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Sanela Sejdic,
Abrechnung

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Vergütung und Honorarverteilung

Laborquote Q und Fallwertabstaffelung

15.12.2016

Für Laboruntersuchungen der Abschnitte 32.2 und 32.3 EBM gilt entsprechend einer Vorgabe der KBV seit dem 3. Quartal 2012 eine quotierte Vergütung. In der KV Hessen wird diese Regelung seit dem 4. Quartal 2012 umgesetzt.

Zusätzlich ist für Nicht-Laborärzte eine fallwertbezogene Budgetierung auf Leistungen des Kapitels 32.3 EBM anzuwenden. Ab dem 4. Quartal 2013 sind Ausnahmen von der Fallwertabstaffelung nur noch im Einzelfall möglich. Dies wird in der KV Hessen ab dem 1. Quartal 2014 umgesetzt.

Laborquote Q

Die KBV ermittelt für die quotierte Vergütung eine bundeseinheitliche Abstaffelungsquote Q. Die KV Hessen hat für die Umsetzung einen Übergangszeitraum genutzt und setzt die Neuregelung daher erst seit dem 4. Quartal 2012 um.

Unquotiert, also ohne Anwendung der Laborquote, werden lediglich noch folgende Labor-Leistungen vergütet:  

  • Labor-Wirtschaftlichkeitsbonus (GOP 32001)
  • Konsiliar-/Grundpauschalen für Laborärzte (GOP 12210, 12220)
  • Laborversandpauschale für Auftragsleistungen des Abschnitts 32.3 (GOP 40100)
  • Leistungen des „Akutlabors“ (GOP 32025-32027, 32035-32039, 32097 und 32150
  • Leistungen des Genetischen Labors (GOP 32860-32865, 32902-32908, 32931, 32932, 32937-32946)

Alle übrigen Laboruntersuchungen der Abschnitte 32.2 und 32.3 werden, sofern sie nicht außerhalb der budgetierten Gesamtvergütung (extrabudgetär) zu vergüten sind, quotiert unter Anwendung der bundeseinheitlichen Laborquote vergütet. Seit 2013 wird diese Laborquote von der KBV jeweils halbjährlich ermittelt und mitgeteilt.

Die bundeseinheitliche Laborquote beträgt gemäß Mitteilung der KBV:

Zeitraum Laborquote Q
1. Halbjahr 2015 bis 1. Halbjahr 2017 91,58 %
2. Halbjahr 2014 91,80 %
1. Halbjahr 2014 91,58 %
4/2013 91,58 %
3/2013 91,81 %
1. Halbjahr 2013 89,18 %
4/2012 95,36 %
(3/2012) (93,11 %) In der KV Hessen nicht angewendet

Honorarverteilung: Fallwertbezogene Budgetierung für Nicht-Laborärzte

Nach den Vorgaben der KBV ist für sog. "Nicht-Laborärzte" eine fallwertbezogene Budgetierung auf Leistungen des Kapitels 32.3 EBM anzuwenden. Ab dem 4. Quartal 2013 sind Ausnahmen von dieser Fallwertabstaffelung nur noch im Einzelfall möglich. Die KV Hessen nutzt hierzu jedoch einen Übergangszeitraum und setzt die Regelung erst ab dem 1. Quartal 2014 um. 

Für nachfolgend aufgelistete Arztgruppen unterliegen die Laborkostenerstattungen des Abschnitts 32.3 EBM ab dem 1. Quartal 2014 je Arztpraxis und Abrechnungsquartal grundsätzlich einem begrenzten Gesamthonorarvolumen. Die Höhe des Budgets ergibt sich folgendermaßen:
Vorgegebener Referenz-Fallwert x Laborquote Q x Behandlungsfälle der Arztpraxis

Für die Ermittlung der Referenz-Fallwerte für Berufsausübungsgemeinschaften/MVZs/Praxen mit angestellten Ärzten werden je Arzt die anteiligen Behandlungsfälle mit dem entsprechenden arztbezogenen Referenz-Fallwert multipliziert. Beteiligte Ärzte, die nicht zur Abrechnung von speziellen Laborleistungen des Abschnitts 32.3 EBM berechtigt sind oder der Fallwertsteuerung nicht unterliegen, werden mit einem Referenz-Fallwert von 0 Euro berücksichtigt.

WICHTIG: Die Budgetierung wird von der KV Hessen für Nicht-Laborärzte, die nachweisen, dass sie die Anforderungen der Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen erfüllen, ausgesetzt. Die betroffenen Ärzte wurden von uns angeschrieben und um entsprechende Rückmeldung gebeten.

Wird dieser Nachweis nicht erbracht, werden ab dem 1. Quartal 2014 folgende von der KBV vorgegebenen Referenzfallwerte angewandt:

Arztgruppe Referenz-Fallwerte in Euro
Endokrinologen, Rheumatologen 40
Nuklearmediziner, Hämatologen 21
Dermatologen, Gynäkologen, Pneumologen, Urologen, 4

Entsprechend der KBV-Vorgabe kann die KV darüber hinaus für jede der genannten Arztgruppen einen KV-spezifischen Referenzfallwert festsetzen, maximal jedoch in Höhe des für die jeweilige Arztgruppe genannten Wertes. Darüber hinaus kann auch für Praxen mit Ärzten aus nicht genannten Arztgruppen ein Referenzfallwert zugeordnet und eine entsprechende Budgetierung durchgeführt werden. Die KV Hessen plant hierzu keine von der KBV-Vorgabe abweichenden Regelungen.


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