EBM-Änderung 1. Oktober 2019

HIV: kurative Laborleistungen

Für Ärzte, die spezielle Laborleistungen abrechnen, ändern sich zum 1. Oktober 2019 zwei Gebührenordnungspositionen (GOP): der Nachweis von HIV-Antikörpern/Antigenen und der Nukleinsäurenachweis.

HIV-Antikörper/Antigene

Den Nachweis von HIV-1- und HIV-2-Antikörpern sowie von HIV-p24-Antigen können Praxen mit der GOP 32575 abrechnen. Die GOP 32575 ist nun 4,45 Euro wert (statt 4,10 Euro).

Der neu formulierte Leistungsumfang der GOP 32575 hat zur Folge, dass der Bewertungsausschuss folgende GOP aus dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) streicht:

  • GOP 32576 HIV-2 Antikörper – Immunoassay und
  • GOP 32783 Nachweis von HIV

Grund für die Änderung im EBM sind die neuen präventiven Leistungen zur HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP), die Ärzte seit dem 1. September 2019 abrechnen können. Die GOP 32575 ist neben der GOP 01931 – dem gleichen Nachweis bei der PrEP – nicht berechnungsfähig.

Nukleinsäurenachweis

Für den diagnostischen Nukleinsäurenachweis von HIV-RNA können Ärzte die neue genehmigungspflichtige GOP 32850 abrechnen. Diese Leistung können Ärzte sowohl zur Bestätigung eines reaktiven Suchtests anstelle der GOP 32660 als auch zum Nachweis einer kürzlich erworbenen HIV-Infektion einsetzen. Die GOP 32850 ist 43,40 Euro wert und soll zunächst extrabudgetär vergütet werden.

Bei Abrechnung der GOP 32850 geben Praxen die Kennnummer 32006 für „Erkrankungen oder Verdacht auf Erkrankungen, bei denen eine gesetzliche Meldepflicht besteht oder Mukoviszidose“ an, damit die Leistung bei der Berechnung des Wirtschaftlichkeitsbonus (WiBo)  unberücksichtigt bleibt.

zuletzt aktualisiert am: 03.09.2019

Ansprechpartner

EBM-Hotline

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-7777
ebm-hotline(at)kvhessen(.)de

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