EBM-Änderung Januar 2021

Dialysetage vorverlegen

Mit einer Ausnahmeregelung können Ärzte die Kostenpauschale 40823 (Dialysewochenpauschale bei Hämodialyse) in bestimmten Fällen auch abrechnen, wenn sie die Dialyse von einem Montag auf den vorherigen Sonntag vorverlegen. Diese Regelung wurde rückwirkend zum 1. Januar 2021 in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) aufgenommen. Die Nummer 1 der Bestimmungen des Abschnitts 40.14 EBM wurde entsprechend angepasst.

Wichtig: Die Vorverlegung von einem Montag auf den vorherigen Sonntag ist nur bei sozialen Aspekten möglich. Die Begründung für die Vorverlegung der Dialyse geben Ärzte in den entsprechenden Behandlungsfällen jeweils im freien Begründungsfeld (Feldkennung 5009) in der Abrechnung an.

Fällt zum Beispiel der Jahreswechsel am 31. Dezember auf einen Montag, kann die Dialyse auf den Sonntag (30. Dezember) vorverlegt werden.

Eine Behandlungswoche ist jede Kalenderwoche, in der die wöchentlichen Dialysen an mindestens drei Hämodialysetagen durchgeführt werden. Eine Hämodialyse kann (unter Berücksichtigung sozialer Aspekte mit Angabe einer Begründung) von einem Montag auf den vorherigen Sonntag vorverlegt werden. Für die Berechnungsfähigkeit der Kostenpauschale nach der Gebührenordnungsposition (GOP) 40823 ist in diesem Fall der Sonntag auf die aktuelle Behandlungswoche anzurechnen.

Um Dialyseleistungen beziehungsweise die Kostenpauschale 40823 abzurechnen, benötigen Ärzte eine Genehmigung der  Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) nach der Qualitätssicherungs-Vereinbarung zu den Blutreinigungsverfahren.  

zuletzt aktualisiert am: 05.03.2021

Ansprechpartner

EBM-Hotline

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-7777
ebm-hotline(at)kvhessen(.)de

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