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Heilmittel für Hessen: Offener Brief an Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt


Den Aufruf an Sozialministerin Silke Lautenschläger finden Sie in der rechten Download-Spalte im PDF-Format.

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Sehr geehrte Frau Ministerin Schmidt,

zahlreiche hessische Ärzte haben die vergangenen Wochen und Monate in großer Unruhe, teilweise sogar mit ausgeprägter Existenzangst verbracht. Auslöser dafür sind Schreiben der unabhängigen Prüfungsausschüsse der Ärzte und Krankenkassen in Hessen, in denen die Überschreitungen ihrer Richtgrößen bei der Verordnung von Heilmitteln in bis zu sechsstelliger Höhe genannt wurden. Wut, blankes Entsetzen und große Verunsicherung waren die Folge.

Anstatt sich um ihre Patientinnen und Patienten kümmern zu können, waren die Betroffenen ab Zugang der Briefe viele Stunden und Tage lang damit beschäftigt, die Gründe für vermeintliche Überschreitungen zu erklären. Dies bedeutet, dass die Ärzte und ihr Personal in mühevoller Kleinarbeit eine Begründung dafür liefern mussten, warum sie beispielsweise Kindern Sprachtherapie oder Behinderten Krankengymnastik verschrieben hatten.

Dieser Zustand ist völlig inakzeptabel! Er schadet Patienten und Ärzten gleichermaßen. Setzen Sie diesem "Prüf-Irrsinn" endlich ein Ende!

Ihnen ist sicherlich bekannt, dass Ärzte keinen Einfluss auf Indikation oder gar Preisgestaltung von Heilmitteln haben. Die permanente Regressbedrohung macht allein deshalb keinerlei Sinn und hat ausgesprochen negative Auswirkungen.

Die Initiative "Heilmittel für Hessen" fordert Sie deshalb auf, unverzüglich gesetzliche Maßnahmen zu ergreifen, die das Verordnen und Behandeln ohne Angst möglich macht.

Sie sind dafür verantwortlich, Rahmenbedingungen zu schaffen, die es erlauben, unseren Patienten die nötigen Heilmittel zu verordnen. Machen Sie Ihren Einfluss auf die Krankenkassen geltend, die hinter diesen arzt- und patientenfeindlichen Prüfungen stehen.
Wir werden uns hilfesuchend auch an die hessische Landesregierung wenden und diese bitten, eine Bundesratsinitiative mit dem Ziel zu starten, die Richtgrößenprüfungen ein für alle Mal abzuschaffen.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. med. Peter Eckert

Vorsitzender der Initiative "Heilmittel für Hessen"

 

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27.08.2009
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