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30% der Arbeitszeit

werden nicht bezahlt.

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30% der Arbeitszeit werden nicht bezahlt.

Oder anders formuliert: Ein Drittel der geleisteten Arbeitszeit wird von niemandem vergütet. Damit gibt es einen großen Teil ärztlicher Arbeitszeit praktisch zum Nulltarif.

Auch Eckhard Wendt bekommt das wie viele seiner Kollegen in Hessen jeden Tag vor Augen geführt. „Es ist so, dass die Leistungen, die ich über die Kassenärztliche Vereinigung generiere, zwar ausreichen, um die Miete und die Gehälter für meine Angestellten zu zahlen.“ Um die von ihm übernommene Praxis abzuzahlen oder für sein eigenes Gehalt zu sorgen, langten die Kassenpatienten alleine jedoch nicht aus. Und nicht nur in der Praxis von Eckhard Wendt ist es daher Alltag, dass Privatpatienten die medizinische Versorgung von Kassenpatienten mittragen – und niedergelassenen Ärzten überhaupt erst ein eigenes Gehalt sichern. „In unserem Beruf ist es nun einmal so, dass wir eine Leistung – mit Leidenschaft und aus Berufung – erbringen und dann erst ein halbes Jahr später erfahren, was wir dafür erhalten.“ Das erschwere zusätzlich die Planbarkeit, führt Eckhard Wendt weiter aus.   

Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass der Zeitverzug zwischen einer erbrachten Leistung und deren endgültiger Honorierung beträchtlich ist. Allerdings kann sich daran erst etwas ändern, wenn es zu einem grundsätzlichen Paradigmenwechsel im Gesundheitssystem in Deutschland kommt. Erst wenn das Prinzip der Kostenerstattung eingeführt würde, könnte sich daran etwas ändern. Doch danach sieht es im Moment nicht aus: Eine politische Mehrheit für diese Idee fehlt.

Und was bewegt Sie in Ihrer Praxis? Hier können Sie als Ärzte oder Psychotherapeuten über die Dinge sprechen, die Sie im Praxisalltag beschäftigen. So wie die Mitglieder, die im Moment mit ihrem Statement einen Gedanken anstoßen. Sie haben Interesse? Dann schreiben Sie uns an wasunsbewegt@kvhessen.de.

Eckhard Wendt,
Gynäkologe

8% der Ärzte in Hessen

suchen Nachfolger.

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8% der Ärzte in Hessen suchen Nachfolger.

Schon lange sucht Andreas Förster einen Nachfolger für seine Praxis. Damit gehört er zu den aktuell rund 8% der hessischen Ärzte, die sich um eine Fortführung ihres Praxisbetriebes über ihre eigene Lebensarbeitszeit hinaus bemühen.

Über die Alternativen zur Praxisübernahme ist er sich im Klaren. Er könnte einen Arzt einstellen, der an seiner Stelle die Patienten versorgt. Das Gehalt dafür kann er jedoch aus dem Praxisbetrieb alleine nicht erwirtschaften. Als Hausarzt trägt er zwar im Vergleich zu anderen Kollegen mehr Verantwortung für seine Patienten, verdient allerdings auch deutlich weniger. 

Die andere Alternative: Er könnte seine Praxis schließen. „Aber das wäre nicht im Sinne meiner Patienten. Es wäre eine Katastrophe für die Leute, wenn da kein Nachfolger gefunden würde“, ist sich Andreas Förster sicher.

Bedenkt man das Vertrauensverhältnis, das sich zum behandelnden Arzt und zur gesamten Praxis aufbaut, und die Tatsache,

dass jeder niedergelassene Arzt in Hessen durchschnittlich 1560 Patienten betreut, möchte man dem zustimmen. Diese Patienten müssten sich nach einer neuen Praxis umschauen, die dann entsprechend mehr Patienten zu versorgen hätte. Man ahnt hier, welche Folgen langfristig zu befürchten sind.
Die KVH nimmt das Thema „Ärztemangel“ sehr ernst – geht es doch um eine weiterhin ausreichende Versorgung und darum, Nachfolger für die Praxen zu finden. Seit 2011 veranstaltet die KVH zweimal im Jahr das Gründer- und Abgeberforum. Die Praxisbörse mit Angeboten von frei werdenden Praxen ist ein weiterer Baustein der Maßnahmen gegen den Ärztemangel. Und mit der Nachwuchskampagne „Sei Arzt. In Praxis. Leb‘ Hessen.“ macht die KV seit 2013 einen Schritt auf den medizinischen Nachwuchs zu und versucht, diesen für eine Niederlassung in Hessen zu begeistern: www.arzt-in-hessen.de . Sie möchten die Kampagne gerne unterstützen? Hier gibt es die Informationen zum Sponsoring.

Und was bewegt Sie in Ihrer Praxis? Hier können Sie als Ärzte oder Psychotherapeuten über die Dinge sprechen, die Sie im Praxisalltag beschäftigen. So wie die Mitglieder, die im Moment mit ihrem Statement einen Gedanken anstoßen. Sie haben Interesse? Dann schreiben Sie uns an wasunsbewegt@kvhessen.de.

