EBM-Änderung 1. Oktober 2019

Optische Kohärenztomographie (OCT) abrechnen

Augenärzte können ab dem 1. Oktober 2019 die optische Kohärenztomographie (OCT) als bildgebendes Verfahren zur Diagnostik und Therapiesteuerung der intravitrealen operativen Medikamenteneingabe (IVM) bei bestimmten Netzhauterkrankungen über den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) abrechnen.

Die neuen Leistungen können Patienten mit einer neovaskulären altersbedingten Makuladegeneration (nAMD) oder einem Makulaödem infolge einer diabetischen Retinopathie (DMÖ) erhalten.

Die neuen Leistungen in der Übersicht

GOPKurzbeschreibungHinweisBewertung
06336Optische Kohärenztomographie (OCT) zur Diagnostik am rechten Augeeinmal im Behandlungsfall, im Zeitraum von 26 Tagen einmal berechnungsfähig, im Behandlungsfall nicht neben GOP 06334 und 0633843,18 Euro* (399 Punkte)
06337Optische Kohärenztomographie (OCT) zur Diagnostik am linken Augeeinmal im Behandlungsfall, im Zeitraum von 26 Tagen einmal berechnungsfähig, im Behandlungsfall nicht neben GOP 06335 und 0633943,18 Euro* (399 Punkte)
06338Optische Kohärenztomographie (OCT) zur Therapiesteuerung am rechten Augeeinmal am Behandlungstag, im Zeitraum von drei Wochen nach IVM im rechten Auge nicht berechnungsfähig, im Zeitraum von 26 Tagen einmal, höchstens sechsmal innerhalb von 12 Monaten nach letzten IVM im rechten Auge berechnungsfähig, nicht neben GOP 0633643,18 Euro* (399 Punkte)
06339Optische Kohärenztomographie (OCT) zur Therapiesteuerung am linken Augeeinmal am Behandlungstag, im Zeitraum von drei Wochen nach IVM im linken Auge nicht berechnungsfähig, im Zeitraum von 26 Tagen einmal, höchstens sechsmal innerhalb von 12 Monaten nach letzten IVM im linken Auge berechnungsfähig, nicht neben GOP 0633743,18 Euro* (399 Punkte)

*bundeseinheitlicher Orientierungspunktwert 2019 10,8226 Cent

Die  neuen Gebührenordnungspositionen (GOP) 06336, 06337, 06338 und 06339 sollen zunächst extrabudgetär vergütet werden.

OCT zur Diagnostik abrechnen

Augenärzte rechnen für die Diagnostik am rechten Auge die neue GOP 06336 und für das linke Auge die neue GOP 06337 ab.

Wenn Augenärzte aufgrund des Ergebnis der OCT eine IVM durchführen, brauchen sie eine Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) zur Durchführung der IVM nach der Qualitätssicherungsvereinbarung zur intravitrealen Medikamenteneingabe.

OCT zur Therapiesteuerung abrechnen

Wenn Augenärzte die OCT zur Therapiesteuerung bei den genannten Indikationen durchführen, rechnen sie die GOP 06338 beim rechten und die GOP 06339 beim linken Auge ab.

Wichtig: Die neuen GOP 06338 und 06339 können Augenärzte im Zeitraum von drei Wochen nach der IVM nicht abrechnen – das Datum der letzten IVM geben sie im Feld OP-Datum (Feldkennung 5034) an.

Die beiden neuen GOP können Augenärzte neben den bereits im EBM stehenden Begleitleistungen GOP 06334 (rechtes Auge) und 06335 (linkes Auge) zur IVM abrechnen.

Die OCT wurde in der Anlage I „Anerkannte Untersuchungs- und Behandlungsmethoden“ zur Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung (MVV-RL) aufgenommen. Diese ist im März 2019 in Kraft getreten und legt fest, dass die OCT bei den Indikationen neovaskuläre altersbedingte Makuladegeneration (nAMD) oder Makulaödem infolge einer diabetischen Retinopathie (DMÖ) Kassenleistung wird.

Bei der OCT handelt es sich um ein nicht invasives bildgebendes Verfahren, mit dem Netzhautstrukturen hochauflösend abgebildet werden können. Dabei wird ein Lichtstrahl auf die Netzhaut projiziert. Durch die Messung des reflektierten und gestreuten Lichts der verschiedenen Netzhautschichten erzeugt die OCT zwei- und dreidimensionale Aufnahmen, die eine objektive und quantitative Beurteilung der Netzhaut zulassen.

zuletzt aktualisiert am: 30.09.2019

Ansprechpartner

EBM-Hotline

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-7777
ebm-hotline(at)kvhessen(.)de

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