Medizinisches Qualitätsnetz Neu-Isenburg
Ansprechpartner:
Dr. med. Laszlo Poszler
Kleiststraße 3
63263 Neu-Isenburg
Tel.: 06102/6966
Fax: 06102/254162
Was ist ein Medizinisches Qualitätsnetz?
Gesundheit im Allgemeinen und die medizinische Versorgung im Besonderen bilden einen Themenkomplex, der in zunehmendem Maße im Mittelpunkt öffentlichen Interesses steht. Der berechtigte Wunsch der Menschen nach qualitativ hochwertiger, moderner und umfassender ambulanter medizinischer Betreuung stellt für alle niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte eine große Herausforderung dar, zumal unter der Vorgabe eines gesetzlich budgetierten Leistungsumfanges.
Vor diesem Hintergrund gründeten einige Neu-Isenburger Ärzte bereits 1998 eine Initiative, in der gemeinsame Konzepte zur Sicherstellung und Verbesserung der medizinischen Versorgungsqualität erarbeitet wurden. Basierend auf der Erkenntnis, daß Qualität wissenschaftliche und organisatorische Standards, ein hohes Maß an Patientenorientiertheit und eine enge kollegiale Kooperation erfordert, entstand das Medizinische Qualitätsnetz GESUND in ISENBURG, das sich am 28. April 1999 konstituierte und dem sich bis Oktober 1999 36 der insgesamt 50 niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in Neu-Isenburg angeschlossen haben.
Ziele
Die Zielsetzung von GESUND in ISENBURG, die in einem Kodex niedergelegt wurde, ist die Schaffung eines verbesserten integrierten Versorgungssystems in Neu-Isenburg.
- Hierzu gehören sowohl die angestrebte Optimierung des Notdienstes als auch eine enge Verzahnung von hausärztlicher, fachärztlicher, psycho- logischer, physiotherapeutischer und pflegerischer Versorgung.
- GESUND in ISENBURG bietet bewährte hausärztliche Betreuung ebenso wie modernste High-Tech-Medizin, Homöopathie, Naturheilverfahren und traditionelle chinesische Medizin.
- Durch turnusmäßige Fortbildungsveranstaltungen und Qualitätszirkel wird ein wissenschaftlicher Standard ( " State of the Art " ) gewährleistet.
- Durch sinnvolle Kooperation der Netzärzte werden überflüssige Patientenodysseen, belastende Doppeluntersuchungen und nicht erforderliche Krankenhauseinweisungen vermieden. Durch Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern werden die Übergänge zwischen ambulanter und stationärer Behandlung optimiert und die Dauer von erforderlichen Krankenhausaufenthalten verkürzt.
- Durch Förderung moderner Kommunikationstechnologien ( E-mail, Intranet ) wird der Informationsaustausch verbessert. Ob ein " Patientenpaß ", wie er in anderen Praxisnetzen verwendet wird, auch in Neu-Isenburg zum Einsatz kommen soll, ist noch nicht abschließend entschieden worden.
- Die Teilnahme der Patienten ist freiwillig, freie Arztwahl und ärztliche Schweigepflicht bleiben unberührt, Datenschutz wird garantiert.
- Eine umfassende und kompetente Gesundheitsberatung mit besonderem Augenmerk auf die Prävention bildet einen Schwerpunkt der Arbeit des Netzes.
Öffentliche Veranstaltungen, Patientenseminare, Meßaktionen mit individueller Risikoberatung, wie im Rahmen der Herzwoche der Deutschen Herzstiftung vom 30. Oktober bis 8. November stellen eine Auswahl der diesbezüglichen Aktivitäten dar. Darüber hinaus ist die Einrichtung einer Website mit ständig aktualisierten Gesundheitsinformationen und eines Patienten - Service - Telefons geplant. - Kooperationen bestehen bisher mit der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, mit dem Deutschen Roten Kreuz - Ortsvereinigung Neu-Isenburg sowie der Deutschen Herzstiftung ( zunächst begrenzt auf die Herzwoche 1999).