Andreas Förster, Hausarzt

Erfolgreiche Therapien

beginnen im Kopf

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Erfolgreiche Therapien beginnen im Kopf

Die zunehmend hohen gesellschaftlichen Erwartungen an Kinder und Jugendliche übersteigen oft ihren emotionalen und sozialen Reifungsgrad. In ihrer Praxis erlebt Daniela Stoye daher täglich, wie schwierig es für die Kinder ist, sich in unserer komplexen Welt gesund zu entwickeln.

"Die Behandlung von psychischen Störungen und Erkrankungen ist insgesamt noch immer nicht selbstverständlich", so Daniela Stoye. Deshalb leiden die Patienten oft viele Jahre und entwickeln somatische Beschwerden, bevor sie zu einem Psychotherapeuten gehen. Die Einstellung der Gesellschaft zur Psychotherapie hinterlässt auch an anderer Stelle ihre Spuren.

"Von einer Gleichstellung von Therapeuten und Ärzten sind wir weit entfernt - auch bei der Kassenärztlichen Vereinigung. Dabei sind die Ansprüche an Psychotherapeuten genauso hoch wie an jeden Arzt."

Psychotherapeutinnen und –therapeuten sind vollwertige Mitglieder der KV Hessen und leisten mit ihrem Fachwissen einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der hessischen Patientinnen und Patienten. Die rein zahlenmäßige Überlegenheit von Haus- und Fachärzten löst aber offenbar immer wieder das Gefühl auf Seiten der Psychotherapeuten aus, nicht ausreichend vertreten zu werden. Um dem entgegen zu wirken, gibt es seit 2013 einen Vorstandsberater für psychotherapeutische Angelegenheiten.

Und was bewegt Sie in Ihrer Praxis? Hier können Sie als Ärzte oder Psychotherapeuten über die Dinge sprechen, die Sie im Praxisalltag beschäftigen. So wie die Mitglieder, die im Moment mit ihrem Statement einen Gedanken anstoßen. Sie haben Interesse? Dann schreiben Sie uns an wasunsbewegt@kvhessen.de.

Daniela Stoye, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin

Bis zu 40% ihrer Zeit

benötigen Ärzte für Verwaltungsaufgaben

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Bis zu 40% ihrer Zeit benötigen Ärzte für Verwaltungsaufgaben

„Die Arbeit mit den Patienten.“ Für Nadia Buchholz gibt es in ihrem Beruf nichts Schöneres. Die niedergelassene Hausärztin teilt hier die Leidenschaft der meisten Ärzte in Hessen. Ihr Patientenstamm setzt sich hauptsächlich aus älteren multimorbiden Menschen zusammen. Eine Patientengruppe, die insgesamt knapp 80% der Zeit in hessischen Hausarztpraxen in Anspruch nimmt.

Um ihren Patienten allen individuell gerecht werden zu können, spart Frau Buchholz Zeit an ihren Verwaltungsaufgaben. Durch eine klare Organisation und Struktur – und durch das Internet. „Die Patienten tragen immer gerne Veränderungen mit, wenn sie merken, dass es Vorteile bringt.“ berichtet Nadia Buchholz. Seit kurzem bietet sie neben Online-Terminabsprachen auch die Möglichkeit, Rezepte online neu zu bestellen. Außerdem haben ihre Patienten die Möglichkeit, kurze Sprechstunden ebenfalls online durchzuführen. Das Ergebnis: Die Patienten haben deutlich kürzere Wartezeiten als vorher. Und Dr. Buchholz mehr Zeit für jeden einzelnen Patienten.

Die KV Hessen unterstützt ihre Mitglieder mit einem umfangreichen Seminarangebot gerade da, wo es die praktischen Abläufe in den Praxen geht. Unter der Überschrift „Professionelle Praxisorganisation“ bieten vier Blockveranstaltungen reichlich Raum zu effektiveren Strukturen in den Praxen. Damit möchten wir eine Hilfestellung leisten, so dass jeder Arzt seinen Patienten bestmöglich gerecht werden kann.

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Nadia Buchholz, Hausärztin

Multimorbide Menschen

brauchen mehr Fachärzte

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Multimorbide Menschen brauchen mehr Fachärzte

Das Durchschnittsalter der Patienten von Dr. Wolfgang Tacke liegt bei ca. Ende 50. Häufig leiden sie unter mehreren Krankheiten gleichzeitig. Das macht die Behandlung zunehmend komplexer.

Weil bei Multimorbidität meistens mehrere Medikamente parallel eingenommen werden, müssen mögliche Wechsel- und Nebenwirkungen der Medikamente beachtet werden. Wenn Dr. Tacke seinen Patienten also Mittel für ihre Magen-Darm Erkrankungen verschreibt, muss er ihre anderen Erkrankungen kennen und abwägen, inwieweit seine Medikamente mit anderen interagieren. Solche Patienten sind im Umgang deutlich schwieriger zu handhaben.

