Eine Frau sitzt vor einem Schreibtisch. Sie telefoniert mit einem Handy während sie Dokumente liest. © kupicoo

Vom 1. April 2020 bis 30. Juni 2022: Mit der Kennzeichnung 88240 dokumentierten Ärztinnen und Ärzte alle Tage, an denen sie Patientinnen und Patienten wegen des klinischen Verdachts auf eine Infektion oder wegen einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) behandelten.

Corona-Leistungen mit 88240 kennzeichnen

Achtung: Die Kennzeichnung der Corona-Leistungen mit 88240 war nur bis zum 30. Juni 2022 gültig.

Für die Kennzeichnung von Leistungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gab es seit 1. April 2020 ein neues Verfahren. Die Kennzeichnung erfolgte seitdem auch im kompletten Jahr 2021 bis zum 30. Juni 2022. Seit dem 1. Juli 2022 ist keine Kennzeichnung mehr vorzunehmen.

Ärztinnen und Ärzte dokumentierten die Kennzeichnung 88240 an allen Tagen, an denen sie Patientinnen und Patienten wegen des klinischen Verdachts oder einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) behandelt haben. Durch den Bewertungsausschuss wurde klargestellt: Leistungen, die Ärztinnen und Ärzte im Rahmen des Long-COVID erbringen, dürfen sie nicht mit der 88240 kennzeichnen

 Präzisiert:

Für den Ansatz der Kennzeichnung 88240 musste ein begründeter klinischer Verdacht vorliegen (Covid-19-typische Symptomatik wie akute respiratorische Symptome, Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn oder klinische radiologische Hinweise auf eine virale Pneumonie) oder eine nachgewiesene Infektion mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2). 

Alle Leistungen, die Ärztinnen und Ärzte und gegebenenfalls Kolleginnen und Kollegen der gleichen Arztgruppe an den gekennzeichneten Tagen (88240) erbrachten, sollen dann in voller Höhe vergütet werden.

Ebenfalls  in voller Höhe sollen die in diesem Quartal von dieser Arztgruppe abgerechneten Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschale, auch wenn sie nicht an diesem gekennzeichneten Tagen abgerechnet wurden, vergütet werden. Dasselbe galt für die Zusatzpauschale für Pneumologie (GOP 04530 und 13650) und die Zusatzpauschale fachinternistische Behandlung (GOP 13250). 

Wichtig: Auch Labore kennzeichneten mit 88240 nur noch bis 30. Juni 2022. Die Kennzeichnung erfolgte am Tag der Leistungserbringung und ist keine Fallkennzeichnung. Dies galt ebenso für den ärztlichen Bereitschaftsdienst beziehungsweise in der ambulanten Notfallversorgung.

zuletzt aktualisiert am: 01.07.2022

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