EBM-Änderung 1. Januar 2020

Früherkennung von Darmkrebs: eDoku ausgesetzt

Ärzte müssen ab dem 1. Januar 2020 zunächst keine elektronische Dokumentation (eDoku) erfassen und übermitteln, wenn sie einen Test auf okkultes Blut im Stuhl mit einem quantitativen immunologischen Test (iFOBT) oder eine Früherkennungs- oder Abklärungskoloskopie durchführen und abrechnen. Die entsprechenden Gebührenordnungspositionen (GOP) im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) wurden in den Leistungslegenden angepasst.

Das bedeutet: Ärzte müssen bis auf Weiteres keine eDoku erfassen und übermitteln, wenn sie die GOP 01738 (iFOBT), 01741 (Früherkennungskoloskopie) oder 13421 (Abklärungskoloskopie war eDoku-relevant, wenn der Grund der Koloskopie ein positiver iFOBT war) abrechnen.

Hintergrund: Ab Januar 2020 sollten neue Vorgaben für die Dokumentation im Rahmen des organsierten Krebsfrüherkennungsprogramms (oKFE) zur Darmkrebsfrüherkennung gelten. Da es nicht allen Softwareanbietern gelungen ist, zum Starttermin die Dokumentationssoftware anzubieten, hat der Gemeinsame Bundesauschuss (G-BA) kurzfristig entschieden, die eDoku zunächst auszusetzen. Dies wird so lange der Fall sein, bis eine flächendeckende Implementierung der Software in die Praxisverwaltungssysteme möglich ist.

Die Abrechnung der Laborleistung 01738 (iFOBT) setzt wie bisher eine Genehmigung nach der Qualitätssicherungs (QS-)Vereinbarung Spezial-Labor voraus. Die GOP 01741 und 13421 kann von Internisten und Chirurgen mit einer Genehmigung nach der QS-Vereinbarung Koloskopie abgerechnet werden.

zuletzt aktualisiert am: 02.01.2020

Ansprechpartner

EBM-Hotline

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-7777
ebm-hotline(at)kvhessen(.)de

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