Radiosynoviorthese: Bewertung der Kostenpauschalen erhöht
Ärztinnen und Ärzte erhalten rückwirkend zum 1. Januar 2023 eine 30 Prozent höhere Vergütung für die Sachkosten von Radionukliden, die sie bei der Durchführung der Radiosynoviorthese verwenden. Die Bewertungserhöhung erfolgt wegen der seit Jahren steigenden Preise für die Radionuklide.
Ärztinnen und Ärzte erhalten somit rückwirkend für die Kostenpauschalen bei Verwendung von Yttrium-90-Colloid (GOP 40556), Rhenium-186-Colloid (GOP 40558) und Erbium-169-Colloid (GOP 40560) aus Abschnitt 40.10 eine höhere Erstattung.
Die Kostenpauschalen bilden die Sachkosten bei dem nuklearmedizinischen Verfahren der Radiosynoviorthese nach den GOP 17371 (an einem kleinen Gelenk) und GOP 17373 (an großen oder mittleren Gelenken) ab.
Der Bewertungsausschuss prüft bis zum 30. September 2023, ob weiterer Anpassungsbedarf bezüglich der Kostenpauschalen 40556, 40558 und 40560 besteht.
Neue Bewertungen überblicken
GOP | Kurzbeschreibung | Bewertung bis 31. Dezember 2022 | Bewertung ab dem 1. Januar 2023 |
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40556 | Kostenpauschale für die Sachkosten im Zusammenhang mit der Durchführung der Leistung entsprechend der GOP 17371 oder 17373 bei Verwendung von Y-90-Colloid (Radiosynoviorthese) | 100 Euro | 130 Euro |
40558 | Kostenpauschale für die Sachkosten im Zusammenhang mit der Durchführung der Leistung entsprechend der GOP 17371 oder 17373 bei Verwendung von Re-186-Colloid (Radiosynoviorthese) | 125 Euro | 163 Euro |
40560 | Kostenpauschale für die Sachkosten im Zusammenhang mit der Durchführung der Leistung entsprechend der GOP 17371 bei Verwendung von Er-169-Colloid (Radiosynoviorthese) | 95 Euro | 124 Euro |
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