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Liebe Mitglieder, Qualitätssicherung gehört zu den wichtigsten Aufgaben in der ambulanten Versorgung. Um die Qualität der medizinischen Leistungen abzusichern, bedarf es unterschiedlicher Verfahren: von der Genehmigung bis hin zur QS-Prüfung. Wir unterstützen Sie gerne bei Fragen zu den benötigten Qualifikationen und Voraussetzungen. Sprechen Sie uns jederzeit an.

Heike Morbitzer,
Qualitätssicherung Substitution und HIV

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Qualitätssicherung und Genehmigungspflicht

Herzschrittmacher-Kontrolle

12.12.2014

Hier finden Sie den Kontakt zu Ihrer Ansprechpartnerin sowie Informationen und Formulare zur Herzschrittmacher-Kontrolle.

Stefanie Gilmer
Tel: 069 24741-6354
Fax: 069 24741-68819
E-Mail: QS.HSM_LZ-EKG(at)kvhessen.LÖSCHEN.de

Kassenärztliche Vereinigung Hessen
Qualitätssicherung Langzeit-EKG
Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Herzschrittmacher-Kontrolle

Für die Ausführung und Abrechnung zur Funktionsanalyse eines Herzschrittmachers benötigen die Vertragsärzte eine Genehmigung durch die Kassenärztliche Vereinigung Hessen. Zudem gelten spezielle Qualitätssicherungsmaßnahmen, die in der Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen nach § 135 Abs. 2 SGB V zur Funktionsanalyse eines Herzschrittmachers festgehalten sind. Die Vereinbarung regelt die fachliche Befähigung sowie die apparativen Voraussetzungen.

Wer kann die Genehmigung zur Ausführung und Abrechnung von Herzschrittmacher-Kontrollen beantragen?

  • Fachärzte für Innere Medizin mit Schwerpunkt „Kardiologie“ oder
  • Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin mit Schwerpunkt „Kinder-Kardiologie“ oder
  • Fachärzte für Innere Medizin oder             (Wenn Sie im Wesentlichen internistische
  • Fachärzte für Allgemeinmedizin oder          Leistungen erbringen und ausschließlich
  • Praktische Ärzte oder                                an der fachärztlichen Versorgung  
  • Ärzte ohne Gebietsbezeichnung                 teilnehmen.)

 

Weiterhin muss der Nachweis einer selbstständigen Indikationsstellung bzw. Sicherung der Indikation, Durchführung und Dokumentation von 200 Funktionsanalysen eines Herzschrittmachers oder implantierten Defibrillators unter Anleitung bei einem Arzt, der zur Weiterbildung ermächtigt ist, erbracht werden. Von den 200 Funktionsanalysen müssen mind. 20 bei implantiertem Defibrillator innerhalb von 36 Monaten vor Antragsstellung und mind. 100 bei zweikammer- bzw. frequenzadaptierten Systemen erfolgen.

 

Welche Leistungen können abgerechnet werden?

Es können Leistungen der Herzschrittmacher-Kotnrolle in der vertragsärztlichen Versorgung (GOP 04418 oder 13552) des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM) abgerechnet werden. Dabei sind die Gebührenordnungspositionen von der Versorgungsebene und der Fachrichtung abhängig.

 

Wie erfolgt die Erteilung einer Genehmigung?

Die Erteilung einer Genehmigung erfolgt nach einem Antragsverfahren bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen.

Hinweis:

Genehmigungen zur Ausführung und Abrechnung von genehmigungspflichtigen Leistungen können grundsätzlich nicht rückwirkend ausgesprochen werden. Eine Genehmigung kann in der Regel erst zu dem Datum erteilt werden, zu dem die Antragsunterlagen mit den entsprechenden Qualifikationsnachweisen vollständig bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen eingegangen sind. Hierbei wird auch der Zeitpunkt der Teilnahme an der Vertragsärztlichen Versorgung (Zulassung, Niederlassung, Ermächtigung oder angestellter Arzt) berücksichtigt, somit werden Genehmigungen nicht vor der Zulassung etc. erteilt.

 

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

Es müssen die fachlichen und apparativen Voraussetzungen erfüllt werden (§§ 3 und 4 der QSV).


Aufnahme der telemedizinischen Funktionsanalyse in den EBM

 Ab 1. April 2016 kann die Funktionsanalyse eines implantierten Kardioverters bzw. Defibrillators oder eines implantierten Systems zur kardialen Resynchronisationstherapie (CRT-System) auch telemedizinisch erfolgen und nach dem EBM abgerechnet werden. Neu aufgenommen werden die Gebührenordnungspositionen (GOP): 13554 und 04417

 

Ärzte benötigen Genehmigung

Die Berechnung der GOP 13552 und 13554 bzw. 04417 und 04418 setzt eine Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung nach der Qualitätssicherungsvereinbarung zur Herzschrittmacherkontrolle voraus.

 

Neue QS-Vereinbarungen

Bis spätestens zum 31. Oktober 2016 wird

  • die QS-Vereinbarung zur Herzschrittmacher-Kontrolle aktualisiert,
  • eine QS-Vereinbarung zur Funktionsanalyse von Kardiovertern bzw. Defibrillatoren und CRT-Systemen abgestimmt und
  • eine weitere Vereinbarung zu technischen und organisatorischen Voraussetzungen für eine telemedizinische Funktionsanalyse eingeführt werden.

 

Übergangsregelung

Eine Übergangsregelung sieht vor, dass bis Ende Dezember 2016 für die Berechnung der telemedizinischen Leistung die Genehmigung nach der QS-Vereinbarung zur Herzschrittmacherkontrolle ausreichend ist.

 

Derzeit keine Antragsstellung notwendig

Alle Ärzte, die bereits über die Genehmigung zur Durchführung und Abrechnung von Leistungen der Herzschrittmacherkontrolle verfügen, dürfen die neuen Leistungen (GOP 13554 bzw. 04417) im Rahmen der Übergangsregelung bis zum 31.12.2016 abrechnen. Eine weitere Antragsstellung ist dafür momentan nicht nötig.

 

Abrechnung ab 01.01.2017

Bitte beachten Sie, dass ab dem 01.01.2017 ausschließlich die Ärzte diese Leistungen abrechnen können, die diese nach der neuen QS-Vereinbarung, welche voraussichtlich Ende Oktober 2016 herauskommt, beantragt und genehmigt bekommen haben.

Wir informieren Sie rechtzeitig, sobald eine Beantragung möglich ist.

 


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