Eine Frau sitzt vor einem Schreibtisch. Sie telefoniert mit einem Handy während sie Dokumente liest.

EBM-Änderung 1. Januar 2022

OPS: neue Version 2022

Zum 1. Januar 2022 wird der Anhang 2 des EBM an den Operationen- und Prozedurenschlüssel (OPS) Version 2022 angepasst. Dazu werden neue OPS-Codes aufgenommen und andere beendet sowie Anpassungen an bestehenden OPS-Codes vorgenommen.

Neu sind die OPS-Codes

  • für die Implantation eines Katheterverweilsystems in den Bauchraum zur Peritonealdialyse (5-549.20)
  • für die Implantation eines Katheterverweilsystems in den Bauchraum zur Aszitesdrainage (5-549.21)
  • für die operative Behandlung von Hämorrhoiden 3. Grades (5-493.01, 5-493.02)
  • für die Rekonstruktion des Ureters (5-568.d0)
  • für die partielle Harnblasenresektion (5-575.00, 5-575.01, 5-575.02)
  • für die Zystektomie beim Mann bzw. bei der Frau nach Umstieg von laparoskopisch auf offene chirurgische Operation (5-576.02, 5-576.12)
  • für den Ersatz der Harnblase laparoskopisch (5-577.01) und offen chirurgisch (5-577.02)
  • für die operative Blutstillung laparoskopisch (5-579.41) und offen chirurgisch (5-579.45)
  • für die Inzision und Exzision von retroperitonealem Gewebe (5-590.05, 5-590.25, 5-590.45)
  • für die Exzision und Destruktion von Prostatagewebe nach Umstieg von laparoskopisch auf offene chirurgische Operation (5-603.12)
  • für die chirurgische Bandplastik mit allogener Sehne im Bereich des vorderen bzw. des hinteren Kreuzbandes (5-803.b, 5-803.c)
  • für die Fusion des distalen Tibiofibulargelenkes (5-809.5)

Die proktologischen Eingriffe entsprechend den OPS-Codes 5-493.01 und 5-493.02 können Ärztinnen und Ärzte nur bei Vorliegen von Hämorrhoiden 3. Grades abrechnen. Hierfür wurde eine neue dritte Bestimmung in die Präambel des Abschnitts 31.2.6 (für ambulante Operationen) sowie eine neue  dritte Bestimmung des Abschnitts 36.2.6 (für belegärztliche Operationen) aufgenommen.

Gestrichener OPS-Code

  • für die Implantation eines Katheterverweilsystems in den Bauchraum (5-549.2)

Grund hierfür ist die Aufgliederung des OPS-Codes in zwei Codes (5-549.20 und 5-549.21) je nach Zweck der Implantation.
 

Bestehende OPS-Codes angepasst          

Führen Ärztinnen und Ärzte Operationen nach den OPS-Codes 5-536.4e, 5-536.4f,5-536.4g, 5-536.4h (Versorgung von Narbenhernien) durch, müssen sie die horizontale Defektbreite der Narbenhernie von zehn Zentimetern oder mehr nicht mehr mittels CT oder MRT dokumentieren. Die im Januar 2021 aufgenommene Bestimmung Nr. 21 in der Präambel 2.1 zum Anhang 2 des EBM wird ab dem Jahr 2022 gestrichen.

Bei dem OPS-Code 1-665 für die diagnostische Ureterorenoskopie geben Ärztinnen und Ärzte ab dem 1. Januar 2022 die Seitenlokalisation – in der Feldkennung 5041 (Seitenlokalisation OPS) – in ihrer Abrechnung an. Diese Änderung wurde im Rahmen der Aktualisierung des OPS für 2022 durch das  Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bei dem OPS-Code im Anhang 2 des EBM aufgenommen.

In den vergangenen Jahren erfolgte die Anpassung des OPS immer erst zum zweiten Quartal des Jahres. Die nun frühere Anpassung geht auf eine neue gesetzliche Regelung zurück, die mit dem MDK-Reformgesetz in das SGB V aufgenommen wurde. Demnach ist der Anhang 2 ab dem Jahr 2021 jeweils zum 1. Januar anzupassen.

zuletzt aktualisiert am: 29.11.2021

Ansprechpartner

EBM-Hotline

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-7777
ebm-hotline(at)kvhessen(.)de

Genehmigung zur Abrechnung

Ambulante Operationen können Ärzte nur dann abrechnen, wenn sie bestimmte Qualifikationsvoraussetzungen erfüllen. Sie müssen einen Antrag bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) stellen, die diesen genehmigen muss.

Ihre Downloads ()

Ihre gesammelten Downloads können Sie jetzt komfortabel mit einem Klick herunterladen.

Alle herunterladen