EBM-Änderung 1. Oktober 2020

Ersatzverfahren für Kinder ohne eGK

Ärzte wenden bei Kindern, bei denen bis zum vollendeten dritten Lebensmonat noch keine eigene elektronische Gesundheitskarte (eGK) vorliegt, das Ersatzverfahren an.

Wichtig: Die Regelung gilt sowohl für Früherkennungsuntersuchungen (U-Untersuchungen) als auch für kurative Leistungen. Zum Beispiel bei der ersten und zweiten Früherkennungsuntersuchung (U1 und U2) nach der Kinder-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).

Zum 1. Oktober 2020 wird die bisherige Anwendung einer elterlichen eGK, die im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM), Abschnitt 1.7.1, geregelt war, gestrichen. Im Bundesmantelvertrag-Ärzte (BMV-Ä) werden die Regelungen zur eGK in den Paragrafen 19 und 22 erweitert.

So erfassen Praxen die Versichertendaten

Im Ersatzverfahren erhebt die Praxis – in der Regel bei einem der Elternteile – nach Anlage 4a zum BMV-Ä diese Daten:

  • Name des Versicherten
  • Wohnort des Versicherten (PLZ)
  • Geburtsdatum des Versicherten
  • Krankenkasse
  • Versichertenart (Mitglied, familienversichert, Rentner); Versichertennummer ist nicht erforderlich
  • Nach Möglichkeit die Krankenversichertennummer/ eGK-Nummer

Ein Elternteil muss durch eine Unterschrift auf dem Abrechnungsschein (Vordruckmuster 5) bestätigen, dass das Kind gesetzlich krankenversichert ist.

Für das Vordruckmuster 19 (Notfall-/Vertretungsschein) gilt dies nicht, sofern es im Notfalldienst verwendet wird.

zuletzt aktualisiert am: 30.09.2020

EBM-Begriffe verstehen

Zu speziellen Begriffen im EBM haben unsere Mitglieder immer wieder Fragen. Die KVH hat kurz und knapp in einer Übersicht zusammengefasst, was sie bedeuten.

Ansprechpartner

EBM-Hotline

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-7777
ebm-hotline(at)kvhessen(.)de

Ihre Downloads ()

Ihre gesammelten Downloads können Sie jetzt komfortabel mit einem Klick herunterladen.

Alle herunterladen