EBM-Änderung 1. Juli 2020

Akutbehandlung: mehr Zusatzkontingente

Ärzte und Psychotherapeuten stehen für die Therapie ab dem 1. Juli 2020 mehr Stunden zur Verfügung, wenn sie Bezugspersonen mit in die Akutbehandlung einbeziehen. Dies gilt für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen sowie von Menschen mit geistiger Behinderung.

Der Bewertungsausschuss hat den Therapieumfang um bis zu sechs zusätzlichen Einheiten à 25 Minuten im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) erhöht. Damit ist die Akutbehandlung mit der Gebührenordnungsposition (GOP) 35152 für bestimmte Personengruppen bis zu 30-mal statt wie bisher 24-mal im Krankheitsfall möglich, um Bezugspersonen einbeziehen zu können. 

Damit gelten in der Akutbehandlung dieselben Regelungen wie bisher schon in der Richtlinien-Psychotherapie: Für jeweils vier Einheiten des Patienten kommt maximal eine Einheit dazu, wenn Bezugspersonen einbezogen werden.

Ärzte und Psychotherapeuten können die Akutbehandlung (GOP 35152) bei Patienten bis zum vollendeten 21. Lebensjahr und bei Patienten mit Vorliegen einer Intelligenzstörung – ICD Kode F70-F79 – bis zu 30-mal im Krankheitsfall abrechnen. Den entsprechenden ICD-Kode geben sie hierfür in ihrer Abrechnung an. 

In der Psychotherapie-Vereinbarung (Anlage 1 zum Bundesmantelvertrag-Ärzte) wurde die Regelung zur Einbeziehung von Bezugspersonen in der Psychotherapeutischen Akutbehandlung in § 15 Abs. 2 entsprechend angepasst.

Die Akutbehandlung soll zur Besserung akuter psychischer Krisen beitragen. Patienten, für die eine Akutbehandlung nicht ausreicht, sollen so stabilisiert werden, dass sie auf eine Psychotherapie vorbereitet sind oder ihnen andere ambulante, teil- oder vollstationäre Maßnahmen empfohlen werden können.

 

zuletzt aktualisiert am: 24.06.2020

EBM-Begriffe verstehen

Zu speziellen Begriffen im EBM haben unsere Mitglieder immer wieder Fragen. Die KVH hat kurz und knapp in einer Übersicht zusammengefasst, was sie bedeuten.

Psychotherapie sowie verschiedene psychotherapeutische Leistungen können Ärzte und Psychotherapeuten nur dann abrechnen, wenn sie bestimmte Qualifikationsvoraussetzungen erfüllen. Sie müssen einen Antrag bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) stellen, die wiederum die Abrechnung genehmigen muss. Liste aller genehmigungspflichtigen Leistungen

Ansprechpartner

EBM-Hotline

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-7777
ebm-hotline(at)kvhessen(.)de

Ihre Downloads ()

Ihre gesammelten Downloads können Sie jetzt komfortabel mit einem Klick herunterladen.

Alle herunterladen