Liste IV. „Gegen zeitbezogene Plausibilitätsprüfung und Beschränkung der Fallzahl“
Offener Brief
An die Abgeordneten des Deutschen Bundestages
Sehr geehrte Damen und Herren,
wie aus der zeitbezogenen Plausibilitätsprüfung der Honorarabrechnungen für 11 Quartale nach dem § 106aAbs. 6 Satz 1 SGB V ergibt sich eine Honorarrückforderung von 111.375,87 €.
Ich bin 32 Jahre als Allgemeinarzt tätig und fühle mich in meiner Ehre zutiefst betroffen,wegen der Vorhaltung der "groben Fahrlässigkeit".
Ich behandele im Durchschnitt 120 Patienten pro Tag,meistens Schmerzpatienten. Für diese gibt es keine Terminvergabe, da ich das mit unterlassener Hilfeleistung bzw vorsätzlicher Körperverletzung gleichsetze. Ein Beweis ist der Hippokrates Award 2009 zur besten Hausarztpraxis in Deutschland .
Wegen der Schmerztherapie sind 5 Behandlungen erforderlich. Es ist ein völliger Unsinn, den Arzt-Patienten-Kontakt von mindestens 20 Minuten an einem Tag zu erbringen,dann könnte ich nur 25,5 Patienten pro Tag behandeln. Der Vorstand der KV Hessen hat ungefähr 250 Ärzte bei der Generalstaatsanwaltschaft wegen Betruges angezeigt!!!
Ich bitte Sie alle gemeinsam , den § 106 a des SGB V aufzuheben bzw. rückwirkend eine Änderung zu veranlassen.
Der Ärztemangel wird dramatisch ansteigen, sollte es keine Änderung geben und die Ärzte die Fallzahl reduzieren.
Ich hoffe,dass Sie meine Situation erkennen und stehe weiterhin für meine Patienten Tag und Nacht zur Verfügung.
Ihr S.Spernau
Leiter einer Laborgemeinschaft'
Obmann des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes Neu-Isenburg
Mitglied der Vollversammlung der IHK Offenbach
Preisträger des HippokratesAward 2009
Freier Mitarbeiter der Ärzte Zeitung
Korrespondierendes Mitglied Ungarischen Orthopädischen Gesellschaft
In Gründung ist eine Stiftung "Prävention ist besser als Therapie".
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