DMP KHK: Neues Modul zur Behandlung von Patienten mit chronischer Herzinssuffizienz sowie weitere Aktualisierungen ab 1. Juli 2010.
Inhalte des DMP Koronare Herzkrankheit aktualisiert: Neues Modul zur Behandlung von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz
Der Gemeinsame Bundesausschuss hat die Inhalte des Disease-Management-Programms Koronare Herzkrankheit (DMP KHK) aktualisiert und an den aktuellen Wissensstand angepasst. Zudem ist das Programm um ein zusätzliches Modul zur Behandlung von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz ergänzt worden.
Durch das neue Modul Herzinsuffizienz können Patienten, die am DMP KHK teilnehmen und zusätzlich an chronischer systolischer Herzinsuffizienz leiden, umfassender und zielgerichteter behandelt werden. Die Herzinsuffizienz (LVEF unter 40%) muss durch ein bildgebendes Verfahren, z.B. eine Echokardiographie, gesichert sein.
Das Modul ist ein weiterer Schritt zu einer besseren Berücksichtigung von Multimorbidität im Rahmen der DMPs. Es startet in der KV-Region Hessen am 1. Juli 2010. Zur Bestätigung der Teilnahme ist die elektronische Dokumentation zum DMP KHK um ein Datenfeld "Modul-Teilnahme Chronische Herzinsuffizienz" erweitert worden. Die Praxisverwaltungssysteme sind bereits zum 1. Juli 2009 entsprechend angepasst worden. Eine gesonderte Teilnahme-Erklärung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme des Patienten endet automatisch mit dem Ende der Teilnahme am DMP KHK.
Durch die gezielte Behandlung der Herzinsuffizienz im Rahmen dieses Moduls soll das Fortschreiten der Erkrankung vermieden oder verlangsamt werden. Neben nicht-medikamentösen Maßnahmen, wie der Empfehlung zu regelmäßigem körperlichen Training oder zur Begrenzung der Flüssigkeitsaufnahme, umfasst das Modul detaillierte Empfehlungen zur Medikation der Patienten. Ergänzend sollen die teilnehmenden Ärzte die Indikation zu speziellen interventionellen Maßnahmen prüfen (kardiale Resynchronisationstherapie und Therapie mit implantierbaren Kardioverter-Defibrillatoren). Darüber hinaus ist ein Monitoring von Belastbarkeit, Volumenstatus und Körpergewicht der Patienten vorgesehen. In mindestens halbjährlichen Abständen sollen relevante Laborwerte (K, Na) kontrolliert werden. Auch die Anlässe für Überweisungen zum Facharzt oder zur qualifizierten Einrichtung sind im Modul definiert.
Weitere Aktualisierungen des DMP KHK betreffen unter anderem die Empfehlungen zur medikamentösen und interventionellen Therapie der KHK sowie zur Koronarrevaskularisation.














