EBM-Änderung 1. Januar 2019

Detailänderungen 1/2019

Radiologen und Strahlentherapeuten dürfen Samstagszuschlag abrechnen

Bisher konnten Radiologen und Strahlentherapeuten an Samstagen allein ihre Behandlungsleistungen abrechnen, aber nicht die Gebührenordnungsposition (GOP) 01102 als Samstagszuschlag aus dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM).
Ab Januar 2019 können auch Radiologen und Strahlentherapeuten, wenn sie an Samstagen zwischen 7 Uhr und 14 Uhr Patienten behandeln, die GOP 01102 als Samstagszuschlag abrechnen. Die GOP 01102 ist mit 10,93 Euro bewertet (101 Punkte, bundeseinheitlicher Orientierungspunktwert 2019 von 10,8226 Cent).

Screening auf Bauchaortenaneurysmen

Die kurative Uro-Genital-Sonographie GOP 33043 ist neu neben dem Screening auf Bauchaortenaneurysmen GOP 01748 am gleichen Behandlungstag berechnungsfähig. Der bisherige Abrechnungsausschluss wurde zum 1. Januar 2019 aufgehoben. Patienten müssen also nicht mehr an zwei Tagen einbestellt werden.

Bei der gleichzeitigen Abrechnung der GOP 33043 und der GOP 01748 wird wegen der entfallenden Wechselseiten (die Untersuchung kann sich direkt anschließen) ein Abschlag auf die GOP 33043 von acht Punkten vorgenommen (die GOP 33043 wird in dem Fall mit 79 Punkten anstelle von 87 Punkten bewertet).

Das Screening auf Bauchaortenaneurysmen wurde zum 1. Januar 2018 in den EBM aufgenommen.

Früherkennungsuntersuchung Hautkrebs

Die elektronische Dokumentation zum Hautkrebs wurde zum 1. Januar 2019  angepasst. Über die Anpassung der Vergütung soll im Rahmen der EBM‐Weiterentwicklung beraten werden. In einer Protokollnotiz wurde festgehalten, dass der Dokumentationsaufwand im Rahmen der möglichen Aufnahme der Dermatoskopie als Leistung in den EBM überprüft und gegebenenfalls neu bewertet werden soll.

Neuropädiatrische Betreuung Zusatzpauschale

Die Zusatzpauschale für die neuropädiatrische Betreuung (GOP 04433) ist ab 1. Januar auch für Patienten mit dem ICD-10-Code G90.60 (Komplexes regionales Schmerzsyndrom der oberen Extremität, Typ II: Kausalgie) berechnungsfähig.

Hintergrund ist, dass das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) den ICD-10-Code G56.4 (Mononeuropathien der oberen Extremität: Kausalgie) gestrichen hat. Der medizinische Inhalt des ICD-10-Codes G56.4 wird über den neuen ICD-10-Code G90.60 abgebildet.

Elektronischer Medikationsplan

Mit dem E‐Health‐Gesetz wurde festgelegt, dass Versicherte ab Januar 2019 Anspruch auf Speicherung des Medikationsplans auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) haben, sofern sie dies wünschen. Technisch ist dies zwar noch nicht umsetzbar, der Bewertungsausschuss hat aber bereits die nötigen Anpassungen im EBM beschlossen.

Notfalldatensatz

Wenn Ärzte einen Notfalldatensatz auf der eGK anlegen oder löschen ist vorgesehen, dass sie einen Zuschlag zur Grund‐ beziehungsweise Versichertenpauschale erhalten (GOP 01640 bis 01642). Diese Zuschläge sind nach Anhang 3 des EBM Bestandteil der fachärztlichen Grundversorgung. Der Bewertungsausschuss hat klargestellt, dass die Zuschläge zur internistischen Grundversorgung – konkret die GOP 13294, 13344, 13394, 13543, 13594, 13644 und 13694 – auch in Behandlungsfällen berechnungsfähig sein werden, in denen ausschließlich die Zuschläge für die Anlage und Löschung eines Notfalldatensatzes berechnet werden. Die Anpassung im EBM erfolgt zum 1. Januar 2019.

Hyperbare Sauerstofftherapie

Rückwirkend zum 1. Oktober 2018 hat der Bewertungsausschuss beschlossen, dass auch Dermatologen die Betreuung eines Patienten zwischen den Druckkammerbehandlungen bei der hyperbaren Sauerstofftherapie bei diabetischem Fußsyndrom (GOP 30214) berechnen dürfen. Der neue Abschnitt 30.2.2 zur Hyperbaren Sauerstofftherapie für Patienten mit diabetischem Fußsyndrom wurde zum 1. Oktober 2018 in den EBM aufgenommen.

Messung der myokardialen fraktionellen Flussreserve bei koronarer Herzkrankheit.

Ebenfalls rückwirkend zum 1. Oktober 2018 wird vom Bewertungsausschuss klargestellt, dass die Sachkostenpauschale 40301 für die Durchführung der Messung der myokardialen fraktionellen Flussreserve belegärztlich nicht berechnungsfähig ist. Dazu wird die Sachkostenpauschale 40301 in die Nummer 3 der EBM‐Präambel aufgenommen. Die Messung der myokardialen fraktionellen Flussreserve bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit wurde zum 1. Oktober 2018 in den EBM aufgenommen.

zuletzt aktualisiert am: 02.09.2019

Ansprechpartner

EBM-Hotline

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-7777
ebm-hotline(at)kvhessen(.)de

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