EBM-Änderung Januar 2021

Zervixkarzinom: Abrechnungsbestimmungen angepasst

Zum 1. Januar 2021 wird bei der Früherkennung von Krebserkrankungen nach der Gebührenordnungsposition (GOP) 01760 – nach Abschnitt B. II. §§ 6 und 8 Krebsfrüherkennungs-Richtlinie (KFE-RL) –  eine Abrechnungsbestimmung im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) geändert. Dies betrifft ebenfalls die Untersuchung zur Früherkennung des Zervixkarzinoms nach der GOP 01761 (Teil III. C. § 6 Richtlinie organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme, oKFE-RL). Hier wird der bisherige Berechnungsausschluss im „Krankheitsfall“ durch einen Ausschluss im „Kalenderjahr“ ersetzt.   

Ärzte können neu – je nachdem, welche Früherkennungsuntersuchung sie bei der Patientin im aktuellen Kalenderjahr durchgeführt haben – im nächsten Kalenderjahr die jeweils andere Früherkennungsuntersuchung erbringen und abrechnen (GOP 01760 oder GOP 01761). Dies gilt, sofern die Patientin berechtigt ist, die jeweilige Früherkennungsuntersuchung nach oKFE-RL oder KFE-RL in Anspruch zu nehmen. (Das Kalenderjahr beginnt mit dem 1. Januar (0 Uhr) und endet mit dem nachfolgenden 31. Dezember (24 Uhr).

Das heißt: Ärzte können zum Beispiel bei einer Patientin ab 35 Jahren im April 2020 eine Krebsfrüherkennungsuntersuchung nach oKFE-RL mit Zytologie und einen HPV-Test nach der GOP 01761 durchführen und abrechnen. Bei Bedarf können sie im März 2021 bei dieser Patientin eine klinische Untersuchung nach der KFE-RL ohne Abstrich (GOP 01760) durchführen und abrechnen.

Wichtig: Ärzte müssen die elektronische Dokumentation (eDoku) erfassen und übermitteln, wenn sie Untersuchungen im Rahmen der Früherkennungsprogramme für Gebärmutterhalskrebs durchführen und abrechnen. Die genaue Dokumentation gibt Ärzten die oKFE-RL vor. Die Dokumentation dient der Evaluation der Programme mit dem Ziel, die Qualität der Programme systematisch zu erfassen und weiterzuentwickeln.

Gynäkologen können die Leistungen nach den GOP 01760 und 01761 bei ihren Patientinnen abrechnen.

Zudem können Allgemeinmediziner die Leistungen (GOP 01760 und 01761) abrechnen. Vorausgesetzt, sie haben der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) nachgewiesen, dass sie die Leistungen bereits vor dem 31. Dezember 2002 abgerechnet haben oder über eine mindestens einjährige gynäkologische Weiterbildung verfügen.

Wenn Allgemeinmediziner die Voraussetzungen erfüllen und noch keine Genehmigung haben, stellen sie dazu einen formlosen Antrag an die KVH. Ein Schreiben mit der Bitte um Genehmigung und dem geforderten Nachweis an das Team Antragsverfahren reicht aus. Wichtig: Genehmigungen können nicht rückwirkend erteilt werden.

Zum 1. Januar 2020 ist das organisierte Programm zur Früherkennung von Zervixkarzinomen gestartet. Das zytologiebasierte Zervixkarzinomscreening (§ 6 Abs. 3 oKFE-RL) können Frauen im Alter von 20 bis 34 Jahren jährlich in Anspruch nehmen. Ab dem Alter von 35 Jahren können Frauen im Abstand von drei Kalenderjahren ein kombiniertes Zervixkarzinomscreening, bestehend aus zytologischer Untersuchung und HPV-Test (§ 6 Abs. 4 oKFE-RL) beanspruchen. In den beiden folgenden Kalenderjahren können Frauen ab 35 Jahren an der Untersuchung zur Früherkennung von Krebserkrankungen bei der Frau (Abschnitt B. II. §§ 6 und 8 KFE-RL) teilnehmen.

zuletzt aktualisiert am: 23.12.2020

EBM-Begriffe verstehen

Zu speziellen Begriffen im EBM haben unsere Mitglieder immer wieder Fragen. Die KVH hat kurz und knapp in einer Übersicht zusammengefasst, was sie bedeuten.

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