In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) rechnen Ärzte und Psychotherapeuten ihr Honorar einmal im Quartal nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) mit ihrer Kassenärztlichen Vereinigung ab, die die Daten prüft und sie wiederum mit der Krankenkasse des Patienten abrechnet.

Krankenversichertenkarte: Ersatzverfahren

Die E-Health-Kartenterminals in der Praxis können neben der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) auch die Krankenversichertenkarten sonstiger Kostenträger einlesen. Dann wird aber kein Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) durchgeführt. Kann eine gültige Krankenversichertenkarte nicht eingelesen werden, wenden Praxen das Ersatzverfahren an.

Ersatzverfahren

Kann eine gültige Karte nicht eingelesen werden, erheben Praxen folgende Daten vom Patienten:

  1. Bezeichnung der Krankenkasse
  2. Vorname des Versicherten
  3. Name des Versicherten
  4. Geburtsdatum des Versicherten
  5. Versichertenart
  6. Postleitzahl des Wohnorts
  7. wenn möglich: die Versichertennummer (erste zehn Stellen)

Der Versicherte muss durch seine Unterschrift auf dem Abrechnungsschein (Vordruckmuster 5) bestätigen, dass er gesetzlich krankenversichert ist. Dies gilt nicht für das Vordruckmuster 19 (Notfall-/Vertretungsschein), sofern es im Notfalldienst verwendet wird.

Die im Ersatzverfahren ausgestellten Scheine gibt die Praxis in Papierform mit ihrer Abrechnung ab. Ausnahme: Bei der Freien Arzt- und Medizinkasse (FAMK), der Postbeamtenkrankenkasse und der Bundeswehr bleibt der durch das Praxisverwaltungssystem (PVS) erzeugte Abrechnungsschein in der Praxis.

zuletzt aktualisiert am: 02.05.2019

Ansprechpartner

EBM-Hotline

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-7777
ebm-hotline(at)kvhessen(.)de

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