Verlängert: Verschiedene besondere Abrechnungsregelungen wegen der Corona-Pandemie gelten weiterhin. Das gilt insbesondere für die Videosprechstunde und die Substitutionsbehandlung.

Coronavirus: viele Sonderregelungen verlängert

Mehrere Sonderregelungen, die aufgrund der Corona-Pandemie beschlossen wurden und zunächst bis zum 30. Juni 2020 terminiert waren, sind verlängert. Dazu zählen insbesondere die Regelungen zur Videosprechstunde. Nicht verlängert wird hingegen die Sonderregelung zur Telefonkonsultation. Auch die Erstattung der Portokosten für Folgeverordnungen und Überweisungsscheine entfällt.

Verlängerte Sonderregelungen bis zum 30. September 2020:

  • Videosprechstunde mit 20-Prozent-Obergrenzen bleiben ausgesetzt: betrifft behandlungsfall- und leistungsbezogene Begrenzungen bei der Durchführung der Videosprechstunde durch Ärzte und Psychotherapeuten. Ärzte und Psychotherapeuten können somit auch im dritten Quartal 2020 unbegrenzt Videosprechstunden anbieten. Fallzahl und Leistungsmenge sind nicht limitiert 
  • Psychotherapeutische Sprechstunden, probatorische Sitzungen sowie probatorische Sitzungen in der Neuropsychologie per Video in Ausnahmefällen möglich: Ausnahmefälle sind zum Beispiel, wenn ein Aufsuchen der Praxis dem Patienten nicht zumutbar ist
  • Gruppentherapie kann unbürokratisch in Einzeltherapie umgewandelt werden: für je eine bewilligte Gruppensitzung (100 Min.) darf je eine Einzelsitzung durchgeführt werden (50 Min.), formlose Anzeige bei der Krankenkasse ist ausreichend 
  • Sozialpsychiatrie: Videogestützte Maßnahmen einer funktionellen Entwicklungstherapie dürfen durch qualifizierte Mitarbeiter durchgeführt werden 
  • Substitution: Das therapeutische Gespräch bei der Behandlung Opioidabhängiger ist weiterhin achtmal im Behandlungsfall möglich und kann auch im Rahmen einer Videosprechstunde durchgeführt werden. Wichtig: Ärzte können dagegen die GOP 01952 „Zuschlag Therapiegespräch“ bei telefonischem Arzt-Patienten-Kontakt ab dem 1. Juli 2020 nicht mehr abrechnen 

Sonderregelungen, die zum 30. Juni 2020 enden:

  • Vergütungsregelung für mehr Telefonsprechstunde: Ein Grund für die Entscheidung des Bewertungsausschusses sind die sinkenden Infektionszahlen in Deutschland und die damit einhergehenden Lockerungsmaßnahmen. Sie ermöglichen es, dass die Patienten unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen wieder in die Praxis kommen können und dringende Behandlungen, Kontrollen oder Früherkennungsuntersuchungen nicht länger aufschieben. Eine telefonische Beratung ist selbstverständlich weiterhin möglich und wird über die Grund- beziehungsweise Versichertenpauschale vergütet
  • Regelungen zur Erstattung von Portokosten für Folgeverordnungen und Überweisungen

 

zuletzt aktualisiert am: 22.06.2020

EBM-Begriffe verstehen

Zu speziellen Begriffen im EBM haben unsere Mitglieder immer wieder Fragen. Die KVH hat kurz und knapp in einer Übersicht zusammengefasst, was sie bedeuten.

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