Mit umliegenden Krankenhäusern wurden bereits initiale Gespräche über Kooperationsmöglichkeiten geführt, diese werden in naher Zukunft intensiviert. Darüber hinaus wird eine Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten, ambulanten Pflegediensten, Apotheken, der Stadt Neu-Isenburg und anderen regionalen Gesundheitsnetzen angestrebt.
Finanzierung
GESUND in ISENBURG finanziert sich bisher aus den Beiträgen seiner Mitglieder, alle Gremien arbeiten ehrenamtlich.
Für die Verwirklichung der genannten Projekte werden die Eigenmittel aber nicht ausreichen, so daß man auf Unterstützung aus dem hierfür aufgelegten Innovationsfond der KV Hessen (Netze 2000) angewiesen sein wird.
Auf eine Kooperation mit Krankenkassen, wie sie bei anderen Netzprojekten praktiziert wird, hat GESUND in ISENBURG in der Planungs und Anlaufphase bewußt verzichtet, da die Konzeption ausschließlich unter Qualitäts- nicht aber unter Kostendämpfungsaspekten erfolgen sollte.
Allerdings sind wir überzeugt, daß ein nach unseren Vorstellungen funktionierendes Qualitätsnetz nicht nur besser, sondern auch effizienter und damit wirtschaftlicher arbeiten wird, als das bisherige System.
Sofern sich diese Erkenntnis zukünftig auch bei Krankenkassen durchsetzen sollte, werden wir unter der Prämisse der Beibehaltung unserer Qualitätsstandards zu Gesprächen bereit sein.
Abschließendes Statement:
GESUND in ISENBURG ist ein innovatives, ganzheitliches Gesundheitsprojekt, das allen Beteiligten enorme Chancen bietet.
Risiken und Nebenwirkungen sind nicht bekannt und nicht zu erwarten.
Profitieren werden die Neu-Isenburger Patientinnen und Patienten, weil ihnen medizinische Kompetenz und umfassende, individuelle Gesundheitsbetreuung in optimierter Qualität zur Verfügung stehen wird.
Ebenfalls profitieren werden die beteiligten Ärztinnen und Ärzte, weil zufriedene Patienten die besten Werbeträger sind.
Dr. med. Laszlo A. Poszler
1. Vorsitzender
Daten und Fakten
GESUND in ISENBURG ist ein Zusammenschluß von Neu-Isenburger
Ärztinnen und Ärzten, hervorgegangen aus dem Ärzteverein Neu-Isenburg e.V.
Gründungsdatum: 28. April 1999
Gremien: 1. Vollversammlung aller Mitglieder
2. Vorstand:
Dr. med. Laszlo A. Poszler, Internist,
1.Vorsitzender
Dr. med. Klaus - D. Birck, Internist,
2. VorsitzenderDr. med. Karl Kemmerer, Internist,
KassenwartAndreas Bohm, Arzt,
1. SchriftführerDr. med. Peter K. Filzmayer, Chirurg,
2. Schriftführer
Mitgliederstruktur: 36 Ärztinnen und Ärzte, davon
10 Allgemeinmediziner/innen
1 Augenärztin
1 Chirurg
2 Frauenärzte
1 HNO-Ärztin
1 Hautarzt
9 Internisten
3 Kinderärzt/innen
4 Nervenärzt/innen
2 Orthopäden
1 Urologe
1 Psychologischer Psychotherapeut
Laufzeit: Zunächst 2 Jahre
Projekte
- 9/99 Fortbildungsveranstaltung " Aktuelle Qualitätsstandards in der Gastroenterologie "
- 10/99 1. Sitzung der kardiologisch - angiologischen Qualitätszirkels.
