EBM-Änderung 1. Juli 2019

Neugeborenen-Screening ergänzt

Das erweiterte Neugeborenen-Screening beinhaltet seit 1. Juli 2019 auch die Polymerase Kettenreaktion (PCR) zur Untersuchung auf schwere kombinierte Immundefekte (Severe combined Immunodeficiency, SCID). Der Bewertungsausschuss hat die Gebührenordnungsposition (GOP) 01724 dafür angepasst.

Aktualisierte Elterninformation für Praxen: Gynäkologen klären die Eltern des Neugeborenen über das Screening mit der „Elterninformation zur Früherkennung von angeborenen Stoffwechseldefekten und endokrinen Störungen bei Neugeborenen“ des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) auf. Dieses Merkblatt können Mitglieder bestellen.

Für das Screening beauftragen Gynäkologen ein Labor mit der Analyse der Proben.

Laboruntersuchung höher bewertet

Das Labor untersucht die Probe und rechnet dafür die GOP 01724 ab. Neu ist dabei das PCR-Verfahren zur Untersuchung auf SCID. Die GOP 01724 ist nun 23,92 Euro wert (221 statt 147 Punkte); bundeseinheitlicher Punktwert 2019 ist 10,8226 Cent.

Mehr Infos zum Erweiterten Neugeborenen-Screening

Bei SCID fehlt die Immunabwehr: Bereits im Säuglingsalter sind Kinder sehr infektanfällig und es können Infektionskomplikationen auftreten. Mittels PCR bestimmt das Labor T-Zell-Rezeptor-Exzisionskreise (T-Cell-Receptor-Excision-Circles, TREC) aus Filterkartenblut und erkennt so Kinder mit SCID.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte in der Kinder-Richtlinie die Früherkennungsuntersuchung auf SCID als 14. Zielerkrankung im erweiterten Neugeborenen-Screening aufgenommen.

zuletzt aktualisiert am: 03.07.2019

Ansprechpartner

EBM-Hotline

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-7777
ebm-hotline(at)kvhessen(.)de

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