Dr. Tacke wünscht sich eine deutlich höhere Zahl an Fachärzten, um die komplexeren Anforderungen multimorbider Menschen in Zukunft besser auffangen zu können.  Mit ihrer Leitlinie zum Thema Multimedikation beschäftigt sich die KVH schon seit geraumer Zeit mit dem Thema Multimorbidität. Mit fundierten und praxisnahen Hinweisen zur Analyse von Medikationsplänen und dem Aufspüren ihrer Schwachstellen und Risiken leistet sie Aufklärung im Umgang mit der steigenden Zahl multimorbider Menschen.    

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Dr. Wolfgang Tacke, Gastroenterologe

Vom Kinderarzt

zum Familienberater

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Vom Kinderarzt zum Familienberater

Als Kinder- und Jugendarzt ist man heute mehr Begleiter der Familien und Berater in Krisen als Kinderarzt“, so Dr. Christoph Bornhöft.

Die steigende Informationsflut führt bei Eltern zunehmend zu Unsicherheiten. Der Kinderarzt fungiert im Informations-Dschungel häufig als Orientierungshelfer und Entscheidungsträger.  Familien suchen heute Vertrauenspersonen für Gesundheits- und Erziehungsthemen. Das ist die Meinung von Dr. Bornhöft, Kinder- und Jugendarzt aus Bensheim. Damit verschiebt sich seine Rolle vom reinen Mediziner zum wichtigen Ansprechpartner in vielen Lebensfragen.

Die über Jahre entstandene Vertrauensbasis zwischen Arzt und Patient führt auf beiden Seiten häufig zu dem Wunsch, die Beziehung über das Kindesalter hinaus zu erhalten. Den meisten Patienten, die über 18 Jahre alt sind und weiterhinzu ihrem Kinder-und Jugendarzt gehen möchten, ist das durch den geringen Erwachsenenanteil von 3% für Kinder-und Jugendärzte nicht mehr möglich. Damit ergeben sich für Familien für sie nicht verständliche Veränderungszwänge.
Dr. Bornhöft wünscht sich von der KVH ein Umdenken, das den veränderten Anforderungen von Kinder- und Jugendärzten und Familien gerecht wird. Oberstes Ziel soll die Erhaltung einer soliden Patienten-Arzt-Bindung bleiben, eine Aufwertung von Beratung und "Sprechmedizin" ist nötig.

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Dr. Christoph Bornhöft, Kinder- und Jugendarzt

Ganzheitlich versorgen.

Schutz vor Über-, Unter- oder Fehlversorgung.

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Ganzheitlich versorgen. Schutz vor Über-, Unter- oder Fehlversorgung.

Sie sind ein Team: (v. l.) Petra Fritsch, Dr. Uwe Popert, Doreen Haberkorn, Katharina Schnell und Armin Papke versorgen ihre Patienten gemeinsam.

Circa 80 % der Beratungsanlässe klären sie selbst. Die verbleibenden
20 % schicken sie zu sorgfältig ausgewählten Spezialisten oder zu Fachärzten. Ihr Vorteil ist, dass sie oft schon seit Jahren die Patienten wie auch die fachärztlichen Kollegen kennen und beurteilen können. Den ständigen Informationsfluss unterstützen sie mit aktualisierten Medikationsplänen und durch die Mitgabe von Befunden und Berichten. So hilft das Team, Unter-, Über- oder Fehlversorgung zu vermeiden.

Dr. Popert ist überzeugt, dass ein weiterer Vorteil für Patienten die kurzfristige Erreichbarkeit von Hausärzten ist und sie mehrere Beratungsanlässe bzw. Organsysteme parallel behandeln können. Er versteht sich und seine Kollegen als Fachleute bei Multimorbidität. Damit das zukünftig so bleibt, bilden die Hausarztpraxen Medizinstudenten, Ärzte und medizinische Fachangestellte aus.

Wissenschaftlich bewiesen ist:

  • hausärztliche Versorgung senkt die Sterblichkeit
  • hausärztliche Versorgung erhöht entscheidend die Zufriedenheit mit dem Gesundheitswesen 

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Dr. Uwe Popert, Hausarzt

Liebe Mitglieder, gerade bei kritischen Themen stehen wir dem Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen zur Seite. Wir, das sind ausgewählte Kolleginnen und Kollegen, die unsere Führungsebene mit Fachwissen unterstützen. Zum Beispiel im weitläufigen Bereich der Arznei- und Heilmittelverordnungen sowie dem Prüfwesen.

Dr. Wolfgang LangHeinrich,
Vorstandsberater
Pharmakotherapie

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23.06.2014

Die Sprechstundenbedarfsvereinbarung, gültig ab 1. Januar 2014, wurde als Sonderausgabe von Auf den Punkt 2a-2014 veröffentlicht. Die vollständige Sprechstundenbedarfsvereinbarung inkl. dem Anhang Impfstoffe haben wir zusätzlich für Sie eingestellt.


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