Eine Frau sitzt vor einem Schreibtisch. Sie telefoniert mit einem Handy während sie Dokumente liest. © kupicoo

EBM-Änderung Januar 2023

Matrixassoziierte autologe Chondrozytenimplantation abrechnen

Ab dem 1. Januar 2023 können Ärztinnen und Ärzte als neues Operationsverfahren bei Patientinnen und Patienten mit symptomatischen Knorpelschäden am Kniegelenk die Matrixassoziierte autologe Chondrozytenimplantation (M-ACI) abrechnen. Hierfür werden die vier neuen OPS‐Kodes 5‐801.ah, 5‐801.kh, 5‐812.8h und 5‐812.hh in den Anhang 2 des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM) aufgenommen.

Die M-ACI kann sowohl belegärztlich stationär als auch ambulant durchgeführt werden. Sie stellt ein zweistufiges operatives Verfahren dar, bei dem die dem Kniegelenk entnommenen Knorpelzellen in einem Labor kultiviert und an eine Trägermatrix gekoppelt werden und anschließend in den Defekt im Kniegelenk reimplantiert werden. Die Entnahme und Reimplantation der Knorpelzellen erfolgt bei einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie) oder einer kleinen operativen Eröffnung des Kniegelenks (Mini-Arthrotomie).

Für die ambulante Erbringung müssen die Vertragsärztinnen und- ärzte prüfen, ob der Gesundheitszustand der Patientin oder des Patienten, die Schwere des Eingriffs und etwaige Begleitoperationen eine ambulante Operation erlauben.

Die neuen Eingriffe können folgende Fachrichtungen abrechnen:

  • Orthopädie und Unfallchirurgie
  • Orthopädie
  • Chirurgie mit Schwerpunkt Unfallchirurgie

Informationen zur Abrechnung

zuletzt aktualisiert am: 28.12.2022

EBM-Begriffe verstehen

Zu speziellen Begriffen im EBM haben unsere Mitglieder immer wieder Fragen. Die KVH hat kurz und knapp in einer Übersicht zusammengefasst, was sie bedeuten.

Ansprechpartner

EBM-Hotline

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-7777
ebm-hotline(at)kvhessen(.)de

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