Eine Frau sitzt vor einem Schreibtisch. Sie telefoniert mit einem Handy während sie Dokumente liest.

Seit 1. April 2020: Mit der Kennzeichnung 88240 dokumentieren Ärzte alle Tage, an denen sie Patienten wegen des klinischen Verdachts auf eine Infektion oder wegen einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) behandeln.

Corona-Leistungen mit 88240 kennzeichnen

Für die Kennzeichnung von Leistungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gibt es seit 1. April 2020 ein neues Verfahren. Sie erfolgt wie bisher und auch weiterhin für das komplette Jahr 2021 mit der 88240.

Ärzte dokumentieren die Kennzeichnung 88240 an allen Tagen, an denen sie Patienten wegen des klinischen Verdachts oder einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) behandeln. 

Präzisiert: Für den Ansatz der Kennzeichnung 88240 muss ein begründeter klinischer Verdacht vorliegen (Covid-19-typische Symptomatik wie akute respiratorische Symptome, Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn oder klinische radiologische Hinweise auf eine virale Pneumonie) oder eine nachgewiesene Infektion mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2). Siehe dazu den Beschluss des Bewertungsausschusses aus der 521. Sitzung sowie den Beschluss zur Verlängerung der Regelung für 2021.

Alle Leistungen, die der Arzt und gegebenenfalls Kollegen seiner Arztgruppe an den an den gekennzeichneten Tagen (88240) erbringen, sollen dann in voller Höhe vergütet werden.

Ebenfalls  in voller Höhe sollen die in diesem Quartal von dieser Arztgruppe abgerechneten Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschale, auch wenn sie nicht an diesem gekennzeichneten Tagen abgerechnet wurden, vergütet werden. Dasselbe gilt für die Zusatzpauschale für Pneumologie (GOP 04530 und 13650) und die Zusatzpauschale fachinternistische Behandlung (GOP 13250). 

Eine gesonderte Vergütung ist bereits seit dem 1. Februar 2020 für alle Leistungen vorgesehen, die die Corona-Pandemie betreffen. Ärzte haben deshalb bisher die Fälle mit 88240 gekennzeichnet.

Wichtig: Auch Labore kennzeichnen weiterhin mit 88240. Neu ist auch hier, dass die Kennzeichnung am Tag der Leistungserbringung erfolgen muss und es keine Fallkennzeichnung mehr ist. Dies gilt ebenso für den ärztlichen Bereitschaftsdienst beziehungsweise in der ambulanten Notfallversorgung.

zuletzt aktualisiert am: 18.01.2021

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