- 11/99 Herzwoche der Deutschen Herzstiftung
4. 11. 99 Patientenseminar :
Vorbeugung, Früherkennung, Behandlung von
Herz- und Kreislauferkrankungen - 6. 11. 99 Schach dem Herztod !
Blutdruckmeßaktion und individuelle Risikoberatung - 1/2000 Qualitätszirkel Fettstoffwechselstörungen
- 2/2000 Qualitätszirkel Kardiologie/Angiologie
- 3/2000 Qualitätszirkel Osteoporose
- 5/2000 Qualitätszirkel Kardiologie/Angiologie
- 6/2000 Qualitätszirkel Lungenerkrankungen
- 1. Quartal 2000 : Website
Kodex des medizinischen Qualitätsnetzes Neu-Isenburg
- Vereinbarung über Ziele und Inhalte -
- Präambel
Das medizinische Qualitätsnetz heißt GESUND in ISENBURG.
Es ist ein Zusammenschluss von niedergelassenen Ärzten aller Fachrichtungen. Im Mittelpunkt der Bemühungen der Ärzte im Netz steht der Patient. Haus- und Fachärzte verpflichten sich zu enger Kommunikation und Kooperation und definieren für sich Qualitätsstandards auf der Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse. - Ziele von GESUND in ISENBURG
2.1. Hochwertige medizinische Versorgung der Patient/innen rund um die Uhr.
2.2. Haus- und Fachärzte arbeiten in engem Austausch miteinander und fördern die Kollegialität.
2.3. Die Netzärzte verbessern die Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern und den nicht ärztlichen Leistungserbringern im Gesundheitswesen.
2.4. Unnötige und belastende Doppeluntersuchungen und Krankenhauseinweisungen sollen vermieden und eine patientengerechte und medizinisch sinnvolle ambulante ärztliche Versorgung gewährleistet werden.
2.5. Durch Synergieeffekte wird die Prozess- und Strukturqualität der Einzelpraxis verbessert.
2.6. Die Netzärzte nehmen zu aktuellen gesundheitspolitischen Themen und Entwicklungen Stellung und werden die Gesundheitspolitik auf regionaler Ebene aktiv mitgestalten.
2.7. Das Qualitätsnetz stellt seine Arbeit nach außen dar. - Organisationsform
3.1. GESUND in ISENBURG ist integriert in den Ärzteverein Neu-Isenburg e.V. .
3.2. Mitglied kann jeder in Neu-Isenburg tätige Arzt werden. Die Mitgliedschaft wird schriftlich erklärt. Nichtärzte oder Ärzte, die nicht in Neu Isenburg tätig sind, können die Mitgliedschaft beantragen. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.
3.3. Die Mitglieder bilden die Vollversammlung. Diese trifft sich mindestens zweimal im Jahr und wird vom Vorstand schriftlich einberufen. Auf schriftlichen Antrag von mindestens 25 % der Mitglieder muss der Vorstand eine außerordentliche Vollversammlung einberufen.
3.4. Die Vollversammlung wählt den Vorstand. Dieser besteht aus dem
ersten und zweiten Vorsitzenden, dem Kassenwart, dem Protokoll führer und dessen Stellvertreter.
Die Amtszeit des Vorstandes beträgt 2 Jahre.
3.5. Der Vorstand vertritt das Netz nach außen und ist zuständig für die organisatorischen Strukturen. Der Vorstand koordiniert die Qualitäts zirkelarbeit und die Arbeitsgruppen. Die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppen werden allen Mitgliedern mitgeteilt.
3.6. GESUND in ISENBURG konstituiert sich zunächst für 2 Jahre.
3.7. Die Mitglieder verpflichten sich, nach den oben genannten Zielen zu handeln.
3.8. Mitglieder, die sich wiederholt und nachweislich nicht gemäß der Ziele des Netzes verhalten, können nach Anhörung durch den Vorstand aus
GESUND in ISENBURG ausgeschlossen werden.














