Ärzte können Corona-Tests bei hessischen Lehrkräften veranlassen und dafür neue Leistungen abrechnen. Voraussetzung ist, dass sie an der Vereinbarung teilnehmen, die das Hessische Kulutsministerium und die Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) dazu getroffen haben.

Coronavirus: Testungen bei Lehrkräften abrechnen

Ärzte konnten seit dem 1. Dezember 2020 bei Schulpersonal (ehemals Lehrkräfte) aus hessischen Schulen alle 14 Tage Point-of-Care-Antigenttests (PoC-Tests) durchführen. Das Kultusministerium des Landes Hessen und die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) haben die Details vereinbart. Um die neuen Leistungen und die Sachkosten für die PoC-Tests abzurechnen, müssen Ärzte an der Vereinbarung teilnehmen.

Wichtig: Seit dem 22. Februar können Ärzte die PoC-Tests alle sieben Tage durchführen und abrechnen. Das wurde mit dem hessischen Kultusministerium neu vereinbart.

Leistungen überblicken
GOPKurzbeschreibungEurobetrag
98270

Pauschale 1 pro durchgeführtem PoC-Antigen-Schnelltest

Durchführung und Auswertung des Einzeltests in der Testpraxis gemäß festgelegtem Testumfang, einschließlich erhöhten Hygienemaßnahmen und Beschaffung nach Vorgaben des BfArM des Antigen-Schnelltests.
25 Euro
98271

Pauschale 2 Sachkosten

PoC-Antigentest
9 Euro
98272

Pauschale 3 Meldung Gesundheitsamt

Meldung eines positiven PoC-Antigen-Schnelltest an das für den Wohnort der getesteten Person zuständige Gesundheitsamt (einschließlich des PCR-Ergebnisses).
7,50 Euro

Die personenbezogenen Daten der Patienten erheben Ärzte in ihren Praxen. Dazu legt die Praxis ein Abrechnungsschein unter Angabe des Kostenträgers, „Hessisches Kultusministerium", VKNR 45810 (IK 100045810), der Kostenträgergruppe 30, dem Kostenträger Abrechnungsbereich 00 und der Gebührenordnung (Hessenspezifische GOP) an.

An der Vereinbarung teilnehmende Ärzte melden täglich die Zahl der Testungen bei Schulpersonal (gilt auch bei Testungen von Erziehern).

Diese wurden bisher von den auswertenden Laboren übermittelt. Ärzte füllen das Formular jetzt im KV-SafeNet-Portal* unter „Covid-19-Report“ aus. Ärzte, die an der Vereinbarung teilnehmen und Tests veranlassen, informieren sich über den Ablauf im Eckpunktepapier.

*KV-SafeNet steht nicht mit der Firma SafeNet, Inc., USA, in firmenmäßiger oder vertraglicher Verbindung.

Wenn Ärzte Testungen für den Nukleinsäurenachweis des beta-Coronavirus SARS-CoV-2 bei Lehrkräften, Betreuungspersonen oder Angestellten aus hessischen Schulen veranlassen, können sie ab dem 10. August bis zum 30. November 2020 neue Leistungen abrechnen. Ab dem 1. Dezember 2020 wird das Verfahren auf PoC-Tests umgestellt.

Das Kultusministerium des Landes Hessen und die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) haben die Details vereinbart. Um die neuen Leistungen abzurechnen, müssen Ärzte an der Vereinbarung teilnehmen

Leistungen überblicken

GOPKurzbeschreibungEurobetrag
98250

Pauschale 1 pro durchgeführtem Test

Einzeltest in Testpraxis / Testcenter, einschließlich erhöhter Hygienemaßnahmen
15 Euro
98251

Pauschale 2 pro Tag und Testpraxis / Testcenter

Tagesgleicher Versand aller Tests an das Labor (einmal täglich)
5 Euro
98252

Pauschale 3

Postalische Befundübermittlung des negativen Testergebnisses
0,80 Euro

Den Test können Ärzte bei hessischen Lehrkräften nach der Vereinbarung alle zwei Wochen abnehmen und in das dafür vorgesehene Labor einsenden. Die neuen Leistungen rechnen veranlassende Ärzte in Hessen wie üblich über ihre Quartalsabrechnung mit der KVH ab. Anspruchsberechtigt sind nicht nur Lehrkräfte, sondern alle, die in einer Schule für das Land, den Schulträger oder Jugendhilfeträger sowie freie Träger tätig sind und die dabei regelmäßig und wiederkehrend mit Schülern Kontakt haben.

Die personenbezogenen Daten der Patienten erheben Ärzte in ihren Praxen. Dazu legt die Praxis ein Abrechnungsschein unter Angabe des Kostenträgers, „Hessisches Kultusministerium", VKNR 45810 (IK 100045810), der Kostenträgergruppe 30, dem Kostenträger Abrechnungsbereich 00 und der Gebührenordnung (Einheitlicher Bewertungsmaßstab – EBM) an.

Das IMD Diagnostik Labor in Frankfurt wurde vom Hessischen Kultusministerium gesondert beauftragt und rechnet mit dem Ministerium ab. Für die Untersuchung der bei Lehrkräften entnommenen Abstriche ist ausschließlich und alleine das jeweils vertraglich eingebundene Labor zuständig. Ärzte, die an der Vereinbarung teilnehmen und Tests veranlassen, informieren sich über den Ablauf im Eckpunktepapier.

zuletzt aktualisiert am: 22.02.2021

Coronatests & Abrechnung

Speziell für Mitglieder hat die KVH eine Übersicht der aktuellen Corona-Abrechnungsmöglichkeiten zusammengestellt (bitte einloggen). 

Hilfreich: Beispiele zur Verwendung der ICD-Kodes.

Ansprechpartner

EBM-Hotline

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-7777
ebm-hotline(at)kvhessen(.)de

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