In bestimmten Fällen können Ärzte bei Patienten mit einer Coronaerkrankung eine Therapie mit monoklonalen Antikörpern anwenden und abrechnen. Die Vergütung wurde rückwirkend zum 1. Januar 2021 in einer Rechtsverordnung (RVO) geregelt.

Coronavirus: Monoklonale Antikörpertherapie

Die Therapie von COVID-19 mit monoklonalen Antikörpern ist auch in Deutschland möglich. Die Bereitstellung, der Anspruch sowie die Vergütung der Anwendung in Europa ist rückwirkend zum 1. Januar 2021 durch eine Rechtsverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) geregelt.

Laut Rechtsverordnung kann die monoklonale Antikörpertherapie auch ambulant erfolgen, sofern ein Vertragsarzt die Anwendung für einen Patienten als indiziert erachtet und die Therapie im Rahmen eines individuellen Heilversuchs verantwortet.

Ärzte rechnen für die Durchführung der monoklonale Antikörpertherapie die Gebührenordnungsposition (GOP) 88400 „Leistungen im Zusammenhang mit der Anwendung von monoklonalen Antikörpern“ ab. Die GOP ist 450 Euro wert, entsprechend der Vorgabe in der Monoklonale-Antikörper-Verordnung (MAKV).

Mit der MAKV wird die Bereitstellung, der Anspruch und die Vergütung der Anwendung von Arzneimitteln mit monoklonalen Antikörpern, die in Europa bisher nicht als Arzneimittel rechtlich zugelassen sind, geregelt. Die Abrechnung erfolgt als kurative Behandlung auf den üblichen GKV-Schein gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung.

Für Ärzte, die an COVID-19 erkrankte Patienten mit Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf über die Möglichkeit einer monoklonalen Antikörpertherapie informieren möchten, diese aber nicht selber durchführen hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) detaillierte Informationen bereitgestellt. Sie bieten Hintergrundinformationen zur Therapie mit monoklonalen Antikörpern, einen Überblick über die grundsätzlichen Voraussetzungen für eine Therapie sowie Hinweise für das Gespräch zu den Behandlungsoptionen und den nächsten Schritten.

Monoklonale Antikörper gegen das Spike-Protein können in der frühen Krankheitsphase die SARS-CoV-2-Viruslast bei leichter bis moderate COVID-19-Erkrankung senken. Sie sind damit eine der Optionen antiviraler Therapie von COVID-19. Die Bereitstellung, den Anspruch sowie die Vergütung der Anwendung dieser Arzneimittel regelt die MAKV.

Die aktuelle Produktinformation und die Vorgaben des Bundesgesundheitsministeriums, nach denen der Bezug und die Anwendung dieser Arzneimittel in Deutschland ausschließlich zulässig sind, sind auf der Internetseite des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) veröffentlicht.

zuletzt aktualisiert am: 03.05.2021

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