen elektronischen Heilberufsausweis.

zuletzt aktualisiert am: 26.10.2020

EBM-Begriffe verstehen

Zu speziellen Begriffen im EBM haben unsere Mitglieder immer wieder Fragen. Die KVH hat kurz und knapp in einer Übersicht zusammengefasst, was sie bedeuten.

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Tel 069 24741-7777
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