EBM-Änderung 1. Januar 2020

Früherkennungsuntersuchung bei Kindern: neue Zusatzpauschale

Ärzte können ab dem 1. Januar 2020 eine Zusatzpauschale bei Kindern abrechnen, wenn sie nach der Vermittlung durch die Terminservicestelle (TSS) am Behandlungstag nur eine Früherkennungsuntersuchung (U-Untersuchung) durchführen und abrechnen. Hierfür gibt es die neue Gebührenordnungsposition (GOP) 01710 im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM).

Das bedeutet: Kinder- und Jugendärzte, Hausärzte, Gynäkologen, Orthopäden, HNO-Ärzte sowie Phoniater rechnen die Zusatzpauschale (GOP 01710) ab, wenn sie eine U-Untersuchung bei Kindern als einzelne Leistung an dem Behandlungstag durchführen. Dafür muss die TSS zuvor den Termin vermittelt haben. Die Versicherten- oder Grundpauschale können sie an dem Tag nicht abrechnen.

Für die Früherkennungsuntersuchungen (U-Untersuchungen) bei Kindern gilt der Abschnitt 1.7.1 EBM.

Die Höhe der Bewertung der GOP 01710 ist, ebenso wie bei den TSS-Zuschlägen, abhängig von der Wartezeit auf einen Termin. Erster Zähltag ist der Tag, an dem der Patient beziehungsweise dessen Erziehungsberechtigte Kontakt zur TSS aufgenommen haben.
 

Zeit ab Kontaktaufnahme des Patienten zur TSS bis zur Behandlung

GOP 01710 – Bewertung
1. bis 8. Tag12,53 Euro* (114 Punkte)
9. bis 14. Tag7,47 Euro* (68 Punkte)
15. bis 35. Tag4,94 Euro* (45 Punkte)

*nach bundeseinheitlichem Orientierungspunktwert 2020 (10,9871 Cent)
 

Kurative Leistungen können Ärzte ebenso wie die Versicherten- oder Grundpauschale nicht am selben Behandlungstag bei dem Kind abrechnen, an anderen Tagen im Quartal hingegen schon.

Die Zusatzpauschale 01710 können Ärzte nicht abrechnen, wenn die TSS Termine für Laboruntersuchungen oder für die J1 (Vorsorgeuntersuchung für Jugendliche zwischen zwölf und 14 Jahren) vermittelt hat.

Ärzte rechnen die Zusatzpauschale 01710 höchstens einmal im Arztgruppenfall ab. Das bedeutet: Sie kann nicht abgerechnet werden, wenn das Kind im selben Quartal in dieser Praxis bereits von einem Arzt der Arztgruppe behandelt worden ist, die die Früherkennungsuntersuchung durchführt.

zuletzt aktualisiert am: 02.01.2020

Ansprechpartner

EBM-Hotline

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-7777
ebm-hotline(at)kvhessen(.)de

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